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Claudia Winsauer berichtet aus Bournemouth/Meyrick Park (England)

Reisebericht Bournemouth

 

Meine Sprachreise nach Bournemouth war etwas ganz Besonderes. Zumindest für mich, denn es war meine erste Sprachreise, die ich ganz alleine antrat. Inzwischen war ich schon das fünfte Mal (Eastbourne, Antibes, Jersey, Arcachon, Bournemouth) im Ausland um 2 Wochen lang die Sprache zu lernen.

In Bournemouth habe ich auch das erste Mal nicht in einer Gastfamilie, sondern zusammen mit teilweise 30 anderen Leuten in einer Residenz gewohnt. Und zwar in der Kings Charminster Residenz, die etwa eine halbe Stunde entfernt vom Stadtzentrum liegt. Mein Einzelzimmer war sehr hell und geräumig, ausgestattet mit einem Schreibtisch, einem Bett mit Nachkästchen, einem Schrank, einem großen Spiegel und am allerwichtigsten: einem eigenen Bad mit Dusche und WC. Diesen Luxus hat man in vielen Gastfamilien nicht. Genauso wie die Ruhe, die so ein kindersicheres Zimmer nun mal mit sich bringt (die kleinen Kinder von Gastfamilien können schon mal anstrengend sein wenn ihnen langweilig ist). Außerdem gab es kostenloses WLAN und Verpflegung in Form einer Halbpension dazu. Die war - um es kurz zu sagen – der Hammer. Zum Frühstück, das unter der Woche um 7:30 Uhr begann und immer bis spät Nachmittags zum Snacken stehen gelassen wurde, gab es fünf Sorten Müsli, Toast mit allen erdenklichen Aufstrichen sowie eine Käse- und Wurstauswahl – soweit bekommt ihr es vielleicht auch in einer Gastfamilie - außerdem gab es aber englisches Frühstück, also Würstchen, Baked Beans, Speck, Spiegelei usw. Ich weiß darauf, steht nicht jeder, deswegen sage ich vielleicht noch dazu, dass es außerdem frische Croissants, Pains aux Chocolat, Nusschnecken, Muffins, Kuchen, Kekse und Berge an frischem Obst gab. Wirklich fünf Sterne Qualität! Auch was das Abendessen anging gab es neben den nmeist mehr als drei Hauptgängen mit zugehörigen Beilagen auch immer eine Salatbar und traumhaften Nachtisch. Anregungen für das Menü waren übrigens jederzeit bei Köchin und der inoffiziellen Hausmama Joanna erwünscht!

Hatte man sich dann erstmal gut verpflegt konnte es auch schon in die Schule gehen. In Bournemouth gibt es drei Schulgebäude, die alle unter dem Kings College laufen. Zum Einstufungstest wurde man in meiner Residenz (es gibt noch zwei andere in Bournemouth) am ersten Tag von einem der Wardens (24-Stunden-Personal der Residenz) begleitet.

Der Test besteht aus einem Grammatik- und einem mündlichen Test. Anschließend macht man eine Stadttour mit dem „Activity Team“, das außerdem jeden Nachmittag Aktivitäten wie Bike-Touren, Film-Nachmittage, Beach Volleyball, Fußball, Lasertag, usw. anbietet. Jeden Samstag wird außerdem eine Tour zu einer umliegenden Sehenswürdigkeit angeboten (z.B. Brighton, London, Oxford,…), die um die 25 Pfund kostet. Die meisten anderen Aktivitäten sind kostenlos oder kosten, wie zum Beispiel Lasertag, höchstens 15 Pfund.

Nach der Tour erfährt man in welcher Gruppe (1-8) man eingestuft wurde. In Kurs 1 sind die blutigen Anfänger, in Kurs 8 wird Niveau C1 unterrichtet. Ich wurde in Gruppe 7 und damit in das Schulgebäude in Bournemouths Innenstadt eingeteilt. Die Gruppen 1 bis 4 werden auf die beiden anderen Gebäude aufgeteilt. Die Schule beginnt um 9:00 Uhr und endet für die Standardkurs-Teilnehmer um 12:30 Uhr, wo für die Intensivkurs Teilnehmer die einstündige Mittagspause beginnt, bevor auch sie um 15:00 Uhr gehen dürfen.  Meinen Intensivkurs habe ich gegen einen Betrag von 75 Pfund für zwei Wochen (Mo-Do, Freitag kein Nachmittagsunterricht) spontan vor Ort ganz einfach dazu gebucht, da das Wetter so mies war, dass ich die Zeit lieber sinnvoll genutzt habe, als drinnen nur zu gammeln. Auch das Angebot der sogenannten SIG- Kurse (= Special Interest Group), die man als Fach am Nachmittag wählen konnte, fand ich ansprechend. Zur Auswahl standen zum Beispiel Business English, Reading and Writing oder Advanced Skills.

Mit den Lehrern ist man Grundsätzlich per Du und die Atmosphäre in den kleinen Klassen (höchstens 15 Schüler) ist ziemlich entspannt. Im Unterricht wird viel geredet und diskutiert und man lernt sehr viel über andere Kulturen, da die Schule wirklich sehr international ist. An den meisten Tagen bekommt man eine kleine Hausaufgabe auf, die am nächsten Tag korrigiert wird. Es wird einem aber natürlich nicht der Kopf abgerissen, wenn man die Hausaufgabe mal nicht gemacht hat. Zur Selbsteinschätzung gibt es außerdem jeden Montag einen kleinen Test, bei dem der Stoff der letzten Woche abgefragt wird. Für Schüler, die mehrere Monate dort verbringen, besteht durch gute Ergebnisse in diesen Tests die Möglichkeit, einen Kurs aufzusteigen.

War man dann mal fertig mit dem Unterricht, konnte man sich dem großen Shoppingangebot der Stadt widmen, am Strand spazieren gehen, das Freizeitangebot des „Activity Teams“ nutzen, sich mit einem guten Buch aus der schuleigenen Bücherei in den Park setzen, oder sich anderweitig beschäftigen. Eines windigen Freitags wollte ich mir zum Beispiel ein Surfbrett am Strand ausleihen um die Wellen zu nutzen (ja manchmal kann man in Bournemouth Wellenreiten, sonst werden auch SUPs angeboten), allerdings stand mir da meine Minderjährigkeit und das nicht Vorhandensein einer Einverständniserklärung meiner Eltern im Weg. Abends bietet Bournemouth auch für die Party People ein großes Angebot, allerdings streng nur für die über 18-Jährigen! Minderjährige mussten in meiner Residenz übrigens um 23:30 Uhr zuhause sein, allerdings wird sich das jetzt wohl ändern was ich so mitbekommen habe (aufgrund von Gesetzesänderungen in England).

Am Wochenende kann man (auch über die Schule) privat Ausflüge buchen, was ich in Anspruch genommen habe, um an einem Sonntag mit einer anderen deutschen Teilnehmerin nach Oxford zu fahren. Dort kann man sich zum Beispiel die „große Halle“ aus Harry Potter in der Universität Christ Church ansehen.

Auf jeden Fall gingen meine zwei Wochen in Bournemouth sehr schnell rum, auch wenn das Wetter in der ersten Woche einem wirklich jedes Mal einen Strich durch die Freizeitplanung machte. Wichtigstes Mitbringsel ist übrigens auch im Sommer ein Regenschirm. Ich habe mir aber sagen lassen, dass in manchem Sommer dort auch ein Bikini eine gute Idee sei. Ich selbst habe sogar auch Menschen im Meer gesehen allerdings waren die Temperaturen an diesen Tagen wirklich nur knapp über 20° C. (Als Brite gewöhnt man sich da wohl irgendwann daran)

Meine Reise war übrigens vom 22.8.2015 bis zum 6.9.2015, also eigentlich im Sommer. Die Anreise ist bei mir, sowie bei den meisten anderen Teilnehmern auch, über Flug nach London Heathrow und anschließender Busfahrt mit  dem National Express nach Bournemouth Coach Station erfolgt (Tickets gibt’s ganz easy am Flughafen, Fahrt dauert 2- 3 Stunden).

Ich hoffe, ihr konntet einen groben Eindruck von meiner Reise gewinnen, die ich übrigens jederzeit wieder so machen würde. Vor allem mit der Auswahl meiner Residenz war ich sehr zufrieden, wie ihr bestimmt bemerkt habt. Außerdem habe ich in keiner meiner Sprachreisen eine so professionelle und große Sprachschule wie in Bournemouth erlebt. Es hat schon wirklich etwas, mit Ärzten, die aus dem Libanon kommen in einem Klassenzimmer zu sitzen oder mit Süd-Koreanern über ihr Land zu quatschen. Ich würde sagen wenn ihr auf Selbstständigkeit und eine erwachsene Umgangsweise miteinander Wert legt, dann ist Bournemouth genau das Richtige für euch!

 

 

 

 

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