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Stefanie Mesch berichtet aus Dublin (Irland)

In den Sommerferien hatte ich etwas Besonderes vor: Für zwei Wochen flog ich mit iST nach Dublin, um dort bei einer Gastfamilie zu wohnen, Englischunterricht in einer internationalen Sprachschule zu erhalten, Land und Leute kennen zu lernen und nebenbei natürlich auch ein bisschen Spaß zu haben und meine Ferien zu genießen.

Als der Tag des Abflugs immer näher rückte, wuchs auch meine Aufregung. Die letzten Reiseunterlagen kamen wie versprochen zwei Wochen vor Beginn des großen Abenteuers an und schließlich war es soweit: Sonntagsmorgens um halb 11 sollte mein Flieger gehen. Leider verspätete sich der Flug, sodass ich noch eine weitere Stunde am Flughafen herumsaß. Allerdings machte ich dadurch auch eine Bekanntschaft, die meine Nervosität ein wenig milderte: Eine junge Frau sprach mich auf meinen roten iST-Rucksack-Anhänger an und ich erfuhr, dass sie vor einigen Jahren ein Auslandsjahr mit dieser Organisation gemacht hatte und nur gute Erfahrungen vorweisen konnte.

Im Flugzeug traf ich schließlich auch noch zwei andere Jugendliche, die genau wie ich mit iST nach Dublin flogen, auch für zwei Wochen. Zufälligerweise saßen wir sogar hintereinander. Der Flug verlief ohne Probleme und auch mein Koffer, voll mit leeren Reisetagebüchern, freudiger Erwartung und einem kleinen Geschenk für meine Gastfamilie, kam unversehrt mit mir an. Am Dubliner Flughafen erwartete uns eine Reihe von Menschen, die allesamt Schilder mit Namen oder Organisationen hochhielten. Wir fanden das Schild mit „iST – team!“ sehr schnell und dort bekamen wir dann ein paar kurze organisatorische Infos. Daraufhin wurden wir zu einem Kleinbus gebracht und mit diesem Kleinbus zur church, dem Punkt, an dem wir uns auch während der zwei Wochen immer wieder zu Ausflügen und Aktionen treffen würden, gefahren.

 

Dort war dann der große spannende Moment, denn wir wurden von unseren Gastfamilien abgeholt. Mein Gastvater begrüßte mich herzlich und mein erster Eindruck war sehr positiv. In seiner Begleitung war eine andere Austauschschülerin aus Russland, die ebenfalls an diesem Tag angekommen war und die meine room mate werden würde. Wir fuhren mit dem Auto zum Haus meiner Gastfamilie, allerdings nicht ohne vorher zwei Mal den Weg zur Schule und wieder zurück abgefahren zu sein und von Joe, meinem Gastvater, auf markante Gebäude, Schilder, Geschäfte und unsere Bushaltestellen aufmerksam gemacht worden zu sein, damit wir uns schon einmal ein bisschen orientieren konnten.

 

Dann kamen wir „zu Hause“ an und ich begrüßte meine Gastmutter. Sie zeigte mir auch mein Zimmer, das zwar klein, aber gemütlich war und ich fühlte mich direkt wohl. Anschließend ging ich nach unten in die Küche, wo es lunch gab, etwas Salat und Schinken. Wir tauschten unsere Handynummern aus und begannen die ersten zögerlichen Gespräche. Am Nachmittag machten wir einen Ausflug nach Howth, denn ich hatte meiner Gastfamilie erzählt, dass ich schon einmal in Dublin gewesen war und dieses kleine Fischerdorf an der Küste so wunderschön fand.

Ich denke, dass es zu einem Großteil meiner wunderbaren Gastfamilie zu verdanken ist, dass ich meinen Aufenthalt in Irland so genießen konnte. Sie bestand aus meinen Gasteltern, ihren drei (erwachsenen) Söhnen und ihrer (erwachsenen) Tochter sowie deren kleinem Sohn. Meine Gastgeschwister kamen hin und wieder abwechselnd zum Essen oder zum Tee, sodass ich sie nach den zwei Wochen zumindest alle einmal gesehen hatte. Alle waren sehr nett und oft setzte ich mich abends, wenn ich von irgendwelchen Aktionen nach Hause kam, zu ihnen in die Küche, trank einen Tee mit und redete über dies und das, oder hörte auch nur zu und versuchte, so viel wie möglich zu verstehen.

Morgens frühstückte ich gegen 8 Uhr zusammen mit den anderen Gastschülern, die dort mit mir wohnten (in meiner ersten Woche zwei Mädchen, in der zweiten Woche ein Mädchen und zwei spanische Jungs), dann verließen wir mit einem Lunchpaket das Haus und kehrten meist im Laufe des Nachmittags zurück. Um 6 Uhr gab es dann dinner, worauf ich mich immer schon den ganzen Tag freute, denn es war einfach delicious. Es war auch kein Problem, dass ich eine Weizenunverträglichkeit hatte, das hatte die Organisation schon im Vorhinein mit meiner Gastmutter abgeklärt, sodass sie für mich besondere Cornflakes besorgt hatte oder abends eben für mich zum Beispiel eine weizenfreie Pizza machte. Sogar Muffins mit Dinkelmehl bekam ich von meiner Gastschwester gebacken. Abends gingen wir Gastschüler dann entweder noch einmal aus dem Haus, zu Aktivitäten von der Schule aus oder um uns mit neu gefundenen Freunden zu treffen (andere trafen sich teilweise auch mit den Freunden, mit denen sie die Sprachreise zusammen unternahmen, aber ich war ja alleine). Manchmal blieb ich aber auch einfach zu Hause bei meiner Gastfamilie, schaute mit ihnen zusammen fern oder spielte ein bisschen mit meinem kleinen „Gastneffen“ (dem Sohn meiner Gastschwester), der oft bei seiner granny zu Besuch war.

Vormittags hatten wir Unterricht. Der fand in einem gewöhnlichen College statt, das in den Ferien vom Centre of English Studies genutzt wurde. Am ersten Tag fand ein Einstufungstest statt und daraufhin wurden wir verschiedenen Klassen zugeordnet. Es waren Gruppen zwischen 10 und 15 Personen und sehr angenehm, locker und lustig. Im ersten Teil des Vormittags hatten wir Grammar Class, was bei uns im „Advanced“-Level allerdings nie so stupide ablief wie es vielleicht klingen mag. Die zweite Stunde war dann die Conversation Class, dort wurde mehr geredet und diskutiert.

Nach der Mittagspause standen dann meistens Programmpunkte an, die von iST organisiert wurden. Unsere Gruppenleiterin informierte uns im Vorhinein darüber, sodass wir uns darauf einstellen konnten. Meist fuhren wir zusammen mit dem Bus ins Stadtzentrum von Dublin rein (die meisten von uns, wie auch ich, hatten eine Fahrkarte für den gesamten Aufenthalt gekauft, was sich als sehr praktisch herausstellte, denn man musste sich keine Sorgen übers Bezahlen oder so zu machen – vor allem, weil die Dubliner Busse kein Wechselgeld geben). Dort angekommen, liefen wir meist noch ein paar Schritte zu Fuß und schauten uns unter anderem die St. Patrick’s  Cathedral oder das Guinness Storehouse an. An manchen Nachmittagen blieben wir aber auch auf dem Gelände des Colleges und nahmen dort die Sport-Angebote wahr.

Ich war ein wenig enttäuscht, als mir klar wurde, dass die Nachmittags- und Abendaktivitäten in einer rein deutschen Gruppe stattfinden würden, nämlich mit den Leuten von iST. Die Klassen waren zwar international gemischt und der Unterricht selbstverständlich auf Englisch, es waren ja auch irische Lehrer, die kein Deutsch konnten, aber nachmittags wurde dann eben doch eher Deutsch gesprochen, wenn wir auf irgendwelchen Sightseeing-Touren unterwegs waren.

Wie gerade schon angedeutet, trafen wir uns abends hin und wieder zu weiteren Aktionen, die dann oft zusätzlich bezahlt werden mussten, wie zum Beispiel das Anschauen der „Traditional Irish Night“ oder der Besuch beim „Dog Racing“.

Am Wochenende standen Tagesausflüge ins Landesinnere an, die sich manchmal als etwas unorganisiert herausstellten. Einmal bezahlten wir 5 Euro dafür, von einem Bus nach Nordirland gekutscht zu werden, dort im Regen in einer Stadt herumzulaufen, wo in ein Festival stattfinden sollte, das wir aber nicht fanden, und schließlich wieder zurückzufahren. Aber so konnte ich wenigstens ein 2-Pence-Stück aus meinem Urlaub mitbringen. An anderen Tagen waren die Wochenendausflüge aber auch sehr schön, wie zum Beispiel der Besuch in Kilkenny, wo wir unter anderem das berühmte Kilkenny Castle besichtigt und an einer Stadtführung teilgenommen haben, oder in Wicklow.

Als meine zwei Wochen dann schließlich um waren, wurde ich von meiner Gastschwester nach einer letzten Küstenrundfahrt über Malahide und Howth (die beiden Küstenorte, die mich während meines Aufenthalts am meisten fasziniert hatten) zum Flughafen gebracht. Dort erwartete ein Mitarbeiter der Sprachschule die anderen deutschen Schüler, die mit mir fliegen würden und mich. Er sorgte dafür, dass unser Gepäck ins richtige Flugzeug verfrachtet wurde. Doch auch jetzt kam mein Koffer, voll mit Fotos, schönen Erinnerungen und Souvenirs für Freunde und Familie, heile am Zielflughafen an.

Als wir am Sonntagabend um halb 9 über dem sonnenbeschienen Düsseldorf kreisten, ließ ich meine Gedanken noch einmal zurückwandern auf zwei wunderschöne Wochen, die mir auch für mein Englisch sehr viel gebracht hatten. Sowohl das ständige Englisch-Sprechen mit meiner Gastfamilie als auch der Unterricht konnten meine Sprachkenntnisse deutlich verbessern und nahmen mir vor allem die Hemmschwelle vorm Englischsprechen.

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