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Paula L. berichtet aus Eastbourne (England)

Für dieses Jahr entschieden meine Eltern, meine Geschwister und mich für drei verschiedene zweiwöchige Sprachreisen in den Sommerferien anzumelden, damit wir lernen, auch mal ohne jemanden, den wir kennen zu verreisen und sozusagen auf "eigenen Füßen zu stehen".

Ich hatte von Anfang an total Lust darauf, da ich schon immer mal nach London wollte, woraufhin meine Eltern mir eine Reise nach Eastbourne- das ist an der Südküste Großbritanniens- buchten.

Als der Abreisetag dann immer näher rückte, hatte ich schon ein bisschen Angst, ganz allein, ohne Eltern oder Geschwister,  in ein fremdsprachiges Land zu einer Gastfamilie zu fliegen, doch als das Flugzeug abhob, breitete sich ein Gefühl der Gleichgültigkeit in mir aus. Warum, weiß ich auch nicht, aber das war mir lieber als Aufregung.

Auf dem Flug nach Großbritannien mussten meine begleitete Sprachgruppe und ich in München umsteigen, was leider einen ziemlichen Umweg bedeutete, aber da ich sowieso die meiste Zeit im Flugzeug schlief, kam es mir so vor, als wären wir im Nu in London Heathrow gelandet.

Von dort aus fuhren wir dann in einem Reisebus in das etwa drei Stunden entfernte Eastbourne. Auf dem Weg dorthin luden wir einige Sprachschüler in Hastings, einer etwas kleineren Küstenstadt, ab. Dort wurden sie von ihren Gastfamilien empfangen. Als wir dann endlich in Eastbourne ankamen, wurden auch die übrigen von ihren Gasteltern abgeholt. Allerdings mussten meine Mitbewohnerin Paula, mit der ich mich von Anfang an richtig gut verstand, und ich mit dem Taxi zum Haus unserer Gastfamilie fahren, da diese uns nicht abholen konnte.

Als der Taxifahrer uns in ein Gespräch verwickeln wollte, war ich froh, nicht allein zu sein, da ich mit der Situation komplett überfordert war und die simpelsten Sätze nicht mehr zustande brachte. Doch der Taxifahrer nahm uns das nicht übel und zeigte Verständnis. Als wir am richtigen Haus ankamen, wurden wir bereits von unserer Gastmutter erwartet, eine ältere, aber rüstige Dame. Sie zeigte uns gleich unser Doppelzimmer, wo wir uns einrichten durften. Das Haus  war nicht sehr groß, aber zweckmäßig. Leider auch etwas dreckiger, als wir es von zu Hause gewöhnt sind, aber mit solchen Dingen fand man sich schnell ab. Schließlich kann man zwei Wochen auch mit weniger Hygiene überleben.

Zu Anfang machte uns unsere Gastmutter mit einigen Regeln bekannt und zeigte uns alles im Haus, damit wir uns zurechtfanden. Diese Regeln hielten wir natürlich ein, das macht man einfach aus Höflichkeit und als Gegenleistung für die Gastfreundschaft. Das machte uns dann, glaube ich, auch ziemlich symphatisch, denn von da an bemühte sich unsere Gastmutter sehr um Paula und mich.

Die zwei Wochen vergingen sehr schnell, denn wir hatten jeden Tag volles Programm: morgens um halb sieben aufstehen, Nutellatoast (getoastet!) frühstücken, drei Stunden Unterricht, Nachmittagsaktivität mitmachen, Abendbrot essen, Lunchpaket für den nächsten Tag packen, duschen und dann ins Bett gehen. So sah der Tagesablauf aus, außer der am Wochenende. Da war es schon etwas entspannter ohne das frühe Aufstehen und den Unterricht.

Dennoch machte der Unterricht Spaß: Es kam nicht wie in der Schule auf Können und Leistung an, sondern auf Fleiß, gute Beteiligung und dass man sein Bestes gab. Auch die Lehrer gefielen mir gut. Sie waren nett, aber konsequent und gestalteten ihren Unterricht abwechslungsreich und motivierend.

In der Schule lernten wir einge Leute kennen, mit denen wir auch unsere Freizeit in Eastbourne verbrachten. Das machte die Zeit dort noch schöner. Unsere Lehrer boten uns täglich Aktivitäten, wie z.B. Schwimmen, Kino oder Disco an, von denen wir einige gemeinsam mitmachten.

Am besten gefielen uns die Londonausflüge. Bei dem ersten machten wir eine Sightseeingtour und sahen uns z.B. Westminster Abbey und den Buckingham Palace an. Beim zweiten Ausflug machten wir eine Umdrehung im gigantischen London Eye und danach durften wir uns frei in London bewegen und shoppen gehen. Nach allem, was ich in London gesehen habe, muss ich wirklich sagen, dass dies die schönste Stadt ist, in der ich je war. Noch schöner als Berlin und sogar Paris!

Nach einigen Tagen in Großbritannien kam mir der andere Straßenverkehr und das Englische kaum noch komisch vor: ich verstand alles, was die Leute sagten, nur mit dem Sprechen hatte ich bis zum Ende ein paar Problemchen.

In zwei Wochen kann man schließlich auch keine Wunder erwarten. Dennoch habe ich viel Sprachliches, aber auch eine Menge über Großbritannien und über die Briten selbst gelernt. Auf die Erfahrungen, die ich in diesem Land machen durfte, bin ich sehr stolz.

Mit unserer Gastmutter haben wir uns übrigens sehr gut verstanden. Sie hat uns am Ende sogar ein kleines Abschiedsgeschenk überreicht und uns angeboten, nächstes Jahr wieder zu ihr zu kommen, wodurch wir uns sehr geehrt fühlten.

Alles in allem hat sich die Sprachreise wirklich gelohnt. Eastbourne ist eine wunderschöne Küstenstadt mit einem sauberen Kiesstrand und türkisem Wasser, das, aber während meines Aufenthalts, leider noch zu kalt zum Baden war! Das einzige, was mich dort gestört hat, waren die aufdringlichen Möwen, die "ohne Rücksicht auf Verluste" Essen klauten. Die fressen wirklich alles- einmal stahl eine von den Nervensägen sogar eine Bananenschale, bei der es wenigstens nicht schade drum war.

Auch das Essen an sich ist, um ehrlich zu sein, nicht wirklich mein Geschmack: ganz anders als in Deutschland, irgendwie ungesünder, aber eine Erfahrung wert und durchaus zu überleben. Also es gibt wirklich Schlimmeres!

Trotzdem war ich froh, als es nach zwei Wochen dann wieder "way back home" ging und ich wieder deutsches Essen und vor allem meine Familie und Freunde wiedersah, denn so schön es auch war, dauerhaft in Großbritannien zu leben, könnte ich mir (noch) nicht vorstellen. Urlaub würde ich dort allerdings jederzeit wieder machen. Wer weiß, vielleicht schon nächstes Jahr wieder mit iSt...

Ps.: Bei meiner Sprachreise nach Großbritannien habe ich gelernt, dass man Klischees nicht glauben sollte, bevor man das betreffende Land nicht selbst einmal bereist hat, da sich die meisten Vorurteile z.B. den Briten gegenüber überhaupt nicht bewahrheitet haben. Klischees sind oberflächlich und entsprechen nicht immer der Wahrheit.

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