Maike Wrede

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Meine New York Reise war unvergesslich! Schon als ich klein war, wollte ich nach New York und mit 17 Jahren hielten mich meine Eltern endlich für alt genug, um mit meiner besten Freundin, auch 17, eine dreiwöchige Sprachreise nach New York zu machen – die beste Entscheidung meines Lebens!

In New York standen drei Sprachschulen zur Verfügung. Ich persönlich war in Midtown in der Schule – mal ganz nebenbei, wir sind dort des Öfteren auf Stars getroffen!

Am ersten Tag wurde unser sprachliches Level getestet. Zuerst ein sprachlicher Test in Form einer Unterhaltung, daraufhin ein grammatikalischer Test am Computer und schlussendlich ein schriftlicher Teil. Ich hatte wenig Probleme damit, da ich in der Schule schon 8 Jahre Englisch lernte. Somit war ich auch Level Advanced (C1 Level). Damit war der erste Schultag auch schon beendet. Schon am ersten Schultag war der Eindruck der Schule perfekt – lustige und nette Leute, alle sehr zuvorkommend, sowohl Schüler als auch Lehrer.
Am nächsten Tag ging es dann in die Klassen. Ich war in der afternoon-class, das heißt mein Unterricht verlief von 13.40 Uhr bis 16.40 Uhr. Eigentlich wollte ich in die morning-class wechseln, aber schon als ich am ersten Abend mit meinen classmates unterwegs war, hab ich bemerkt, dass ich den Schlaf morgens brauchen werde und eigentlich auch gerne in der netten Klasse bleiben wollte, also habe ich doch nicht gewechselt, worüber sich alle sehr gefreut haben!
Meine beste Freundin war ein Level unter mir (allerdings hat sie zur zweiten Woche hin das Level zu mir hoch gewechselt), das hieß ich war auf mich allein gestellt. Mit gemischten Gefühlen ging es in die Klasse, doch die mulmigen Gefühle legten sich sofort. Ich kam in die Klasse und wurde herzlichst willkommen, direkt nach Name, Herkunft etc. ausgefragt und am Abend eingeladen mit allen weg zu gehen. Ich habe mich von Anfang an sehr wohl gefühlt. Auch unsere Lehrerin untermalte meinen ersten Eindruck – dieser hielt übrigens die ganze drei Wochen über an!

Der Unterricht war gut gestaltet. Auch wenn ich neu war, konnte ich von Anfang an gut mitreden, da jeden Tag ein neues Thema angefangen wurde. Im Unterricht wird viel in Gruppen gearbeitet und es werden Diskussionen durchgeführt. Einmal haben wir auch einen Ausflug gemacht und waren alle anschließend in einem New Yorker Stamm Lokal etwas essen – im berühmten „Katz Deli“. Schon nach einer Woche habe ich eine Verbesserung meiner Sprache bemerkt, man spricht viel offener und Vokabeln kommen einem schneller in den Sinn. Dazu muss ich allerdings sagen, dass das nur klappt, wenn man allen Leuten und Aufgaben offen über antritt – schüchtern sollte man eher nicht sein!

Die Schule an sich hat mir ganz gut gefallen – aber eben eine ganz normale Schule. Die Klassenräume waren mit perfekt funktionierenden Whiteboards ausgestattet und die Schule verfügte über eine „Student-Lounge“ mit Mikrowellen und Getränke Automaten. Wenn man ein Problem zu melden hatte, wurde einem im Büro schnell geholfen, alle sorgten sich immer um das Wohlergehen der Schüler.

An seinem letzten Schultag bekommt man ein Zertifikat und diese coolen Outfits, die auch High School Schüler in Amerika bei ihrem Abschluss anhaben!
Die Schule hat außerdem auch Ausflüge und Sightseeing angeboten. Es gab Wochenendausflüge z.B nach Boston (2 Tage) aber auch typisches Touri-Sightseeing wie Statue of Liberty etc. Diese Ausflüge waren freiwillig und sind selbstverständlich nicht im Kurspreis enthalten. Manche Angebote waren auch erst ab 18 oder 21, wie z.B die Cruise Party auf dem Boot oder die Bar-Night.
Meine beste Freundin und ich hatten allerdings den „New York Pass“ vorher im Internet schon bestellt und haben dann ein Wochenende lang nur Sightseeing gemacht. Den New York Pass kann ich allen empfehlen die noch nie in New York waren. Viele Attraktionen (z.B Statue of Liberty, Empire State Building, Top of the Rocks, Yankee Stadium, MoMA etc.) waren umsonst und man spart echt viel Geld. Somit haben wir an keinem Angebot der Sprachschule teilgenommen, aber Freunde von uns fanden Ausflüge, an denen sie teilgenommen haben, immer gut.

Sightseeing in New York ist wunderschön, vorallem Top of the Rock war wunderbar. Du hast eine atemberaubende Aussicht auf das Empire State Buildung und eine tolle Aussicht über ganz Manhattan, und das in alle Richtungen. Auch die Twilight Cruise, die wir gemacht haben (Sonnenuntergang auf dem Hudson River und Skyline bei Dämmerung und im Dunkeln) –einfach nur Wow!

In der Schule lernt man total schnell neue Leute kennen, jeden Tag kamen Freunde von Freunden oder neue Klassenkameraden dazu. Man fühlt sich wirklich nie allein. Aber wie schon gesagt, man muss offen für Neues sein und auch auf Menschen zugehen können!

Ein Wochenende waren meine beste Freundin und ich auch in New Jersey shoppen – denn Bus- und U-Bahn Verbindungen sind in New York wirklich top! In der restlichen Freizeit waren wir viel mit unseren Klassenkameraden unterwegs. Und wer sagt, unter 21 kann man in New York nichts unternehmen, der kennt definitiv nur nicht die richtigen Plätze - es gibt wirklich überall etwas für jeden!

Aber nochmal zurück zum Anfang. Als ich nämlich in New York angekommen war erlitt ich erstmal einen kleinen Kulturschock! Im Gegensatz zu Deutschland ist es dort sehr dreckig, laut und es stinkt. Ich habe in einer Gastfamilie gewohnt, besser gesagt war es eine alleinstehende 70-jährige Oma, die aber sehr lieb war. Mich hat eine Sache sehr überrascht, denn New Yorker kochen nie! Und mit „nie“ meine ich auch „nie“. Finde ich ehrlich gesagt ein bisschen dämlich, denn sie kaufen sich jeden Tag für mindestens 10$ Mittagessen. Insgesamt ist das Essen, vor allem frisches, in New York sehr teuer. Somit ist es normal für ein einfaches Toast Sandwich 8$ zu bezahlen.

Die Kultur der New Yorker ist irgendwie ziemlich anders als die der Deutschen. Die New Yorker sind sehr freundlich (ich habe ernsthaft noch nie so hilfsbereite Menschen erlebt) und helfen dir wo es nur geht, selbst wenn du Tourist bist! Aber ein bisschen verrückt sind die Leute trotzdem – sie joggen durch die endlos vielen Taxis hindurch, oder fahren Fahrrad und Inliner durch den Straßenverkehr. Das kenne ich auch Deutschland gar nicht, vor allem nicht die vielen Taxis, wobei die mehr als praktisch sind, ein Auto braucht man in Manhattan definitiv nicht. New Yorker entschuldigen sich sofort, wenn sie dich ausversehen berühren oder auch im Weg stehen, sowas ist man aus Deutschland gar nicht gewohnt! Man selbst gewöhnt sich das ständige „excuse me!“ sagen auch recht schnell an. Auch auf der Straße sieht man die verrücktesten Menschen rumlaufen. Einmal habe ich einen alten Mann im Kleid, mit Regenbogen Bart, pinker Tasche, buntem Hut und einem Papagei auf seinem Kopf gesehen. New York ist wirklich sehr beeindruckend und atemberaubend und auch wenn es anfangs für mich ein kleiner kultureller Schock war, gewöhnt man sich schnell dran und lernt die Stadt kennen und lieben!

Abschließend kann ich nur sagen, dass ich allen eine Sprachreise, vor allem nach New York, nur empfehlen kann!
Man lernt schnell neue Leute kennen, verbessert seine Sprache und wird wunderschöne Urlaubserinnerungen haben. Ich muss sagen, ich habe mich echt in New York verliebt. Schon als es Richtung Deutschland ging stand ich den Tränen sehr nahe, denn ich wollte diese tolle Zeit nicht einfach so hinter mir lassen. Bisher war es das Beste was ich je gemacht habe und ich würde es immer wieder tun, das Geld wäre es mir wert.

I love New York!