Erfahrungsberichte aus Montpellier

Eylena Triskatis

Meine Entscheidung meine Französischkenntnisse mit Hilfe von iST zu verbessern, war eher zufällig. So kurzfristig wie ich entschied, dass ich mich in Französisch prüfen lassen wollte und dass ich deswegen wohl noch etwas Übung in der Sprache nötig hätte war ich froh überhaupt einen vertrauenserweckenden Anbieter zu finden, der noch Bewerbungen zuließ. Im Nachhinein stellte sich das jedoch als eine meiner besten Entscheidungen heraus. Schon bei der Flugbuchung machte ich Bekanntschaft mit der netten und zuvorkommenden Beratung der iST-Mitarbeiter: Sie machten es sogar möglich, dass ich noch einen Zwischenstopp in Paris einlegen konnte um für 3 Tage eine Freundin zu besuchen und das zu einem Preis den expedia.de nicht mal ansatzweise hergab.

2 Wochen später fand ich mich plötzlich alleine im Flugzeug auf dem Weg von Paris nach Montpellier, dem ich mit eher gemischten Gefühlen entgegenblickte. Die Tage in Paris hatten gereicht um mir zu zeigen, dass die meisten Franzosen – gemäß dem Vorurteil – kein Englisch sprechen und dass mein eigenes Französisch alles andere als flüssig oder auch nur ausreichend für ein kürzeres Gespräch war. Ehrlich gesagt, ich hatte ziemlich Schiss vor dieser Woche.

Und am Flughafen von Montpellier verstärkte sich meine leichte Sorge noch ein wenig. Dort wurde ich von meiner Gastmutter in Empfang genommen – einer netten Dame Anfang 60, die mir ungefähr bis zur Hüfte ging und sofort anfing mich auf schnellem Französisch zu zutexten. Es war eine Tortur. Die Basiskommunikation funktionierte zwar, aber was sie mir außerdem noch alles mitteilte an diesem sonnigen Nachmittag auf der Autobahn, weiß ich bis heute nicht.

Ihre Wohnung lag direkt im Zentrum der schönen Altstadt von Montpellier, die ich noch am selben Nachmittag erkundete. Was mich gleich beruhigte: in dieser Studentenstadt sind die Preise für Getränke, Essen und Schuhe nicht so maßlos überteuert wie in Paris (ich hatte mir auch darüber schon Sorgen gemacht) sondern: im Gegenteil, selbst für Deutsche erschwinglich. Ein Crêpe kostete zum Beispiel nur 1,20 €. Zum Abendessen, das traditionell um halb 8 stattfand, bereitete meine Gastmutter eine Spezialität der Provence zu und nun lernte ich auch meine Gastschwester aus der Schweiz kennen. Sie war schon seit einer Woche da und schien bereits den größten Teil des Wortschwalls, ohne den meine Gastmutter nicht anzutreffen war, zu begreifen. Ich war einfach nur noch müde.

Am nächsten Morgen ging es dann in die Sprachschule – von unserer Wohnung nur knappe 2 Minuten zu Fuß entfernt – ein wahrer Luxus. Nach dem Einstufungstest begann der Unterricht bei meiner liebenswerten  und motivierten Lehrerin Eliane.  Sie erklärte uns alles in Ruhe, forderte uns zum Sprechen auf, machte Witze, ließ sogar grammatische Themen interessant erscheinen. Am Nachmittag hatte ich die Extrastunden, die den Intensivkurs vom Standartkurs unterscheiden. Auch diese Lehrerin war sehr nett und hatte auch ihre Vorteile (zum Beispiel ließ sie uns mehrfach auf Französisch debattieren – eine Erfahrung  ist das wert!), aber weit mehr genoss ich die Stunden bei Eliane, die sich einfach unglaublich viel Mühe gab und es schaffte jeden und jede von uns zum Sprechen zu animieren.

In der Sprachschule war die Mehrheit der Schüler aus der Schweiz. Wider Erwarten war das für mich als Deutsche aber kein Nachteil, denn bis ich die Schweizer unter sich verstand war mein Aufenthalt bereits fast vorbei, weswegen ich mich stattdessen mit einer Holländerin und einem Briten anfreundete. Zu unserem eigenen Erstaunen unterhielten wir uns tatsächlich auf Französisch und verstanden uns. Überhaupt war meine Angst vor der Sprache unbegründet. Ich kann zwar nicht genau sagen, was ich als größeren Erfolg ansah: mich mit meiner Gastmutter und Gastschwester am Abendbrottisch über Arbeitslosigkeit zu unterhalten und alles zu verstehen oder eine Flasche Wein für meine Eltern zu kaufen und mich dabei eine Viertelstunde lang beraten zu lassen – jedenfalls merkte ich meine Fortschritte mit dieser schwierigen Sprache täglich.

Montpellier ist eine wunderschöne Stadt (allerdings ist der Strand eine halbe Stunde vom Zentrum entfernt!), die viele Museen, Geschäfte, Cafés und Bars bietet und ausgesprochen nette Leute beheimatet. In meinen 5 Tagen dort, habe ich die Altstadt genau erkundet und an verschiedenen von der Schule organisierten Exkursionen teilgenommen. Auch das Nachtleben kam nicht zu kurz, wo ich dann auch den einen oder anderen Franzosen kennengelernt habe.  (Vorher hatten sich meine Kontakte mit Einheimischen auf die Lehrer und meine Gastmutter beschränkt).

Leider muss ich aber sagen: eine Woche war viel zu kurz.  Ich war kein einziges Mal am Strand, habe die besten Exkursionen (die natürlich am Wochenende stattfinden) verpasst und trotz aller Verbesserung, merkte ich erst gegen Ende ein wenig Sicherheit beim selber Sprechen. Dementsprechend bin ich schon am Überlegen wann ich es schaffe wieder hinzufahren. Eine Sprachreise mit iST erfüllt definitiv alle Anforderungen und: Montpellier est magnifique!

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