Erfahrungsberichte aus Montpellier

Julia Hartmann

Mein iSt-Sprachaufenthalt in Montpellier

Im September habe ich einen 2-wöchigen Intensiv-Sprachkurs in Montpellier gemacht und dort in einer französischen Gastfamilie gewohnt.

Nach einem Auslandsjahr in Irland, Dublin wollte ich unbedingt mein Französisch aufbessern und da bot sich ein Sprachkurs nur an.

Ich flog von Frankfurt Hahn mit RyanAir direkt nach Montpellier und kam dort gegen 20.00 Uhr an. Noch im Flugzeug kurz vor dem Landeanflug stellte ich mir erste Fragen: Wie sollte ich mich mit der Familie verständigen? Gab es wichtiges was ich wissen musste? Beim Anblick der Lichter Montpelliers in der Dunkelheit vergaß ich dann all meine Aufregung und verfiel in reine Vorfreude beim Anblick der verschiedenen Lichter bis hin zum Meer, das sich wie ein dunkler Teppich vor der Küste erstreckte.

Am Flughafen fand ich dann ohne Probleme meinen Gastvater und meine Gastschwester, weil sie ein Schild von meiner Sprachschule (ILA) mit meinem Namen hochhielten.

Bisher kannte ich sie nur durch ein kurzes Telefonat, aber sie waren mir auf jeden Fall von Anfang an sympathisch und ich begrüßte sie mit den französischen bisous – wobei mir später meine 14-jährige Gastschwester erklärte, dass man sich in Montpellier ganze drei! Wangenküsse gibt anstatt nur 2 wie in Paris.

Schon auf dem Weg zum Auto begannen die beiden mit mir zu reden und mir Fragen zustellen, so dass ich mich direkt willkommen fühlte und schnell Hemmungen zu sprechen verlor. In der Wohnung angekommen, traf ich dann auch meine Gastmutter, die natürlich auch super lieb war. Meine Gastschwester war sehr neugierig und aufgeschlossen und nach kurzer Zeit war ich mir ihrer größten Leidenschaft bewusst: Tokio Hotel! In ganz Frankreich wollen mittlerweile viele Schüler lieber Deutsch als irgendeine andere Fremdsprache erlernen und hierzu zählten auch meine Gastschwester und ihre Freundinnen.
Mein 1.Tag:

Liebenswürdigerweise begleitete mich meine Gastmutter an meinem ersten Tag bis zur Sprachschule im historischen Zentrum der Innenstadt und bewahrte mich so davor mich zu verlaufen. Insgesamt war der Weg bei Tageslicht aber nicht schwer, denn ich musste nur ein paar Stationen mit dem Bus fahren.

Um 8am gab es dann erstmal einen Kenntnistest in der Sprachschule mit allen anderen Neuankömmlingen wobei schon bald Kontakte entstanden. Es stellte sich auch nachdem Test, der aus Grammatikaufgaben und eigener Textproduktion bestand und etwa 45 Minuten dauerte, heraus, dass die meisten Teilnehmer aus der deutschsprachigen Schweiz kamen. Außerdem zahlreich vertreten waren Deutschland, die Niederlande, England und vereinzelt auch Schweden. Der Test stellte keine großen Schwierigkeiten dar, auch wenn ich weit davon entfernt war alles richtig beantworten zu können.

Da die Sprachschule sehr viele Schüler hatte wurden meine Unterrichtszeiten der ersten Woche auf den Nachmittag verlegt, was sehr angenehm war, weil man die Vormittage ausschlafen konnte und sich so von den Nächten, die oft sehr lang wurden, erholen konnte. Das Leistungsniveau, beruhend auf dem Test, kam mir auch richtig vor.

In der zweiten Woche hatte ich dann hauptsächlich vormittags Unterricht, wobei am Nachmittag natürlich noch der Intensivunterricht stattfand.

Die Lehrer meiner 2 Kurse waren beide sehr nett und gestalteten den Unterricht abwechslungsreich und ohne irgendeinen Leistungsdruck, jedoch fühlte ich mich dennoch gefordert und mir wurde fast nie langweilig. Besonders die kleinen Theaterstücke, die wir im Intensivkurs in kleinen Gruppen gestalteten und aufführten, gefielen mir und natürlich ist es ganz klar, dass in der Sprachschule kein Wort in einer anderen Sprache als Französisch gesprochen wurde. Fehlende Vokabeln wurden umschrieben und so erklärt ohne direkt zu übersetzten. Diese Methode hat mir sehr gut gefallen und mir mit meinem Französisch sehr weitergeholfen.

Das Durchschnittsalter der anderen lag ungefähr bei 22-25, was mich jedoch nie störte, da alle Leute sehr offen und freundlich waren und das Alter eigentlich keine Rolle spielte. Es gab jedoch genauso einige Teilnehmer mit über 50 Jahren sowie welche mit nur 16 Jahren. Schnell lernte ich eine nette Truppe kennen und abends trafen wir uns dann immer zum ausgehen und hatten jede Menge Spaß zusammen.

Tagsüber traf ich mich meist mit einer guten Freundin zum „magasiner“ (shoppen) und wir fanden schnell heraus, dass es in Frankreich viel zu viele schöne Läden gibt. Das Wetter war vor allem in der ersten Woche perfekt: ca. 28 Grad warm und Sonne am strahlend blauen Himmel. Jeden Tag wurden zudem Ausflüge von der Sprachschule angeboten, zu denen man sich jedoch früh genug anmelden musste.

Fazit: Es war zwar erst mein erster Sprachkurs im Ausland, aber es wird bestimmt nicht mein letzter gewesen sein, da es mir mehr als gut in Montpellier gefallen hat und ich außer neuen Freundschaften und Erfahrungen auch den Eindruck habe, dass ich mein Französisch doch stark verbessern konnte. Vor allem die verlorenen Hemmungen vor dem Sprechen und die neugewonnenen Vokabeln bedeuten mir sehr viel.

Ich kann so eine Sprachreise nur jedem weiter empfehlen egal welches Alter, jedoch wird bei so einem Sprachaufenthalt bei einer lokalen Sprachschule nicht ohne Grund auf ein Mindestalter von 16 Jahren hingewiesen, da eine gewisse Reife, Selbstbewusstsein und vor allem Selbstständigkeit vorausgesetzt werden. Der Tag muss selbst organisiert und strukturiert werden, im Gegenzug erhält man hierfür natürlich auch einiges mehr an Freiheiten.

Viele Liebe Grüße,

Julia Hartmann (17 Jahre, iSt Sprachaufenthalt, Montpellier)

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