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Thedor W. berichtet aus Dublin (Irland)

Die letzte Schulwoche verstrich quälend langsam, wie jedes Jahr, aber ganz anders als in anderen Jahren rückte damit mein Abflug nach Dublin näher. Kaum waren Ferien, war ich damit beschäftigt, meine Sachen zu packen und ich fragte mich mit einem flauen Gefühl im Magen, warum ich so etwas überhaupt mache. Dann kam der Tag des Abflugs. Mit klopfendem Herzen verließ ich meine Familie, die mich bis zum Flughafen begleitet hatte. Natürlich bin ich schon öfter geflogen. Trotzdem ist es etwas anderes, wenn man alleine fliegt.

Nach fünf Minuten hatte ich meine größte Aufregung überwunden und passierte alle Stationen auf dem Weg zum Flugzeug. Im Flugzeug der irischen Fluggesellschaft Air Lingus traf ich dann ein nettes deutsch-irisches Ehepaar, das mir schon eine Menge zu Irland erzählen konnte. Nach etwa zwei Stunden Flug erreichten wir um fast Mitternacht den Dubliner Flughafen. Die Iren sind allgemein sehr freundlich, fast peinlich freundlich, was mir in diesem Augenblick zum ersten Mal auffiel. Das deutsch-irische Ehepaar begleitete mich wie selbstverständlich von der Gepäckausgabe weiter bis zum Ausgang, um darauf zu achten, dass ich auch abgeholt werde. Glücklicherweise musste ich auch nicht warten, da eine Mitarbeiterin von CES, der Partnerorganisation von iSt, mich empfing.

Dann kam der Sprachschock. Da ich bis dahin nur Deutsch geredet hatte und auch nicht wirklich darauf vorbereitet war, Englisch zu sprechen, brachte ich zunächst kein Wort heraus. Auch während der Fahrt zu meiner Gastfamilie, bei der mir das Busticket und der Schülerausweis überreicht wurden, brachte ich nur sehr wenig hervor. Erst als ich bei meiner Gastfamilie ankam, wurde ich gesprächiger und unterhielt mich zunächst mit der Gastmutter. Später (es handelte sich hierbei um 15 Minuten, es war immerhin Mitternacht und ich musste am nächsten Tag um 9 Uhr aufstehen) zeigte sie mir das Zimmer, das ich mit einem spanischen Mitbewohner teilte, und das Badezimmer. Dabei kamen wir nicht Drumherum meinen Mitbewohner zu wecken, der dies aber stoisch ertrug.

Am nächsten Morgen wurde mir von meinem Mitbewohner viel erklärt, auch wenn am ersten Tag keine wirkliche Konversation möglich war, da ich mich erstmal an den leichten spanischen Akzent gewöhnen und von den perfekten Sprechern der Hör-Übungen im Englischunterricht Abstand nehmen musste. In den folgenden zwei Wochen unterhielten wir uns meist mehr oder weniger auf dem Weg zur Schule.

Am ersten Tag wurden alle Neuankömmlinge in den großen Pausenraum geführt, wo ein Einstufungstest geschrieben wurde. Danach wurde der Tagesablauf erklärt, der aus zwei (Block-)stunden, einer Mittagspause, einer Nachmittagsaktivität in der Gruppe (in meinem Fall in der iSt-Gruppe) und einer Abendaktivität mit allen Schülern von CES an dieser oder von mehreren Schulen zusammen, bestand.

Am ersten Tag machten wir eine Orientation-Tour, bei der man die Leute recht gut kennen lernte. Bei dieser Orientation-Tour wurde uns das Stadtzentrum gezeigt, damit wir uns an unseren angebotsfreien Tagen auch in der Stadt zurechtfinden. Die erste Woche verlief dann recht schnell, so schnell, dass ich mich nicht mehr wirklich an Einzelheiten erinnern kann, außer der Irish Night, wo uns unglaublich spannende irische Volkstänze und die interessante Musik samt Musikinstrumenten näher gebracht wurden.

Freitags war immer freier Tag, an dem man selber Sachen unternehmen konnte. Auch der Sonntag war frei, und in Irland sogar ein vollwertiger freier Tag, da Geschäfte und Museen in Stadtzentrum erstaunlicherweise geöffnet haben. Samstags machten wir immer einen Ganztagsausflug. So wurden Ausflüge nach Trim, Belfast oder Kilkenny angeboten, wobei man immer in seiner jeweiligen Gruppe dorthin unterwegs war. So verging auch die zweite Woche rasend schnell vorbei, bis ich unglücklicherweise am Freitag der zweiten Woche krank wurde, ausgerechnet an dem Tag, an dem ich mit meinen neuen Freunden eine große Shopping-Tour und einen abendlichen Kinobesuch geplant hatte. So konnte ich den zweiten Samstagsausflug nicht absolvieren. Bis Sonntagmorgen ging es mir nicht besser. Die iSt-Betreuerin kam aber, was größte Anerkennung verdient, am Sonntagmorgen und brachte mir die nötigen Medikamente, um mich für den Flug wieder aufzubauen. So fuhr mich mein Gastvater frisch gestärkt zum Flughafen, wobei wir uns nun, nach zwei Wochen Sprachkurs, bestens unterhalten konnten.

Kurz bevor ich die Sicherheitskontrolle erreicht habe, wurde ich von einem CES-Mitarbeiter angerufen, der sicherstellen wollte, dass mit mir alles in Ordnung ist. Nur wenige Minuten später bestieg ich das Flugzeug nach Berlin, wo ich schon von meiner Familie erwartet wurde.

Zusammengefasst ist zu sagen, dass mir die zwei Wochen viel Spaß gemacht haben und mir die Scheu genommen wurde, mich mit Leuten anderer Nationen auf Englisch zu unterhalten. Die Schule hat allerdings zu einem geringeren Teil dazu beigetragen, als das Alltagsleben in der Gastfamilie. Trotzdem war die Schule recht interessant und die Lehrer waren alle sehr nett.
Zudem wurde keinerlei Druck gemacht und alle Lehrer gingen sehr auf die Wünsche der Schüler ein.

Diese Reise hat in mir die Lust erweckt, mich mit anderen Leuten in anderen Sprachen zu verständigen, da ich erkannt habe, wie einfach das eigentlich ist. Auch ist ein perfektes Schulenglisch nicht unbedingt nötig, um sich zu verständigen. Abschließend ist zu sagen, dass ich meinen Besuch in Dublin in bleibender Erinnerung behalten werde und eventuell auch später noch einmal eine vergleichbare Sprachreise machen will.

Thedor W.

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