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Christian Boermel berichtet aus Malaga/La Brisa (Spanien)

Nach einem Jahr Schul-Spanisch, dazu noch in einer AG, habe ich mich entschlossen, meine Sprachkenntnisse etwas voranzubringen und einen 3-wöchigen Kurs in Málaga zu absolvieren. Nicht ganz unerfahren in Sachen Sprachreisen, ich war bereits das Jahr zuvor in England, stieg ich also gespannt in das Flugzeug.
Die Anreise lief reibungslos und bestens ab, bereits beim Umsteigen in Frankfurt am Main lernte ich einige neue Teilnehmer kennen. In Málaga wurden wir sofort von Fahrern, die Schilder mit unseren Namen hielten, empfangen und zum „Club Hispanico“ gefahren, wo jeder den Schlüssel zu seinem Apartment bekam und mit dem Taxi auch hingefahren wurde.

Ich kam zusammen noch mit zwei anderen Mädels im Apartment an und zusammen mit einem Koreaner und einem Schweden waren wir also zu fünft. Wo das Spanisch schnell am Ende war, half Englisch bestens weiter, die Atmosphäre war sehr entspannt, vielleicht zu entspannt, denn so ganz schienen der Koreaner und der Schwede das System von Kochen, Essen und wenigstens abends Abwaschen und sauber machen noch nicht verinnerlicht zu haben. Aber mit ein bisschen Fingerspitzengefühl und diplomatischen Geschick, bekam man den Berg von schmutzigen Geschirr schließlich weg. Blieb noch das Problem von den unzähligen Zwiebelstückchen im Gasherd...

Ich teilte mir ein Doppelzimmer zusammen mit dem Koreaner. Kleiner Schreibtisch, Spiegelkommode, großer Wandschrank – nicht schlecht, im Vergleich zu den anderen beiden Doppelzimmern, die meistens nur einen großen Schrank zum Inventar hatten. Im ganzen Apartment gab es zwei kleine Badezimmer, deren Dusche/Badewanne immer wieder mit einem interessanten Temperaturverlauf überraschte. Dazu eine Küche, mit ganz normalen und für fünf Personen etwas zu kleinem Kühlschrank, dem erwähnten Gasherd und einer rettenden Mikrowelle. Daneben war noch ein Raum mit Waschmaschine, die zu bedienen etwas Experimentierfreudigkeit gehörte. Nicht zu vergessen einen ordentlichen Aufenthaltsraum mit dem Fernseher, obwohl spanisches Fernsehen einem spätestens nach fünf Minuten auf die Nerven ging. Vor allem wenn man bei den täglichen Karaoke-Shows das Wörtchen „corazón“ in allen Schnulzen mitlesen durfte...

Das Apartment lag direkt an einer der beiden größeren Hauptstraßen in „El Palo“, das spanische Verkehrsverständnis bekam damit ständig und wörtlich „um die Ohren gehauen“: zwischen Gebrumme und Geknatter von Motorrollern und Quads ertönen Hupen in allen Variationen und durchweg auf maximaler Lautstärke. Und wirklich los geht es auf den Straßen nämlich erst am späten Abend...
Tut aber nichts zur Sache, denn um die Zeit ist man selber unterwegs. Der Strand ist schließlich nicht weit weg gewesen, von meinem Zimmer konnte ich sogar das Meer sehen.

Am ersten Schultag dachte ich schon, bei der Hitze kann ich ja nie was lernen, doch in der alten Villa unter den hohen Schatten spendenden Palmen und dank Ventilator war es recht angenehm. Da es bei mir noch nicht viel einzustufen gab, war es nicht schwierig in die richtige Gruppe zu gelangen. Die jeden Tag wechselnden Lehrer waren durchweg sehr nett, locker und oft auch ziemlich witzig drauf und wussten einem gut den Stoff zu vermitteln. Erst zwei Stunden Grammatik mit dem ersten Lehrer, die nächste Übungen dazu mit einem anderen Lehrer und wieder ein anderer für eine letzte Stunde, die nur (freies) Sprechen zum Inhalt hatte.
Angenehm waren die kleinen Klassen, zwischen neun und zwölf Personen waren wir meistens. Nicht zu vergessen sind die Hausaufgaben, die sich allerdings in der Regel in einer Viertelstunde erledigen ließen.

Sehr schlaf-verträglich hatten sich für mich die Unterrichtszeiten in den ersten beiden Wochen gestaltet: von 16:00 – bis 20:00 Uhr war es perfekt an Spanien angepasst. Die Nächte gehen dort nämlich erst so gegen 23:00 Uhr los und sind vor allem ausgesprochen lang. Da tut es durchaus gut, lange schlafen zu können, vor der Schule nochmal gemütlich sich an den Strand zu legen oder bei den Aktivitäten mit zu machen.
Diese waren sehr unterschiedlicher Natur. Ausflüge an den malerischen Strand von Tarifa gehörten ebenso dazu wie Sehenswürdigkeiten in Málaga selber oder nach „Aquavelis“, einem riesigem Erlebnisfreibad mit vielen grandiosen Rutschen.
Aber man machte auch mit der Gruppe Sport am Strand, hauptsächlich Volleyball natürlich.

Der Strand von „El Palo“ war sowieso Hauptaufenthaltsort gewesen. Tagsüber zum chillen und die Sonne genießen, abends um in einer der unzähligen Bars lustige Nächte zu verbringen. Oder auch ein Uhr morgens noch am Strand mit den Leuten bei einem „Tinto de verano“ zu sitzen und den Urlaub zu feiern. Erwähnenswert sind die vielen Stände, perlenartig vor den Restaurants aufgereiht, übervoll mit Schmuck, Souvenirs und Schnick-Schnack aller Art. Man merkt dort vor allem welchen glorreichen Ruf Che Guevara eigentlich besitzt.

Sehr offen und tolerant waren auch die Bewohner Málagas eingestellt. In den kleinen Läden und Supermärkten waren die Leute immer freundlich und zuvorkommend, versuchten oftmals mit erstaunlicher Ausdauer zu erklären, wenn man etwas nicht verstanden hatte. Was bei den Redegeschwindigkeiten oft vorkam.

Der Süden Spanien ist ein tolles Erlebnis und aus Sicht einer Sprachreise von vielen Erlebnissen geprägt. Nicht nur das Erlernen von Spanisch spielt dabei eine wichtige Rolle, auch die neuen Kontakte zu einer anderen Kultur und Lebensweise sind einprägend. Die Bedeutung solcher Erfahrungen lässt sich nicht überschätzen.

Ich möchte IST an der Stelle für die gelungene Reise danken!

Hasta luego,

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