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Franziska Lermer berichtet aus Eastbourne (England)

Franziska Lermer
 
2 Wochen Eastbourne im Sommer  
 
Als ich mich im Winter letzten Jahres dazu entschied,  im Sommer nach Eastbourne zu fahren, wusste ich nicht einmal im Entferntesten, was mich in dieser Zeit erwarten würde.

Es war zwar nicht das erste Mal, dass ich ohne Eltern für doch relativ lange Zeit weg fuhr, aber es war die erste Reise, auf die ich geschickt wurde, ohne jemanden überhaupt zu kennen!

Doch muss ich ehrlich zugeben, ich stellte  recht schnell fest,  dass das nicht schlimm war, denn ich konnte sehr schnell Freundschaften schließen, da ich das große Glück hatte, nur auf nette Menschen zu treffen.
 
Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie ich am Morgen meiner Abreise um 2 Uhr aufstehen musste, damit meine Eltern und ich rechtzeitig am Frankfurter Flughafen waren.

Am Flughafen dachte ich für kurze Zeit,  ob es denn wirklich eine so gute Idee war, wegzufliegen und mir wurde in diesem Moment erst bewusst, dass hier wirklich niemand ist,  den ich kenne!

Aber wie gesagt,  das Gefühl legte sich relativ schnell,  da ich schon im Flugzeug die ersten Freundschaften geschlossen habe und mir auf diese Weise die Angst vor der Reise genommen wurde.
 
In London endlich gelandet,  wurden wir am Flughafen von einem Bus abgeholt, der uns über Hastings nach Eastbourne bringen sollte. Per Zufall lernte i ch schon im Bus das Mädchen kennen, mit dem ich die nächsten 2 Wochen  zusammen in einer Gastfamilie wohnen würde und wir verstanden uns schon auf Anhieb sehr gut.

Völlig übermüdet kamen wir um ca. 15.30h  in Eastbourne an. Dort wurden wir dann auf unsere Gastfamilien verteilt und ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie ich zum ersten Mal meine Gastmutter gesehen habe, eine sehr nette und herzliche Frau.
Unsere Gastmutter Caroline mit ihrer ältesten Tochter Anya brachte uns gleich auf dem kürzesten Weg nach Hause und zeigte uns das Zimmer in dem kleinen, typisch englischen Reihenhaus, was vorerst eine Art Zuhause sein sollte.

Nachdem wir ausgepackt haben, die jüngere Tochter und den Gastvater kennen gelernt hatten, verteilten wir unsere Mitbringsel und ließen uns bei einer Tasse Tee unseren Schulweg und die für uns wichtigen Orte auf einem Stadtplan zeigen und den Busplan erklären, der ein klein wenig anders als der in Deutschland funktionierte.

An diesem Abend lernten wir noch die Nachbarin Carol kennen, die eine Tochter hat, die auch so heißt wie ich und die sie mir unbedingt einmal vorstellen wollte.(was sie  im Laufe der ersten Woche auch tat, genauso wie ich noch einige andere Nachbarn kennen lernte).

Am ersten Morgen wurden wir von unserer englischen Familie zum Pier gebracht und dort trafen wir das erste Mal unseren kompetten Kurs. Alle zusammen machten wir als erstes eine kleine Erkundungstour und gingen anschließend zur Schule. Dort  schrieben wir einen Einstufungstest. Nach dem Test bekamen wir alle frei und ich beschloss, mit 2 Mädchen aus meinem Kurs ans Meer zu gehen (später entwickelte sich daraus eine Freundschaft, die heute noch besteht).

Die ersten Tage waren recht entspannt, wie gingen zur Schule und nahmen oft am Nachmittagsprogramm teil,  wie z.b. Wanderung zum Beachy Head (unsere Gasteltern ermahnten uns zuvor noch, ja nicht zu nah an die Klippen zu gehen, später wussten wir auch warum).

Einer der Höhepunkte war  der Trip nach Brighton. Ich bin der Meinung, diese Stadt sollte jeder einmal gesehen haben. Zwei Stunden liefen wir duch die Stadt und konnten uns kaum satt sehen. Ich muss ehrlich zugeben, dass wir garnicht einmal so sehr viel eingekauft haben, weil wir so sehr damit beschäftigt waren, alles zu bestaunen.

Einige Tage später fuhren wir auch nach London zum Sightseeing. Es war ein sehr schöner Tag und uns hatte es in London  noch besser als Brighton gefallen. Es gab so vieles zu sehen, an das ich mich sehr gerne zurück erinnere, wie z.B. der Besuch bei Madame Tussaud‘s.

Wir liefen die wichtigsten Punkte ab und teilweise fuhren wir auch mit der U-Bahn, was ein Erlebnis für sich war.

Müde und zufrieden stiegen Janina und ich am Abend in Hampden Park aus und gingen nach Hause, wo uns Anya und Sasha über unseren Tag löcherten und uns die Haare kämmten.

Während der nächsten Tage hatten wir sehr viel Glück, da wir von dem typischen englischen Wetter nichts mitbekamen. Wir waren jeden Tag in der Schule bis auf sonntags, unserem freien Tag . An dem gingen wir zu viert Englisch frühstücken und nachmittags setzten wir uns mit einer Tüte fish&chips an den Strand und haben die Möwen beobachtet.

Abends haben uns in der Familie mehr oder weniger die beiden Kinder "bespaßt", egal ob wir mit ihnen WII spielen sollten oder auf die Frage" can i make your hair?" mit einem ja antworteten, stellten wir mehr oder minder ein neues Spielzeug auf Zeit dar, was sich aber ganz gut aushalten ließ.

Wir fuhren ein 2. Mal nach London zum"shopping". Da hatten wir endlich die Möglichkeit, allein durch die Stadt zu laufen. Anfangs hatten wir einige Probleme mit dem Stadtplan und der U-Bahn, aber das legte sich schnell und als die erste "Sucht" befriedigt war, fuhren wir zu Harrods und bestaunten dieses Riesenkaufhaus erst von außen und dann von innen.

Sehr interessant war die Lebensmittelabteilung, in der wir sogar was probieren durften und Tee einkauften (die Verkäuferin hatte anscheinend schon Erfahrung mit Kundschaft die kein fließendes Englisch sprach, da sie das " can i cost s.th.?" meiner Freundin trotzdem verstand). Außerdem haben wir eine gefühlte Ewigkeit in der Spielzeugabteilung verbracht, in der wir uns wie in einem Kindheitstraum fühlten.
Am Ende hatten wir noch ungefähr 1 1/2 Stunden Zeit und wussten nichts Rechtes damit anzufangen, bis ich , mehr als Scherz gemeint, vorschlug, wenn es irgendwie möglich ist, zu dem Tonstudio in der Abbey Road zu fahren. Ich dachte dabei nicht im Entferntesten daran, dass jemand mitmachen würde, mehr, dass ich auf taube Ohren stoße, aber die andern drei hatten erstaunlicherweise nach einer Erklärung, was das überhaupt  ist, auf einmal Lust, auch dahin zu fahren.

Nun stellte es sich erst als Problem dar, das Studio auf dem Stadtplan zu finden und dann die richtige U-Bahn Verbindung zu bekommen, was uns aber sehr freundlich erklärt wurde.

Wir kamen in der Nähe dieser Straße an und mussten uns erst duchfragen, aber letzten Endes standen wir vor dem Tonstudio mit seinem legendären Zebrastreifen und machten unsere Fotos.  Danach hatten wir exakt eine Stunde Zeit, um zum Bahnhof zu kommen, was wir haarscharf noch schafften, wenn nicht, hätten wir wahrscheinlich alleine dagestanden und allein zurückfahren müssen, aber es hat ja geklappt.

Auf der Rückfahrt schliefen wir vier erst einmal ein Weilchen und Zuhause erzählen wir alles noch einmal  mit jeder Einzelheit den beiden Kinder und unseren Gasteltern.

Nach dem 2. Londonausflug hatten wir nur noch ein paar Tage Unterricht und ein paar wenige freie Nachmittage, die ich in vollen Zügen genoss (wie z.B. das Putting, auch wenn ich auf  halber Strecke aufgab, weil ich keine Geduld mehr hatte).

Zu einem dieser Tage gehörte der Nachmittag in Hastings, wir waren an der Burg und am Pier. Am Abend erzählte ich meiner Gastmutter, was ich alles gesehen habe und diese schaute mich entgeistert an und meinte, dass sie zu ersten Mal höre, dass in Hastings eine Burg sein ( Aber die historische "Ruine " sah, wenn ich ehrlich bin, schon sehr nach Burg aus).

Die letzten beiden Tage verbrachte ich mit meinen neuen Bekanntschaften und wir wurden alle traurig, wenn wir an die Heimfahrt dachten.

Am letzten Abend gingen wir alle zusammen zu einem BBQ am Strand und genossen es noch mal, alle zusammen zu sein. Als wir dann endlich zu Hause waren, trank die Gastfamilie noch Tee mit uns und fragte, wie es uns gefallen hätte und ob wir uns auf zu Hause freuen.
 
Am  nächsten Morgen konnten wir etwas länger schlafen und als wir dann so etwa gegen 12 Uhr unsere Koffer gepackt hatten, brachte uns die ganze Familie zum Busplatz und verabschiedete sich sehr herzlich von uns.

Auf der Heimfahrt sammelten wir noch die anderen aus Brighton ein und kamen nachmittags in London am Flughafen an. Bevor ich in das Flugzueg stieg, verabschiedeten wie uns alle von denen, die nicht nach Frankfurt flogen und dann ging es wieder nach Hause.

Als wir in Frankfurt landeten, war es schon sehr spät, aber wir waren alle noch wach und bestens gelaunt, aber dennoch traurig.

Die Verabschiedung zog sich sehr in die Länge, weil wir mittlerweile alle sehr aneinander hingen.

Dann endlich fand ich meinen Koffer und ging raus zu meinen Eltern und fuhr nach Hause. Nach der langen Heimfahrt war ich dann aber doch sehr froh, wieder zu Hause zu sein und fiel, nachdem ich meiner Familie meine Erlebnisse erzählt hatte, müde ins Bett.

Wenn ich an die zwei Wochen in Eastbourn denke, habe ich eine sehr schöne Zeit in Erinnerung und denke mir, dass ich eigentlich gleich wieder dorthin fahren möchte.
Ich kann es nur empfehlen, denn wenn man von meinen Erlebnissen absieht, habe ich auch sehr viel Neues dazu gelernt und damit nicht nur mein Englisch verbessert! 
 
 Franziska L.

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