Alexandra Müller

Im Herbst  habe ich zwei Wochen in einer Gastfamilie auf Jersey gewohnt. Die Anreise zur größten der fünf Kanalinseln verlief durch die Verspätung des Flugzeuges nicht ganz so reibungslos wie gedacht, da ich in London alleine den Flughafen wechseln musste und in Gatwick ein wenig umhergeirrt bin. Als ich dann allerdings in Jersey gelandet war, fand ich ohne Probleme meine Gastmutter, die in der kleinen Empfangshalle auf mich wartete.

Die ganze Insel ist ziemlich klein, sodass die Fahrt vom Flughafen in die Hauptstadt St. Helier nicht lange dauerte. Kaum betrat ich das kleine weiße Cottage, wurde ich auch schon von meinem Gastvater und dem dritten Familienmitglied, dem Westhighland- Terrier Harvey, begrüßt. Mein Zimmer lag im ersten Stock und war gemütlich eingerichtet. Während der ganzen Zeit war ich der einzige Gastschüler in der Familie und wurde sehr umsorgt. Besonders meine Gastmutter war sehr fürsorglich. Am ersten Wochenende zeigte sie mir den Süden der Insel, die Strände, den Ort St. Andrews und den Hafen von St. Helier. Zudem zeigte mir meine Gastmutter den Weg zur Bushaltestelle, an der ich am ersten Schultag in den Schulbus stieg und gleich ein paar andere Sprachschüler kennen lernte.

Das College lag ungefähr zwanzig Minuten von St. Helier an einem Hang oberhalb von St. Andrews und war neben den Klassenräumen, mit einem Pausenraum, einer großen Terrasse und einem Volleyballfeld ausgestattet.

Zunächst mussten alle Neuankömmlinge an einem Sprachtest teilnehmen. Je nach Leistung wurde man einer Klasse zugeteilt. In den ersten Tagen bestand meine Klasse aus 20 Schülern. Leider kamen alle aus Deutschland, sodass in den Pausen und in der Freizeit häufig nur deutsch gesprochen wurde. Sollte ich noch eine Sprachreise machen, würde ich im Sommer fahren, um auch Jugendliche aus anderen Ländern kennen zu lernen und mehr Englisch zu sprechen. In der zweiten Woche wechselte ich mit zwei anderen ungefähr Gleichaltrigen in einen anderen Klassenraum, um intensiver lernen zu können. Der Unterricht war insgesamt sehr abwechslungsreich, die Lehrer und Lehrerinnen sehr nett und interessiert.

Nachmittags hatten wir ebenfalls ein von der Schule gestaltetes Programm. Wir fuhren zu verschiedenen Stränden, besichtigten die Burg Mont Orgueil  und besuchten das Sportcenter in St. Helier. Gegen 17 Uhr wurden wir wieder nach Hause gefahren. Da meine Gasteltern meistens erst später von der Arbeit kamen, habe ich vor dem Abendbrot noch ein bisschen die Stadt erkundet oder bin mit einer neu gewonnenen Freundin durch die Queens Street gebummelt. Zu Abend gegessen habe ich immer mit meiner Gastfamilie und mich dabei mit ihnen über den Tag ausgetauscht. Am zweiten Wochenende bin ich mit ein paar anderen aus meinem College mit der Fähre nach Frankreich gefahren. Diese oder eine Fahrt nach Guernsey wurden ebenfalls vom College angeboten. Am Ende der zwei Wochen gab es ein Grillen mit allen Schülern und Lehrern. Zuletzt bekam jeder ein Zertifikat vom College.

Die Sprachreise hat sich wirklich gelohnt. Ich habe viele Erfahrungen gemacht, meine Englischkenntnisse trotz der vielen deutschsprachigen Schüler verbessert und neue Freunde gewonnen.

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