Málaga/La Brisa: David Wode

Schon lange wollte ich Spanisch lernen, aber da meine Schule in Deutschland diese Sprache nicht anbietet, entschied ich mich, in den Sommerferien selbstständig eine Sprachreise zu machen. Ziemlich schnell war für mich klar, dass es nach Málaga im Süden Spaniens gehen sollte, da es dort eine perfekte Mischung aus Lernen und Urlaub gibt. Schließlich war es ja auch Sommerferienzeit! Und diesen Kursort kann ich Euch nur weiterempfehlen! Ich war beim Reiseantritt 15 Jahre alt, und damit ein bis zwei Jahre jünger als die meisten anderen, aber das war überhaupt kein Problem.
Als die Reise kurz bevorstand, war ich schon sehr aufgeregt, da ich bislang nur sehr wenig Spanisch konnte und nicht wusste, wie es werden würde, mit meiner Gastfamilie zu kommunizieren. Auch traf ich noch in Deutschland auf überraschte Gesichter, als ich Freunden und Verwandten von meinem „verrückten“ Vorhaben erzählte.

Ich hatte jedoch schon vor dem Abflug von iST die Telefonnummern von anderen Teilnehmern bekommen, die mit mir auch von Frankfurt nach Málaga flogen, und so konnte ich mich schon im Vorfeld mit ein paar Leuten in Deutschland anfreunden. Im Flugzeug schlug meine Aufregung dann schnell in Vorfreude um und ich konnte die Ankunft kaum erwarten. Im Flughafen ging alles problemlos – iST hat sehr gute und detaillierte Unterlagen geschickt – und ich wurde mit zwei anderen Teilnehmern von einem Taxifahrer der Schule in meine Unterkunft gebracht. Meine Gastfamilie begrüßte mich sehr herzlich und ich verstand sogar einiges, was mir die Gastmutter sagen wollte, da sie sehr langsam redete und viel gestikulierte. Außerdem konnte mein österreichischer Mitbewohner schon genug Spanisch, um mir den Rest übersetzen zu können.
Die Zimmer waren klein aber fein, doch das einzige, das uns alle gestört hat, war, dass im Wohnzimmer fast ununterbrochen geraucht wurde. Zum Glück merkte man das aber in den Schlafzimmern nicht ganz so stark.

Die ersten 24 Stunden, den Sonntag, empfand ich als sehr lang, da ich nicht so recht wusste, was ich machen sollte, aber ab dem zweiten Tag waren die Tage wirklich perfekt und sehr abwechslungsreich. Leider gingen sie dann immer schneller vorbei.

Am nächsten Tag, dem Montag, wurden wir nach einem Einstufungs-Grammatik-Test in Lerngruppen aufgeteilt – ich kam in die absolute Anfängergruppe – und obwohl die Lehrerinnen fast nur Spanisch sprachen, gab es nur wenig Verständigungsprobleme. Leider merkte ich erst am Dienstag Nachmittag, dass dieses Kursniveau doch ein bisschen zu niedrig für mich war; zu diesem Zeitpunkt war es mir bereits verwehrt, in den nächsthöheren Kurs zu wechseln. Wenn ihr also Bedenken haben solltet, dass der Kurs möglicherweise nicht für Euch der richtige ist, gebt am besten gleich Montag bei den Lehrern Bescheid, dann ist Wechseln kein Problem.
Da jeden Freitag Tests geschrieben werden, die einen Kurswechsel ermöglichen, konnte ich dann aber am darauffolgenden Montag in eine neue Lerngruppe wechseln.

Es gab tolle Aktivitäten, die die Schule anbot, wie z.B. einen Ausflug nach Cádiz, Ausflüge in die tollen Museen in Málaga, eine Schiffsfahrt, eine Tour in die Berge, wo man in einem kristallklaren See schwimmen gehen konnte, eine Tapas-Tour uvm. Aber man konnte auch einfach selbst mit dem Bus in 20 Minuten ins Zentrum von Málaga fahren, sich im warmen Meer abkühlen und mit den netten neuen Freunden treffen. Daher mein Tipp: das pauschal angebotene Aktionpack lohnt sich nicht; bucht die euch interessierenden Aktivitäten am besten einzeln im Sekretariat und bezahlt separat. Dann könnt Ihr andere Dinge selbst organisieren, die sich aus meiner Sicht mehr lohnen. Ich habe z.B. am Wochenende mit einigen neuen „amigos“ selbstständig eine Tagestour nach Sevilla mit dem Fernbus gemacht, das war fantastisch!

Drei Wochen waren für mich eine gute Aufenthaltsdauer, die ich nur weiterempfehlen kann, auch wenn man schon Spanisch spricht. Man lebt sich sehr schnell ein und möchte am Ende gar nicht mehr weg. In meiner letzten Woche fand die „Feria de Agosto“ statt, ein neuntägiges Fest, bei dem Tag und Nacht gefeiert wird. Wenn ihr nach Málaga kommt, dann macht den Termin an der Feria fest. Denn von überall auf der Welt kommen Menschen, um hier die „echte spanische Fiesta“ zu erleben!

Ich kann mich jetzt ein bisschen auf Spanisch unterhalten und verstehe das allermeiste.
Also: Macht eine Sprachreise! Man sammelt viele neue Erfahrungen, schließt Freundschaften über die Zeit in Spanien hinaus, wird viel selbstständiger und hat die perfekte Kombination aus Urlaub und Sprachenlernen. Ich würde nach dieser Erfahrung auch gern weitere Sprachreisen unternehmen. Mal sehen, ob meine Eltern mir das finanzieren …"