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Xenia Wittmann berichtet aus Dublin (Irland)

Ich blickte aus dem Fenster des Flugzeugs. Langsam wurden die Häuser, Bäume und Straßen wieder größer, bis wir schließlich aufsetzten und zum Stehen kamen. Das Wetter war verhältnismäßig gut, die Sonne schien zwischen den Wolken hindurch und ich war soweit ganz zufrieden: dafür, dass ich ganz alleine unterwegs war, lief alles perfekt. Als ich ausgestiegen war, beschloss ich, den anderen Passagieren zu folgen, denn ich wusste ich nicht so recht, wohin ich musste. Nachdem ich mein Gepäck abgeholt hatte, verließ ich den Flughafen, vor dem mich ein freundlich lächelnder Mann mit einem Schild, auf dem mein Name stand, erwartete. Er nahm mir meinen Koffer ab und brachte mich zu seinem Taxi. „Bin ich denn die einzige heute?“ fragte ich ihn verwundert. „Ja sieht so aus.“ meinte er und lud meinen Koffer ein. Dann stiegen wir ein und er startete den Motor. „Warum bist du denn ganz allein hergekommen?“ Ich überlegte. „Ich glaube so lernt man die Sprache am besten und es ist leichter mit anderen in Kontakt zu kommen.“ „Das ist mutig.“ lächelte er und wir unterhielten uns ganz gut bis er in eine schmale Wohnstraße einbog. Kleine, gepflegte Vorstadthäuser standen dort und in der Mitte der Straße war eine Grünfläche, auf der Kinder spielten und Fahrrad fuhren. Vor einem kleinen Häuschen aus Backstein, vor dem ein kleines blaues Auto stand, hielt der Taxifahrer an. „
Hier müsste es sein. Warte, ich klingel und frag nach.“

Ich hielt die Luft an. Eine junge Frau mit dunklen Haaren öffnete die Tür. Sie trug ein blaues Kleid und hohe, schwarze Schuhe und lächelte, als sie mich sah. Während der Taxifahrer mein Gepäck auslud meinte sie lachend: „Sie hat die Sonne mitgebracht, die letzten Tage hat es nur geregnet!“. Dass sie Amanda hieß, wusste ich bereits und im Haus angekommen, lernte ich auch ihren Freund Joe kennen. Nachdem die beiden mir das Haus gezeigt hatten, sahen wir uns „P.S. I love you“ in ihrem gemütlichen Wohnzimmer an. Es war klein, wie fast alle Räume, darin stand ein großes, helles Sofa, die Wände waren in dunklem Gelb gestrichen und durch das große Terrassenfenster konnte man in den kleinen Garten sehen. Amanda brachte Tee und ich fühlte mich bereits wie Zuhause. „Wenn du Hunger hast, sag mir Bescheid, ansonsten essen wir um halb sieben, bis dahin sollten auch die Jungs zuhause sein.“ Halt. Jungs? Welche Jungs? Ich dachte die beiden hatten keine Kinder, von welchen Jungs war hier also die Rede? Scheinbar sah sie mir meine Verwunderung an, denn schon erklärte sie: „Die beiden sind auch Gastschüler, sie wohnen schon seit zwei Wochen bei uns und gehen auf die selbe Schule wie du. Morgen früh zeigen sie dir, wohin du musst.“

Als die beiden dann hereinkamen, hatte sich meine Skepsis endgültig in Luft aufgelöst: Matteo aus Italien und Manu aus Spanien, beide 23 , waren mir sofort sympathisch. Nach dem Abendessen brachte Amanda sie zu einem Fußballspiel in die Innenstadt. Weil man in Irland mit 16 nur bis zehn Uhr Abends unterwegs sein darf, und das Spiel länger dauerte, konnte ich nicht mit aber vom Auto aus bekam ich zumindest einen ersten Eindruck von Dublin und das sah mir nach jeder Menge Spaß aus.

Am nächsten Morgen ging es um acht Uhr mit dem Doppeldeckerbus zum College, wo ein Test für alle Neuen stattfand, um sie anhand ihrer Englischkenntnisse in verschiedene Klassen einzuordnen. Nach der Auswertung brachte mich ein Mitarbeiter der Schule zusammen mit einer Italienerin namens Alessia in ein Klassenzimmer, in dem gerade eine junge, blonde Lehrerin unterrichtete. Sie stellte sich als Fiona vor und machte uns mit dem Rest der Klasse bekannt. Bei dem Gedanken, dass ich Angst gehabt hatte, hier könnten nur Deutsche sein, musste ich grinsen: außer mir war nur Simon aus Deutschland. Die anderen kamen aus Spanien, Italien, Frankreich, der Schweiz, Russland, Venezuela, Taiwan, Südkorea, Brasilien und Japan.

Nach dem Unterricht wollte ich eigentlich mit Manu und Matteo Mittagessen gehen, doch ich fand unseren Treffpunkt nicht mehr. Ohne lange zu überlegen stimmte ich deshalb dem Vorschlag von Esther zu, mit ihr und einigen anderen Leuten aus der Schule ans Meer zu fahren. Es war natürlich zu kalt um zu baden, aber ich fand den Nachmittag trotzdem wunderschön: das Fischerdorf "Howth", der lange Sandstrand und natürlich meine neuen Freunde, über die ich sehr froh war, waren schon mal ein super Anfang. Auf dem Heimweg stieg ich leider etwas zu früh aus dem Bus aus, weil in den Vororten doch irgendwie alles sehr ähnlich aussieht und lief ziemlich orientierungslos herum, als es anfing zu regnen und kurz darauf mein Handy klingelte.

Meine Mama, die sich eigentlich nur vergewissern wollte, dass es mir gut ging, war offensichtlich wenig begeistert davon, dass ich alleine durch Dublin lief und nicht einmal wusste wohin. Zum Glück dauerte es nicht allzu lange bis ich einen freundlichen Passanten fand, der mir weiterhalf. Im Allgemeinen muss ich sagen, dass die Iren immer sehr freundlich sind. Das merkt man zum Beispiel auch daran, dass sie sich beim Busfahrer bedanken, wenn er sie sicher nach Hause gebracht hat.

Zuhause angekommen, servierte Amanda auch schon das Abendessen. Danach sah ich mir mit Manu eine DVD an, bevor ich müde ins Bett fiel.
Die nächsten Tage wurden nicht weniger spannend: ständig lernte ich neue Leute aus aller Welt kennen, ging vormittags in die Schule, unternahm nachmittags etwas und verbesserte nebenbei meine Englischkenntnisse. Ich besuchte das Wachsmuseum, sah mir die Stadt an, die Parks und ging shoppen und feiern. Aber das Beste waren immer die Abende mit meiner Gastfamilie, wenn wir stundenlang lachten und uns über Alles mögliche unterhielten. Das ist schon faszinierend, dachte ich mir, dass sich fünf Menschen aus vier verschiedenen Ländern auf Anhieb so gut verstehen.

Viel zu schnell war die erste Woche vorbei und das Wochenende stand bevor. Nachdem ich am Freitag ein ehemaliges Gefängnis besichtigt hatte, fuhr ich wie immer mit dem Bus nach Hause. Ich liebte das Busfahren in den Doppeldeckerbussen. Wenn der Platz frei war, setzte ich mich immer oben ganz vorne hin, von wo aus man einen einzigartigen Blick auf das bunte Treiben in Dublins Straßen hatte. Ja, ich hatte mich in diese Stadt wirklich verliebt und wollte gar nicht daran denken, irgendwann wieder nach Hause fahren zu müssen.

Abends ging ich mit meiner Gastfamilie in „The Hole in the Wall“, einen Pub, der nicht weit von Amandas und Joes Haus entfernt war. Der Grund war, dass Manu morgen nach Madrid zurückfliegen würde. Er freute sich selbst nicht besonders darauf und wir natürlich auch nicht. Als wir am Tresen Platz genommen hatten und uns die Bedienung, ein freundlicher, junger Asiate, die erste Runde Guinness zuschob, reichte Manu mir sein Glas: „Probier mal“. Fragend sah ich ich meine Gasteltern an, denn ich wusste, dass man in Irland erst mit 18, statt in Deutschland mit 16 Bier trinken darf. Die beiden nickten mir lächelnd zu und ich probierte vorsichtig einen Schluck des kalten, dunklen Biers. „Das ist echt gut, schmeckt ein bisschen nach Kaffee“, stellte ich fest. Ich hätte noch ewig dort sitzen bleiben können, aber da die Jungs noch in die Stadt wollten und ich am nächsten Tag um fünf Uhr aufstehen musste, weil ich einen Tagesausflug nach Belfast geplant hatte, verließen wir "The Hole in the Wall" um elf. Bevor die beiden in der Stadt ausstiegen, verabschiedete ich mich von Manu und wir nahmen uns vor, in Kontakt zu bleiben. Dann verschwanden die beiden in der Dunkelheit. In der Nacht hörte ich sie die Holztreppe heraufsteigen und ihre Zimmertüre schließen. Ein Blick auf mein Handy verriet mir, dass mir nur noch eine Stunde in meinem kuscheligen Bett blieb. Ich seufzte, drehte mich um und schlief wieder ein.

Selbstverständlich war ich die Einzige im Haus, die am Samstag um fünf aufstand, die Anderen hatten entweder nicht viel vor oder die ganze Nacht gefeiert.

Als ich mit dem Bus in die Innenstadt fuhr, traf ich Alberto, einen guten Freund von Matteo und Manu, der ebenfalls auf dem Weg nach Belfast war. Gesehen hatte ich ihn schon oft, aber gesprochen hatte ich noch nie wirklich mit ihm. Ich fand Alberto echt nett und nachdem wir uns einen Kaffee in einem Supermarkt gekauft hatten, gingen wir zusammen zur Tourist Office, von wo aus der Bus nach Belfast losfuhr. Dort warteten bereits Adriana und Pierre auf ihn. Nur von Maira, die sich den Dreien ebenfalls anschließen wollte und Esther, mit der ich den Ausflug geplant hatte, fehlte jede Spur. Später teilte sie mir per SMS mit, dass sie den Wecker überhört hatte, die vergangene Nacht war wohl etwas kurz gewesen...Obwohl ich zuerst sauer auf sie war und noch dazu ziemlich müde, wurde der Tag richtig schön. Ich verbrachte ihn mit Adriana, Alberto und Pierre, die von Maira eine ähnliche Geschichte zu hören bekamen.

Im Bus saß ich neben einer jungen Frau aus New York, die sehr nett war und mit der ich mich auf der Fahrt nach Nordirland gut unterhielt. Sie machte eine Rundreise und war begeistert von Europa und wie einfach es war, von einem Land in das andere zu reisen.

In Belfast angekommen bummelte ich zuerst mit den drei Anderen durch die Stadt. Die Sonne schien und wir waren alle bester Laune. Die Stadt war sehr schön und weil Samstag war, war natürlich auch viel los, doch insgeheim dachte ich mir: Dublin ist noch schöner. Am Nachmittag machten wir eine Tour mit einem der berühmten Black Taxis, das uns zu den wichtigsten Attraktionen der nordirischen Hauptstadt brachte. Die meisten hatten etwas mit den Unruhen zwischen Protestanten und Katholiken zu tun und unser Taxifahrer erklärte uns einiges dazu.

Auf dem Heimweg nach Dublin wurde ich im Bus ziemlich müde. Statt der Frau aus New York, die noch einige Tage in Belfast blieb, saß jetzt Pierre neben mir. Während ich ich die vorbeiziehenden grünen Wiesen beobachtete, auf denen friedlich einige Kühe und Schafe grasten, erkundete er sämtliche Funktionen meines Handys und verputze die Gummibärchen, die ich mitgenommen hatte. Gleichzeitig war ich sehr froh, ihn und die anderen Beiden kennengelernt zu haben.

Zuhause angekommen wollte ich eigentlich nur noch ins Bett, doch dann bekam ich eine lange SMS von Esther, in der sie sich entschuldigte und mich bat, in die Stadt zu kommen, da dieser ihr letzter Abend in Dublin war. Also zog ich mich wieder an und fuhr mit dem Bus zurück in die Stadt, wo ich sie zusammen mit Julia in einem Pub traf. Sie waren mit einigen Leuten aus Julias Jugendherberge unterwegs, die scheinbar aus Australien kamen. Zusammen tranken wir einen Cidre und hörten uns die Live Musik an, die im Pub gespielt wurde. Am Ende des Abends verabschiedete ich mich von Esther, die am nächsten Tag nach Madrid zurückkehren und weiter zur Uni gehen würde.

Am Sonntag schlief ich aus und verbrachte den Rest des Tages im Phoenix Park, einem 7km² großen Park, der nicht nur einen Zoo, sondern auch das wunderschöne Anwesen Farmleigh beherbergt. Es sieht aus wie ein kleines Schloss und dient als Unterkunft für Staatsgäste wie Barack Obama oder die Queen. Da jeden Sonntag rund um Farmleigh ein Markt stattfindet, hatte ich beschlossen, mir diesen und auch die wunderschönen Gärten, die zu dem Anwesen gehören, anzusehen. Die Stimmung war gut, viele Familien mit kleinen Kindern waren unterwegs, eine Blaskapelle spielte auf der Wiese und Hunde tobten durchs Gras. Außerdem stellte ich fest, dass die Blumengärten und viktorianischen Gewächshäuser perfekte Fotomotive ergaben, ein toller Ort.
Abends ging ich mit Amanda, Joe und dessen Schwester Emma ins Kino in Blanchardstown und spielte mit Joe und Matteo Playstation. Alles in Allem also ein sehr gelungenes Wochenende.

Am nächsten Tag war wieder Schule angesagt, aber ich muss sagen, dass ich mich sehr darauf freute. Ich lernte dort so viele nette und interessante Leute kennen, die viel über ihre eigene Kultur erzählten und die Lehrer waren kein bisschen streng: essen, trinken und SMS schreiben während des Unterrichts waren kein Problem und die Hausaufgaben freiwillig. Trotzdem lernte ich unglaublich viel.

Am Abend nahm Matteo mich mit in die Stadt. Amanda hatte mir erlaubt mitzukommen, wenn ich bei ihm blieb und das ließ ich mir nicht zweimal sagen. Wir waren mit Matteos Freunden unterwegs, also traf ich Adriana, Alberto und Pierre wieder, was mich freute, weil wir uns in Belfast so gut verstanden hatten. Auch Maira, die den Belfast Ausflug verpennt hatte, war dabei. Sie hatte lange, schwarze Haare, dunkle Augen, die schwarz geschminkt waren und einen Schmollmund. Irgendwie erinnerte sie mich an eine Katze und ich war mir nicht sicher, wo ich sie geographisch einordnen sollte. Später erzählte sie, dass ihre Mutter Brasilianerin war und ihr Vater Japaner, der Rest ihrer Familie stammte aus Italien. „Nicht schlecht“, dachte ich mir und war mal wieder erstaunt darüber, wen man hier so kennenlernte.

Dieser Abend war auch einer der schönsten, weil alle so nett waren und es warm genug war, dass wir uns auf die Dachterrasse des „Fitzsimon's“ setzen konnten. Wegen des milden, irischen Klimas standen dort Palmen, von der Straße drang Musik und Gelächtern nach oben und es roch nach Meer und Großstadt zugleich. Nachts ist in Dublins Kneipenviertel „Temple Bar“ mehr los als tagsüber, Massen von jungen Leuten feiern ausgelassen, überall ist Live Musik zu hören und es wird natürlich viel Guinness getrunken.

Die folgenden Tage verbrachte ich mit einer Rundfahrt auf dem Fluss „Liffey“, einer Besichtigung der Guinness-Brauerei, einem Kinobesuch, der Besichtigung des „Malahide Castle“ und vielen Shoppingtouren mit Freundinnen. So ließ es sich aushalten...Doch auch die schönsten zwei Wochen haben irgendwann ein Ende, und diese sogar ein besonders aufregendes.

Da Matteo und ich am Samstag abreisten, gingen wir am Donnerstag noch einmal mit Amanda und Joe in „The Hole in the Wall“. Als wir gerade Platz genommen hatten, bekam Amanda eine SMS von Manu, der dabei war, sein Auslandssemester in Warschau vorzubereiten und schrieb, dass er uns alle vermisste. Obwohl ich mich auch auf zuhause freute, wollte ich gar nicht daran denken, dass auch ich schon in zwei Tagen abreisen musste. An unserem letzten Abend gingen Matteo und ich mit einigen Freunden Griechisch Essen.

Danach stand die CES-Party auf dem Programm. CES steht für „Centre of
English Studies“ und ist der Name der Schule, die wir alle besuchten. Sie organisierte jeden Freitag eine Party in der „Murray's Bar“. Die Party war genial und ich war froh, alle noch einmal wiederzusehen: Alberto, Adriana und Pierre, Julia, die aus München kam und in Irland „Work and Travel“ machte, Maira, alle Betreuer aus der Schule, die die Ausflüge organisiert hatten, die Leute aus meiner Klasse und alle anderen, die ich sonst während der zwei Wochen getroffen hatte. Nur Carmen, mit der ich fast alle Mittagspausen verbracht und viele Ausflüge unternommen hatte, konnte nicht kommen, aber von der hatte ich mich bereits nach der Schule schweren Herzens verabschiedet.

Die Feier nahm ihren Lauf, wir tanzten, lachten und unterhielten uns. Amanda hatte mir geraten, nicht zu spät nach Hause zu kommen, weil mich mein Taxi zum Flughafen bereits um 4.30 Uhr abholen würde, doch ich wollte den letzten Abend voll ausnutzen und verschwendete keinen Gedanken mehr an meinen halb gepackten Koffer oder die bevorstehende Heimreise. Als ich das erste Mal auf die Uhr sah, war es bereits drei. „Egal, schlaf ich eben ein bisschen weniger“, dachte ich mir nur.

Um halb vier stiegen wir dann in ein Sammeltaxi, das uns nach und nach alle heim fuhr. Immer wenn einer aussteigen musste, stiegen alle anderen auch mit aus, um ihn zu umarmen und sich zu verabschieden. Die Fahrt zog sich also ein bisschen hin, doch um vier stiegen dann endlich Matteo und ich zuhause aus. Leise schlichen wir in die Küche, holten uns etwas zu trinken und unterhielten uns noch eine Weile. „Gehst du jetzt ins Bett?“ fragte ich ihn schließlich. „Ja schon. Du nicht ?“ Ich schüttelte den Kopf: „In einer halben Stunde kommt mein Taxi und mein Koffer ist noch nicht gepackt.“ Dann schlichen wir die Treppe hinauf und verabschiedeten uns im Flur, bevor er ins Bett ging. In dem Moment beneidete ich ihn wirklich darum, dass sein Flug erst am Nachmittag ging.
Ich war unglaublich froh, mit ihm und Manu in einer Familie gewohnt zu haben. Noch nie habe ich zwei so hilfsbereite und lustige Jungs wie die zwei kennengelernt und seit den zwei Wochen in Irland stand ein großer Bruder ganz oben auf meiner Wunschliste...

Ich ging in mein Zimmer, um meinen Koffer fertig zu packen und mich umzuziehen. Dann hörte ich auch schon Amanda und Joe aufstehen, die sich von mir verabschieden wollten und sichergehen wollten, dass ich noch etwas frühstückte. Kurz darauf war es auch schon soweit: mein Taxi hielt vor der Tür, der Fahrer stieg aus, lud meinen Koffer ein und ich umarmte die besten Gasteltern, die ich mir hätte vorstellen können. Ich bedankte mich bei ihnen für alles, was sie getan hatten und versprach ihnen, mich zu melden, sobald ich gut zuhause angekommen war.

Am Flughafen konnte ich den Anweisungen des Sicherheitspersonals kaum folgen, so müde war ich und kaum hatte ich mich in der Abflughalle hingesetzt, war ich auch schon eingeschlafen. Seltsamerweise kam sowohl ich als auch mein Gepäck trotzdem gut an.

Jetzt ist das schon ein Jahr her und vieles hat sich verändert: Carmen ist gerade mit der Schule fertig geworden und möchte jetzt Medizin studieren, Matteo studiert noch immer BWL in Mailand, Manu ist vor ein paar Wochen von seinem Auslandssemester in Warschau zurück gekommen und lernt jetzt Deutsch, weil er hier vielleicht einmal arbeiten möchte und Amanda und Joe habe ich im Mai mit meiner Familie noch einmal besucht (wir waren in "The Hole in the Wall"!), bevor sie im Juni nach Australien ausgewandert sind und hoffen, dass ich nächstes Jahr mal vorbeischaue...

"Baile Àtha Cliath" ist übrigens der irische Name für "Dublin" und wird [Baw-le Aw-ha Clee-a] ausgesprochen ;)

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Meine Gastfamilie und Gastbrüder
Belfast
 
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