Sophie K.

Hey girl, how are you doing? – so wurde ich in Canada überall begrüßt; sei es bei Starbucks, oder in ganz normalen Geschäften. Die Kanadier sind das freundlichste Volk, was ich bisher kennenlernen durfte. Mein Name ist Sophie. Ich bin 17 Jahre alt und verbrachte fünf Wochen meiner Sommerferien 2012 in Maple Ridge, in der Nähe von Vancouver, mit iSt.

Vor dem Flug war ich sehr aufgeregt. Das erste Mal so weit weg von zu Hause, in so ein großes Land, soweit weg- die Zeitverschiebung, niemanden zu kennen, Englisch außerhalb des Englischunterrichtes zu sprechen, etc. .

Im Flugzeug lernte ich einige Schüler/Innen, welche auch mit iSt nach Maple Ridge gingen, kennen. Mit einigen habe ich heute noch netten Kontakt. Dies machte es leicht, kein Heimweh zu haben.  

Meine Gastfamilie nahm mich wunderbar auf, sodass ich mein  Heimweh schnell vergaß. Mein Tipp zum Thema Heimweh: Seid (vor allem) die ersten Tage bei eurer Gastfamilie, bleibt nicht in euren Zimmern und skypt,etc. . Wenn ihr das Verlangen habt zu skypen, skypt bei eurer Gastfamilie! Sie freuen sich, eurer Familie, Freunden, etc. „Hallo“ zu sagen!
 
Meine Gastfamilie hat  eine Tochter in meinem Alter und einen Hund. Sie unternahmen von Anfang an viel mit mir -gingen mit mir in die riesen Shopping-Malls und zeigten mir die Umgebung und Vancouver.  Außerdem fuhr meine Gastmutter mit mir für wenige Stunden in eine Mall in die USA- das war ein Erlebnis mit langer Wartezeit an der Grenze und vielen Formularen zu unterschreiben.  Mit Laura und Kathrin, die ich im Flugzeug kennen gelernt habe, habe ich auch viel am Wochenende unternommen – unsere Gasteltern fuhren uns zu großen Seen in der Nähe, wir gingen shoppen, zu Tim Hortons, etc. . Obwohl sie wie ich aus Deutschland kommen, versuchten wir von Anfang an auch Englisch zu reden.  Da wir auch viel in unserer Freizeit mit den Guys aus anderen Nationen unternahmen, war Deutsch zu reden sowieso „verboten“. Aber die deutschen Jungs brachten den Chinesen und Mexikanern die lustigsten deutschen Sätze bei und umgekehrt. 

Von Montag bis Freitag wurden wir von unseren Gasteltern früh morgens in die Schule gefahren und nachmittags oder manchmal auch spät-abends wieder abgeholt. Dreimal in der Woche hatten wir vormittags spielerischen Unterricht auf  Englisch. Wir verglichen Canada mit unseren unterschiedlichen Heimatländern, recherchierten vorgegebene Themen rund um Canada und hielten kurze Präsentationen, spielten typisch –kanadische Spiele, sowohl im Freien, als auch im Gym, wie Basketball und Hockey, etc. .

Am Nachmittag/ an den zwei anderen komplett freien Tagen die Woche, machten wir Ausflüge zu Seen, fuhren Kanu und Kajak, gingen wandern, shoppen, machten Sightseeing, besuchten Vancouver, machten ein Picknick, besuchten Whistler und machten Ziplining vor Ort.  Gingen klettern, Bananaboot fahren, bowlen, segeln, fuhren mit der Fähre nach Victoria, nicht zu vergessen das faszinierende Whalewatching  und vieles mehr. Unser Shuttleservice war zu 95% ein typisch alter, gelber kanadischer/amerikanischer Schulbus. Bevor wir aus dem Bus stiegen, bekamen wir von unseren fantastischen Betreuern wie Lori und Leanne ( siehe Bild)  schmale Bänder, welche wir an unseren Rucksack oder Handgelenk  befestigen konnten, wo die Telefonnummern und Anschrift unserer Guides drauf stand, im Falle, dass wir verloren gehen könnten- für unsere Sicherheit war immer bestens gesorgt.  Ich habe mit sehr viel Wehmut Canada verlassen, aber mein Entschluss, wiederzukommen hat mich sehr mit Freude erfüllt.

Wir hatten auf jeden Fall eine Menge Spaß und haben viel für unser Leben an Erfahrung und Wissen gewonnen. Ich selbst halte demnächst ein sehr umfangreiches Referat über Canada und lerne noch weitere Facetten dieses riesigen Landes kennen.

Ich kann, denke ich, im Namen aller sprechen, welche diese wunderschönen Wochen mit mir verbracht haben, dass wir uns keine schöneren Ferien hätten vorstellen können und es immer wieder machen würden.

Ich hoffe, ich konnte euch/ Ihnen einen kleinen Einblick in meinen Kanadaaufenthalt geben.

Mit freundlichen Grüßen,

Sophie