Anna D.

Ich habe letztes Jahr im Sommer eine Sprachreise nach Eastbourne unternommen. Für mich war es das erste Mal, dass ich so lange ohne Familie unterwegs war. Es waren zwar nur zwei Wochen, aber trotzdem eine unglaublich schöne Zeit. Durch Zufall war mein Kursleiter auch mein damaliger Englischlehrer.  Somit kannte ich wenigstens schon mal eine Person, denn meine Freundin, mit welcher ich eigentlich nach Eastbourne reisen wollte, hatte sich kurzfristig dazu entschieden, nach Irland zu gehen. 

Meine Eltern haben mich an einem Samstagmorgen zum Flughafen nach Frankfurt gebracht. Von dort sind nur sehr wenige aus meinem Kurs mitgeflogen. Alle anderen sind über oder von München nach London gekommen. Ich war ziemlich froh, dass wir eine Begleitperson hatten, denn ich glaube sonst hätte ich mich nicht so wirklich zurechtgefunden im Flughafen. 

Von London sind wir dann alle mit unseren Kursleitern in einem Bus nach Eastbourne gefahren. Dort wurden wir von unseren Gastfamilien in Empfang genommen. Viele machen Sprachreisen ja mit Freunden zusammen. Da ich aber alleine war, bin ich mit einem Mädchen in meinem Alter in eine Gastfamilie gekommen. Wir haben uns aber sehr schnell angefreundet.

Meine Gastfamilie war ebenfalls sehr nett und herzlich. Sie haben mich gut aufgenommen und ich habe mich bei ihnen fast wie zuhause gefühlt. Die ersten Tage erkundete ich mit ein paar anderen Mädchen aus meinem Kurs die Innenstadt von Eastbourne. 

Morgens hatten wir Unterricht. Hier schrieben wir einen Einstufungstest und wurden daraufhin  in drei Gruppen unterteilt. Täglich wurden wir drei Stunden von jeweils drei verschiedenen Lehrern unterrichtet. Da wir drei Kurse waren wurde für jede Unterrichtsstunde der Lehrer gewechselt.

Nachmittags gab es meistens freiwillige Aktivitäten mit dem Kurs oder man konnte selbst etwas unternehmen. Oft trafen wir uns alle mit unserem Kurslehrer im Gildredge Park und spielten dort zusammen Fußball oder Volleyball. Manchmal gingen wir davor auch zusammen Mittagessen. Mit fünf Mädchen habe ich mich sehr gut angefreundet. Wir unternahmen sehr oft etwas zusammen.

Auch wenn wir unsere Nachmittage frei gestalten durften. Die Ereignisse, welche mir am besten gefallen haben, sind die Ausflüge nach London, das Barbecue am Strand von Eastbourne und die Ausflüge nach Hastings und Brighton. Als wir das erste Mal in London waren, waren wir in Madame Tussauds und haben danach alle zusammen eine Stadttour durch London gemacht und haben dabei die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel den Buckingham Palace oder die Tower Bridge besichtigt.

Da es vielen so gut gefallen hat und alle noch einmal nach London wollten, hat unser Kursleiter einen Tag eingerichtet, an dem wir alle zusammen nochmal nach London gefahren sind. Zuerst sind wir dann mit dem London Eye gefahren und danach stand uns der Tag zur freien Verfügung. Ich bin mit vier Mädchen zusammen unterwegs gewesen. Wir haben uns einen Underground-Plan besorgt und sind dann zur Oxford Street gefahren. Nachdem wir uns gegen Nachmittag alle an der „Victoria Station“ wieder getroffen haben, war jeder schwer bepackt mit Tüten. 

Hastings und Brighton haben wir jeweils nur einmal besichtigt und auch nicht so lange wie London. Auch dort bekamen wir eine kleine Stadttour von unserem Kursleiter und von Billy (unser englischer Lehrer) und durften dann wieder in kleinen Gruppen selbst durch die Stadt laufen. Auch abends unternahmen wir oft etwas zusammen. Mal waren wir im Kino oder in der Disco auf dem Pier.  Mittags saßen wir des öfteren beim Pier am Strand und aßen dort unser Essen. Das Einzige, auf das man dort aufpassen muss, sind die Möwen, denn sie haben immer Hunger und holen sich alles was sie nur sehen. 

Was auch wirklich empfehlenswert ist, ist eine Wanderung oder Fahrt mit dem Bus zu Beachy Head. Mein Kursleiter und Billy hatten die Idee unten an der Küste entlang zu laufen, da in der Zeit , die wir brauchten, gerade Ebbe war. Es hat so viel Spaß gemacht und wir hatten sehr gutes Wetter an dem Tag. Teilweise dachte ich wirklich ich befinde mich irgendwo auf Neuseeland oder in der Karibik. Das Wasser war total türkis und klar.

Ich vermisse meine Zeit in England wirklich. Besonders meine Gasteltern und ihre Kinder. Und auf jeden Fall auch alle Leute, die ich dort kennenlernen durfte. Diese zwei Wochen waren bisher die beste Erfahrung, die ich je machen durfte. Das rechtfertigt auch die Tränen am Flughafen. Denn nicht nur mir ging es so, sondern allen anderen auch. Wir sind alle zu einer kleinen Familie zusammen gewachsen in Eastbourne. 

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