Erfahrungsberichte aus Oxford

Hertord College: Sophia Grassy

Oxford, Herford College

An einem Sonntagvormittag startete ich meine dreiwöchige Reise nach Oxford. Der Flug sowie der Transfer zum College verliefen reibungslos.

Im College wurden alle Neuankömmlinge, die nach und nach eintrafen, nett von den Betreuern begrüßt und durch das College geführt.  Gleich zu Beginn waren wir von den Collegegebäuden und deren Atmosphäre beeindruckt. Das Hertford College gehört zu den ältesten Colleges in Oxford und ist besonders für die Seufzerbrücke bekannt, die die beiden Hauptgebäude miteinander verbindet. Während den ganzen Tag Reisegruppen vor der Brücke standen und Fotos machten, konnten wir ihnen von der Brücke aus zuwinken.  Das College hat drei Innenhöfe,  in denen man sich in den Unterrichtspausen oder in der freien Zeit mit Freunden treffen kann.

Die Zimmer, meist Doppelzimmer,  sind ausreichend groß und überraschend komfortabel eingerichtet. Zusätzlich zu den Betten, Schränken und Sitzmöglichkeiten verfügt jedes Zimmer über ein eigenes kleines Waschbecken mit Spiegel. Die Duschen und Toiletten befinden sich in den einzelnen Stockwerken.  Ich teilte mir mein Zimmer mit einer anderen Deutschen, mit der ich mich sehr gut verstand.

Das Collegeessen war nicht übermäßig gut aber da es meistens eine kleine Auswahl an verschiedenen Gerichten, Obst, Brötchen und Yoghurt gab,  fand man immer etwas, das einem schmeckte. Und falls das einmal nicht der Fall war, konnte man sich in der Stadt etwas kaufen.

Da die Schüler, die ihre Sprachreise schon früher begannen,  am Sonntag  einen Ausflug nach London machten,  war es am ersten Tag noch sehr ruhig, aber trotzdem lernte ich schnell einige nette Leute aus Spanien und Deutschland kennen, mit denen ich mich während der nächsten Zeit anfreundete. Überhaupt halte ich es für sinnvoll,  eine Sprachreise allein zu machen, da man in den Colleges  viele nette Leute trifft, die auch allein unterwegs sind.

Am Montagmorgen versammelten sich alle neuen Schüler in der sehr großen und wunderschönen Dininghall, die an die „Große Halle“ von Harry Potter erinnert, zum Einstufungstest. Der Test, der auch ein kurzes Gespräch mit einem der Lehrer enthält, ist nicht schwer und dient lediglich dazu, die Schüler ihrem Englisch-Niveau entsprechend in Klassen einzuteilen.

Anschließend erhielten wir eine kleine Stadtführung durch die nähere Umgebung.  Da sich das College mitten im Stadtzentrum befindet,  kann man Oxfords Einkaufstraßen gut zu Fuß erreichen. 

Unsere ersten Unterrichtsstunden hatten wir am Dienstag. Die Klassen bestehen aus 10 bis 14 Schülern unterschiedlicher Nationalitäten. Ich hatte  Klassenkameraden aus Polen, Spanien, Italien, Belgien, Taiwan, Frankreich und Japan. Die Lehrer waren alle sehr nett und gaben sich Mühe, den Unterricht interessant zu gestalten. Wir diskutierten verschiedene Inhalte, lasen und verfassten kurze Texte  und spielten Vokabelspiele.  Schüler aus den Klassen für Fortgeschrittene konnten sich das Thema für den Nachmittagsunterricht dienstags und donnerstags  frei wählen. Es standen Themen wie Press-Club, English in science, history of Oxford, debating oder Shakespeare zur Auswahl.

In unserer Freizeit gingen wir Shoppen in Oxford, besichtigten andere Colleges, nahmen am Sportprogramm teil oder entspannten in einem riesigen Park in der Nähe des Colleges. Eine deutsche IST Betreuerin organisierte regelmäßig Ausflüge für uns. Wir besichtigten die Bodlein library, machten einen Ausflug in ein Outlet-Village und  einmal gingen wir „punten“, das heißt Stocherkahnfahren.  Sonntags fuhren wir alle nach London, wo wir nach dem Sightseeing auch noch viel Freizeit hatten.  Abends konnte man in die Stadt, in den Park oder  in eine Disco in der Nähe des Colleges  gehen. Manche Abende  verbrachten wir aber auch  im College bei einem Karaoke Abend, einer Talentshow oder  in einem der Innenhöfe.

In diesen drei Wochen habe ich viele Erfahrungen gesammelt, Englisch gelernt und vor allem viele sehr gute Freunde gewonnen. Da fiel der Abschied schon sehr schwer, aber es werden schon Wiedersehens-Treffen geplant.

Ich fand die Sprachreise nach Oxford super  und kann sie jedem weiterempfehlen.

Sophia

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