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Annegret Just

Ich verlebte im Juli/August 2014 vierzehn unbezahlbare Tage in einer Gastfamilie in Bournemouth an der Südküste Englands. Zwei Wochen ging ich zur Schule und belegte dort zusätzlich den Intensivkurs des Colleges, wobei ich sagen muss, dass dies sehr empfehlenswert ist! Der Intensivkurs hat mir am meisten Spaß gemacht, da ich am ersten Tag meines Aufenthaltes nach dem Einstufungstest ein Themengebiet wählen durfte, welches dann im Intensivkurs behandelt wird. So war dieser Unterricht genau auf meine Bedürfnisse abgestimmt. Neben z. B. den Kursen Lesen&Schreiben, Grammatik, Prüfungskonsultationen (spezielle Kurse zur gezielten Vorbereitung auf Englisch-Examen, wie z. B. dem IELTS-Test) wählte ich das Thema Kommunikation. Da habe ich zu meinem regulären Unterricht zusätzlich 90 Minuten lang einen Kurs besucht, wo der Schwerpunkt auf dem gemeinsamen Sprechen, Verstehen und Diskutieren lag. Dabei konnte ich meine Sprachgewandtheit extrem verbessern!


Insgesamt war das Kings College in Bournemouth einfach super! Sehr modern eingerichtet, richtig nette Lehrer und eine tolle Organisation. Es gab sowohl die Rezeption für schulische Angelegenheiten, als auch ein "Freizeitbüro", wo die Mitarbeiter aus einer Reihe junger Erwachsener bestanden, die einem bei der Freizeit- und Wochenendplanung sehr gut unter die Arme gegriffen haben. Das Kings College kann ich jedem weiterempfehlen!


Alle Mitarbeiter in der Schule (auch die Lehrer) sind Engländer und so ist man täglich gezwungen, Englisch zu sprechen. Gerade deswegen hatte ich mir Sorgen gemacht. Die Herausforderung, nie ein Problem in Deutsch besprechen zu können schien mir zu groß. Doch schnell stellte ich fest, dass das absolut unbegründet war. Das Personal ist voll auf die Schüler eingestellt und ist es demnach auch gewohnt, dass nicht jeder fließend Englisch kann. Sie brachten uns wirklich sehr viel Geduld entgegen und früher oder später gelang es jedem, sich zu verständigen.


Zu Fuß hatte ich einen Schulweg von 30 Minuten, ich lief das jeden Tag. Es gibt in Bournemouth auch ein sehr gutes Bussystem und Fahrkarten sind über das College sehr leicht zu organisieren, aber ich genoss den langen Weg. Der einfache Grund dafür war, dass fast alle Sprachschüler in der ganzen Stadt verteilt in Gastfamilien wohnen. So traf ich jeden Morgen meine Schulfreunde und wir bestritten den Weg gemeinsam, plötzlich waren die 30 Minuten gar nicht mehr so lang.


Die Sorge, nur schwer neue Kontakte zu knüpfen und vielleicht gar keine Freunde zu finden, war mein größter Irrtum. Denn jeder, der solch einen Sprachaufenthalt macht, ist in der gleichen Situation. Jeder versucht möglichst schnell kommunikativ aktiv zu werden, und so hatte ich schon in der ersten Pause ein Reihe von neuen Kontakten geknüpft, wovon auch zwei die ganze Zeit über meine besten Freunde blieben. Mit der Internationalität, mit der für solche Reisen immer geworben wird, wird auch kein bisschen übertrieben. Nach zwei Wochen habe ich nun Bekanntschaften und Freunde auf der ganzen Welt: Spanien, Polen, die Schweiz, Italien, Lybien, Südkorea, die Türkei, Russland, Kolumbien, Saudi-Arabien, Kasachstan und Frankreich (um nur einige zu nennen!). Es war Wahnsinn wie viele verschiedene junge Leute im College aufeinandertrafen!


Mit all meinen Freunden verbrachte ich dann meine Freizeit meist im Park oder am Strand von Bournemouth. Da saßen wir auch meist bis tief in die Nacht. Und im Park sitzt man am Abend nicht nur. Man quatscht - und zwar unglaublich viel! Im Park von Bournemouth treffen sich am späten Abend alle Sprachschüler von ganz verschiedenen Sprachschulen, so dass man nicht nur die Schüler vom Kings College kennenlernt. Die Vielfalt dort ist schier grenzenlos und es ist so einfach, sie kennenzulernen. Ein einfaches "Hello, how're you? Where are you from?" genügt und du hast neue, sehr aufgeschlossene Gesprächspartner, mit denen du dich gut und gern die ganze Nacht unterhalten kannst.


Ein Problem für mich stellte am Abend jedoch mein Alter dar. Mit 16 Jahren war ich bei den Individuellen Sprachreisen immer eine der Jüngsten. Meine besten Freunde waren zwischen 18 und 24 Jahre alt. Das Jugendschutzgesetz in England ist auch relativ streng, so dass für minderjährige kein Einlass in Pubs oder Discos besteht. So konnte ich am Abend nicht immer mit meinen Freunden in der Disco feiern. Doch da schufen der Park (der natürlich für jedes Alter frei zugänglich war) und die Abendaktivitäten, die vom College angeboten wurden, Abhilfe, so dass ich mich trotzdem jeden Abend amüsieren konnte.


Das College unterstützte uns sowieso sehr tatkräftig bei unserer Freizeit- und Wochenendgestaltung. Jeden Tag wurden 3-4 (teils kostenpflichtige, teils kostenlose) Aktivitäten angeboten. Und am Wochenende gab es immer einen Ganztagesausflug, der natürlich kostenpflichtig war, aber sehr günstig angeboten wurde. Man musste sich also nur noch in die Liste eintragen und der Rest war organisiert. Doch es gab auch andere Möglichkeiten für unsere Wochenendgestaltung. Wenn das Ziel meiner Freunde und mir am Wochenende ein anderer Ausflug war, als gerade angeboten wurde, war das kein Problem. Das Personal vermittelte uns eine Organisation, die Busreisen in z. B. verschiedene Städte anbietet. Das Ganze war schon sehr gut organisiert und wurde für uns Schüler zu extra günstigen Tarifen angeboten. So reisten wir am ersten Wochenende nach Cambridge und am zweiten nach London, so dass ich zusätzlich noch Städte außerhalb von Bournemouth kennenlernen konnte.


Nach solch einem anstrengenden Ausflug kehrte ich abends meist reichlich müde in meine Gastfamilie zurück. Und das tat ich nie ungern, denn auch von meiner Familie war ich restlos begeistert! Sowohl die Eltern als auch meine beiden kleinen Gastgeschwister (6 und 8 Jahre alt) waren supernett und vor allem sehr flexibel was die Essenszeiten anging. Mir wurde jeden Tag das Abendbrot gekocht und wenn ich nicht zum Essen da war (was öfters passierte, weil ich noch in der Stadt war) haben sie es einfach stehen gelassen und ich konnte essen, wenn ich nach Hause kam. So hatte ich niemals Zeitdruck, zu einer bestimmten Zeit zum Essen da zu sein. Das Frühstück habe ich mir jeden Morgen selbst gemacht (weil ich zu anderen Zeiten aufstand als die Familie) und so war ich auch da sehr flexibel. Meist gab es Toast und Cornflakes - also keine besondere Umstellung. Ich glaube, in Hinsicht auf die Flexibilität hat eine Gastfamilie doch mehr Vorteile als die Residenz. Dort gab es festgelegte Essenszeiten und einige meiner Freunde (die in der Residenz wohnten) hatten dadurch manchmal Zeitdruck, um noch pünktlich zu erscheinen. Im Gegenzug dazu lebt man in der Residenz mit vielen anderen Sprachschülern und Klassenkameraden zusammen, wobei man engere Freundschaften schließt und schneller Kontakte knüpft. Doch dafür hatte ich die Möglichkeit in der Familie Gespräche mit meinen Gasteltern (und damit Einheimischen) zu führen, wodurch ich das Verstehen des fließend gesprochenen Englischs besser trainieren konnte. Außerdem machten mir meine Gasteltern keinerlei Vorschriften, wann ich in der Nacht zu Hause sein sollte. ich bekam den Hausschlüssel und die Auflage, leise zu sein, falls es mal später würde. Daran habe ich mich gehalten und es war ein tolles Privileg, auch da keinen Zeitdruck zu haben. Es hat halt alles seine Vor- und Nachteile, sowohl in der Familie, als auch in der Residenz.


In der Gastfamilie lebten außerdem noch 2 polnische Schülerinnen, mit denen ich allerdings nicht viel zu tun hatte, da sie etwas jünger als ich waren und auch anderen Klassen zugeteilt wurden.


Durch die viele Praxis im Englischsprechen und das Knüpfen unglaublich vieler Kontakte, wurde mein Sprachaufenthalt in Bournemouth zu einer einmaligen Zeit. Doch wenn ich eins feststellen musste, dann, dass 2 Wochen in dieser wunderbaren Stadt, in der Familie und im College viel zu wenig sind! Ich werde solch eine Sprachreise garantiert noch einmal wiederholen und dann sollten mindestens 3, wenn nicht sogar 4 Wochen drin sein!

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Ein College in Cambridge
London
Markt von Cambridge
 
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