Laura Witthöft

Sprachreise nach Hastings im Sommer 

Ihr wollt ein aufregendes und spannendes Erlebnis ganz für euch allein; ohne nervige Eltern? Ganz nebenbei noch Englisch und eine neue Kultur (kennen) lernen? Dann solltet ihr unbedingt eine Sprachreise gemacht haben!

Meine Schwester und ich haben uns auf einer Jugendmesse für iSt entschieden; unter anderem wegen des ansprechenden Kataloges und dem coolen Programm. Schnell war die Reise gebucht; für 3 Wochen sollte es nach Hastings gehen, an Großbritanniens schöne Südküste. Eine Freundin flog auch mit.

Als wir per Post unsere Unterkunft in den Gastfamilien mitgeteilt bekamen, war die Überraschung groß – trotz keiner zusätzlichen Angabe waren meine Freundin und meine Schwester zufällig in der selben Gastfamilie gelandet. Ich hingegen wartete ganz allein auf diese neue Erfahrung und die Gastfamilienzuteilung machte mich natürlich nicht entspannter.

Schließlich war es so weit und wir flogen mit unserem Reisebegleiter Ramon von Hamburg direkt nach London-Heathrow. Der Flug verlief ohne Zwischenfälle und in London trafen wir schließlich auf unsere restliche Gruppe, die aus anderen Teilen Deutschlands (und Österreichs) angereist war. Mit einem kleinen Bus ging es nach Hastings; zum Treffpunkt mit den Gastfamilien.

Ich war SO aufgeregt, als mich meine Gastmutter abgeholt hat, denn meine neue „Mitbewohnerin“ Leah aus Hannover war bereits an- und mitgekommen. Mit meiner Gastfamilie hatte ich echt Glück, denn meine Gasteltern Christine und Oliver waren total nett und herzlich. Sie wohnten mit ihren zwei Kindern Perry, Chantelle und Monty, dem Hund, in einem „normalen“ Einfamilienhaus im Norden Hastings.

 

Mit Leah habe ich mich jetzt nicht unglaublich gut verstanden, aber man musste eben das Beste daraus machen. Man muss immer dran denken: Es sind schließlich nur drei Wochen und nicht eine halbe Ewigkeit.

 

Die restlichen Wochen verlief das Programm entspannt: Am ersten Wochentag wartete für die „Schule“ ein Einstellungstest auf uns, welcher aber wirklich nicht schwer und hauptsächlich zum Ankreuzen war. Der (fast) alltägliche Sprachunterricht war okay und ganz gut, um die englische Grammatik zu wiederholen und allgemein ein wenig Landeskunde zu lernen. Mir persönlich hat er aber nicht sooo viel gebracht.

Viel wichtiger fand ich das selbstständige Zurechtfinden in Hastings, welches aber unerwartet gut funktioniert hat. Leah und ich mussten immer mit dem Bus zur Schule fahren, aber da unsere Gasteltern uns vor dem ersten Schultag den genauen Schulweg erklärt hatten, waren wir gut vorbereitet und alles hat geklappt.

Ich finde, ich habe mehr gelernt, flüssigeres Englisch zu sprechen und mich besser auszudrücken.

Die Ausflüge waren schön und vor allem die zwei London-Ausflüge waren ein Highlight.

 

Das Essen war (entgegen zahlreicher Vorurteile) gar nicht so schlimm – bei mir gab’s am ersten Abend zwar das typisch englische Gericht: Baked Beans mit einem komischen Käse-Schnitzel; aber da musste man eben mal durch. Außerdem hat meine Gastmutter immer aufmerksam gefragt, ob es uns geschmeckt hat und so kochte sie dann in den folgenden Wochen nur noch das, was wir mochten.

Ein bisschen doof war dann, als ich plötzlich krank wurde – ich hatte mir eine heftige Erkältung eingefangen und musste mit Fieber im Bett liegen. Doch selbst das habe ich durchgestanden und Christine und Oliver haben sich unglaublich lieb um mich gekümmert. Nach zwei Tagen stand ich dann auch wieder auf den Beinen. 

Insgesamt war die Sprachreise eine tolle Erfahrung und hat mich viel selbstständiger gemacht. Jetzt weiß ich, dass ich auch ohne meine Eltern gut klarkomme und mich zurechtfinden kann. Ich habe viele neue Leute kennen gelernt und meine Vorurteile gegenüber dem englischen Essen wurden (zum Glück) nicht bestätigt.

Wer also Lust hat, mal den Urlaub einer etwas anderen Art zu erleben, der sollte vor einer Sprachreise nicht zögern – ihr werdet es bestimmt nicht bereuen!