Hannah Kiwitzki

Mein Hastings Aufenthalt

Die Anreise
Als ich am Tag vor meiner Reise nach England im Bett lag, kamen mir alle
möglichen Gedanken. Werde ich mich verständigen können (ich war ja erst
11 Jahre alt)? Wird die Gastfamilie nett sein? Wer wird sich mit mir ein
Zimmer teilen? Wird diejenige überhaupt aus Deutschland kommen? Auf
einmal fühlte ich mich gar nicht mehr so wohl, wie die ganzen Wochen
davor. Doch meine Ängste sollten bald alle vorüber sein.

Als meine ältere Schwester (die nur widerwillig ihren iSt-Rucksack trug)
und ich dann im Flugzeug saßen, kam dann endlich die große Freude. Nach
dem gut einstündigen Flug stieg unsere ganze Gruppe dann auf dem
Londoner Flughafen aus, wo bereits der Bus wartete, der uns direkt nach
Hastings brachte. Ungewohnt war es schon, dass alle auf der „verkehrten“
Straßenseite fuhren! Nach zwei Stunden sahen wir dann auch schon sehr
viele nett lächelnde Engländer, die uns erwarteten. Meine Schwester
wurde vor mir aufgerufen und einer Familie zugeteilt. Und ich kam mit
zwei Mädchen (Katharina und Jasmin) zu Familie Hollet.

Die Gastfamilie
Wir drei Mädchen teilten uns ein Zimmer. Es war - wie auch das ganze
Haus - sehr klein, doch wir fühlten uns wohl, denn die kleinste Tochter
Emily, die ebenfalls 11 Jahre war, und ihr Bruder Charlie (9) waren sehr
nett zu uns. Ich habe immer noch Kontakt zu der Familie und der besten
Freundin Lizzie. Ich werde sie dieses Jahr sogar besuchen.

Der Unterricht
Zwei Tage später fing dann der Unterricht an. Natürlich war das meiste
in Englisch, deshalb wurden wir ganz zu Anfang mit einem Test in drei
Stufen eingeteilt. Unser Kursleiter war auch unser Grammatiklehrer. Von
ihm habe ich am meisten gelernt. Die anderen beiden Lehrer waren selber
Engländer, die uns eher den Gebrauch der Sprache beibrachten. Das
Schlimmste aber war, dass wir trotz Ferien ja früh aufstehen mussten.
Ein Bus-Ticket war uns aber zu teuer, deshalb sind wir jeden Morgen eine
dreiviertel Stunde durch den wunderschönen Alexandra Park gelaufen. Eben
so ein typisch gepflegter englischer Park. Die ersten Tage haben wir uns
zwar zwei-, dreimal verlaufen. Aber durch die Hilfe netter Engländer
haben wir den Weg doch noch gefunden.

Die Ausflüge
Die Aktivitäten, die dort gemacht wurden, waren eindeutig das Tollste.
Von Sport im Alexandra Park bis hin zu einem Tag nach London. Heute
finde ich, dass man wenigstens einmal in London gewesen sein muss.
Madame Tussauds Wachsfiguren, der Big Ben und das Changing of the Guards
vor dem Buckingham Palace sind einfach unbeschreiblich schön. Leider
konnten wir nicht mehr das London Dungeon sehen, da unsere kleine Gruppe
lieber shoppen oder in ein kleines Café gehen wollte. Doch auf alle
Fälle hat sich London gelohnt.

Der Abschied
Es fiel uns sehr schwer „good bye“ zu sagen. Denn ich habe dort sowohl
deutsche als auch englische Freunde gefunden. Die Mutter drückte mich
ganz fest - die anderen beiden Mädchen sind schon ein paar Tage vorher
abgereist - und ich versprach ihr, mich mal irgendwann zu melden, was
ich auch tat.

Ich kann allen nur raten, auch mal einen England Besuch zu machen.

Hannah Kikwitzki

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