Erfahrungsberichte aus Malaga/ La Brisa

Málaga/La Brisa: Anna Laeng

Vorfreude

Schon seit einigen Jahren wollte ich unbedingt ins Ausland gehen, um meine Sprachkenntnisse zu verbessern. Ursprünglich hatte ich vor, während der 11.Klasse ein ganzes Jahr im Ausland zu verbringen, doch das ist leider nicht zustande gekommen. Deshalb habe ich beschlossen, nun eine Sprachreise zu machen. In meiner Schule lag ein Prospekt von iST Sprachreisen, den ich in einer Freistunde einfach mal durchgeblättert habe. Darin fand ich die Sprachreise nach Málaga, die sogleich meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Ich informierte mich bei der Organisation näher darüber und das Angebot gefiel mir sehr gut. Bereits vor einem halben Jahr buchte ich die Reise. Ich freute mich jeden Tag mehr darauf und konnte es kaum erwarten, endlich im Flieger zu sitzen. Ein paar Tage vor meiner Abreise erhielt ich die Adresse meiner Gastfamilie und konnte schon mal Kontakt zu ihr aufnehmen.

Anreise

Meine Anreise hat sehr gut geklappt. Ich bin von Zürich direkt nach Málaga geflogen und hatte einen wundervollen Panoramaflug. Vom Flugzeug aus konnte ich die Alpen und später die Pyrenäen sehen. In Málaga erwarteten mich 23° und traumhaftes Wetter. Am Flughafen bin ich von einem Transfer abgeholt worden, der mich dann direkt zu meiner Familie gebracht hat.

Bild: Ausblick auf die Umgebung von Málaga kurz vor der Landung

Familie

Meine Gastfamilie bestand aus Angela und Juan (Eltern) und den drei bereits erwachsenen Kindern Juan, Cristina und Angel. Ich fühlte mich bereits von der ersten Minute an wohl, weil mich die Familie sehr herzlich bei sich aufgenommen hat. Ich habe ein schönes Zimmer bekommen und fühlte mich wie zuhause. Meine Gasteltern taten sehr viel dafür, dass ich mich in ihren Alltag einleben konnte. Wir aßen oft zusammen und ich kam in Genuss von bester spanischer Küche. Der Aufenthalt bei der Gastfamilie hat mir sehr viel gebracht, weil ich mit ihr natürlich nur Spanisch sprechen konnte. Meiner Meinung nach gibt es nichts besseres, als mit einer Familie am Tisch zu sitzen und über Gott und die Welt zu plaudern. So lernt man die Sprache sehr schnell und kann auch zuhören, wenn andere Menschen Spanisch sprechen. Bereits nach wenigen Tagen habe ich mich an die Sprache gewöhnt und konnte den Konversationen viel besser folgen. Das spanische Familienleben ist im Vergleich zu Deutschland viel intensiver und die Familie hat in Spanien einen hohen Stellenwert.

Bild: Meine Gastmutter Angela und ich

Schule

Meine Schule „La Brisa“ lag etwa zwanzig Gehminuten von meinem Wohnort entfernt und war bequem mit dem Bus oder auch zu Fuß zu erreichen. Ich bevorzugte es, zu Fuß in die Schule zu gehen, weil ich dann jeden Tag einen schönen Spaziergang entlang des Strandes machen konnte. Die Schule befand sich in einer alten spanischen Villa. Manchmal hatten wir drinnen Unterricht, aber meistens begaben wir uns nach draußen in den paradiesischen Palmengarten. Was gibt es schöneres als unter Palmen zu lernen! Wir waren ca. sechs SchülerInnen in unserer Gruppe, was eine ideale Zahl ist. So kann man gut lernen und es waren auch genügend Gesprächspartner für Diskussionsrunden dabei. Die Unterrichtsstunden waren nach Themengebieten geordnet. Jeden Tag behandelten wir ein Grammatikthema, welches wir dann anschließend in den Konversationsstunden anzuwenden versuchten. Der Unterricht gestaltete sich somit sehr abwechslungsreich und enthielt die ideale Mischung zwischen Grammatik und Sprechen lernen. Die Lehrer waren alle sehr motiviert und witzig und konnten den Stoff auch sehr anschaulich vermitteln. Man merkte fast gar nicht, dass man in der Schule war, sondern man fühlte sich eher wie im Urlaub. So sollte es meiner Meinung nach auch sein.

Die Mitarbeiter der Schule waren rund um die Uhr erreichbar (Notfallnummer), sodass ich immer einen Ansprechpartner hatte.

Málaga

Von der Stadt Málaga war ich positiv überrascht. Ich wusste davor nichts über die Stadt und ließ mich somit einfach überraschen. Das Stadtzentrum und auch alle anderen Stadtteile sind durch ein sehr gutes Busnetz verbunden und man erreicht praktisch jeden Ort damit. Im Zentrum gibt es neben unzähligen Restaurants auch sehr viele Geschäfte, in denen man stundenlang verweilen kann. Doch Málaga ist nicht nur ein Shoppingparadies. Auch kulturell hat die Stadt einiges zu bieten. Es gibt beispielsweise eine wunderschöne Kathedrale oder das Picasso Museum. Ich war gerade während der Semana Santa (Osterwoche) in der Stadt, sodass ich viele Prozessionen und andere Osterfeierlichkeiten hautnah miterleben konnte. In dieser Woche hat die Stadt ein ganz besonderes Flair, das sollte man unbedingt einmal gesehen haben.

Neben den Aktivitäten in der Innenstadt gibt es in Málaga auch einen sehr schönen Strand. In den Osterferien war es zwar noch zu kalt zum Baden, aber am Strand kann man auch prima joggen oder einfach ausspannen. Das Klima ist durch das Meer auch sehr angenehm.

Freunde

In der Schule habe ich viele tolle Leute kennengelernt und wir haben während den beiden Wochen sehr viel zusammen unternommen. Die Gruppe war wirklich super und so ist uns das Lernen auch viel leichter gefallen. Obwohl wir alle relativ weit voneinander entfernt wohnen, planen wir bereits ein Treffen, dass wir uns alle wiedersehen können. Ich hatte überhaupt kein Problem damit, dass ich alleine nach Málaga gereist bin. Bereits am ersten Schultag habe ich viele neue Leute kennengelernt, mit denen ich dann beide Wochen verbracht habe.

Rückreise

Nach zwei Wochen ging es leider viel zu früh schon wieder nach Hause. Aber wie man so schön sagt muss man immer aufhören, wenn es am schönsten ist. Mit meinem Sprachzertifikat in der Tasche trat ich nach zwei Wochen die Rückreise an. Ich wurde wieder von einem Transfer direkt bei der Gastfamilie abgeholt und zum Flughafen gebracht. Von Málaga flog ich wieder direkt nach Zürich zurück.

Fazit

Für mich hat sich diese Sprachreise von A bis Z zu 200% gelohnt. Meine Erwartungen wurden vor allem betreffend der sprachlichen Fortschritte um einiges übertroffen. Gewiss lernt man noch mehr, wenn man vier oder fünf Wochen bleibt, aber in zwei Wochen konnte ich trotzdem schon sehr viel verbessern. Der Schulunterricht war sehr stark auf die Sprache konzentriert, sodass man sehr viel zu Sprechen gekommen ist. Dazu kommen die Gespräche mit der Gastfamilie und man hört die Sprache ja auch sonst den ganzen Tag, sei es im Supermarkt oder im Bus. Durch die lockere Unterrichtsform hatte ich sehr viel Spaß am Lernen und es ist mir viel leichter gefallen als zuhause. Meine Gastfamilie hat mir auch einen sehr guten Einblick in die spanische Lebensart gegeben. Ich finde es sehr wichtig, dass man auch mal in das Land reist, dessen Sprache man schon seit Jahren in der Schule lernt. Wenn man im Hotel bleibt, bekommt man von der Lebensweise nicht so viel mit, aber wenn man zwei Wochen mit einer echten spanischen Familie verbringt, versteht man die Kultur danach viel besser. Ich habe eine ganz andere Seite von Spanien kennengelernt, die mittlerweile über den Eindruck aus dem Schulbuch weit hinausreicht. Neben der Sprache und dem Land habe ich auch ganz viele tolle Leute kennengelernt, mit denen sich lange Freundschaften ergeben werden. Auch von der Organisation hat alles gepasst, vom Flug über die Familie bis zur Schule – das war bestimmt nicht mein letzter Sprachaufenthalt in Spanien.

Liebe Grüße und vielen Dank für diese beiden wundervollen Wochen!

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