Gina B.

Da ich gerne einmal ohne Eltern für ein paar Wochen ins Ausland reisen wollte, fragte ich meine Freundinnen, ob sie nicht mit mir gemeinsam gehen wollte. So fingen wir an, gemeinsam zu planen. Wir konnten sogar angeben, dass wir gemeinsam wohnen wollten. Weil ich jedoch drei Wochen blieb und die anderen nur zwei, hatte ich eine andere Flugzeit. 

Je mehr ich mich dem Flughafen an diesem Tag näherte, desto aufgeregter wurde ich und desto mehr freute ich mich, auch nach Brighton zu kommen.  Somit war der Abflug auch nicht so schlimm für mich. Es war ein iSt- Mitarbeiter vor Ort, der uns auf der Reise begleitet hat. Ich habe auch bereits am Gate drei andere kennengelernt und bin mit ihnen gut ins Gespräch gekommen. Der Flug und die anschließende Fahrt mit dem Bus von London Heathrow nach Brighton, verliefen recht reibungslos. Auf der Fahrt haben wir bereits unsere Bustickets bekommen, ohne die wir echt aufgeschmissen wären, da wir so gut wie immer den Bus genommen haben.

Am Hove Town Hall angekommen, haben wir von den Reisebegleitern das Programm ausgeteilt bekommen und haben dann auf unsere Familien gewartet, die uns abgeholt haben. Bei manchen konnten die Familien nicht kommen und sie wurden von einem Taxi abgeholt. So war es auch bei mir. Man muss aber aufpassen, denn in England herrscht der Links-Verkehr und somit ist auch das Lenkrad auf der rechten Seite. Man muss also schauen, dass man nicht auf der falschen Seite einsteigt. Bei meiner Familie angekommen, wurde ich gleich herzlich aufgenommen und mir wurde mit meinem Koffer geholfen. Dort traf ich dann auch auf meine drei Freundinnen, die bereits früher eingetroffen sind. Wir waren als einzige in der Gastfamilie. Erstmals tauschten wir uns über unsere Flüge aus und richteten uns ein. Unser Zimmer war klein und diente nur dem Schlafen. Aber wie wir bald merkten, hätten wir auch nicht mehr Platz gebraucht, da von der Organisation vormittags wie nachmittags immer Programm angeboten wurde und wir kaum zu Hause waren.

Am Tag nach unserer Ankunft haben wir uns alle auf dem Pier getroffen (er ist das Wahrzeichen von Brighton und ist eine Art kleiner Jahrmarkt). Netterweise wurden wir von unserer Gastmutter dorthin gefahren. Auf der Autofahrt haben wir uns alle gemeinsam unterhalten und unsere Gastmutter hat uns nochmals erklärt, wie wir wieder zurück finden würden. Am Pier angekommen, habe ich meinen Kursleiter das erste Mal getroffen und wir haben gemeinsam einen Stadtrundgang gemacht. Am Churchilsquare wurden wir „entlassen“ und wir konnten machen, wozu wir Lust hatten. Von unserer Gastmum haben wir Lunch mitbekommen, das wir (meine Freundinnen und ich) erstmal gegessen haben, bevor wir das Shopping Center besichtigt haben.

Am nächsten Tag stand der befürchtete Einstufungstest bevor, der letzten Endes doch nicht so schlimm war wie erwartet, wir haben nämlich teilweise Gruppenarbeit gemacht. Den Rest des Tages hatten wir frei und wir haben ihn mal wieder im Shoppingcenter verbracht. Am Abend stand eine Fotochallenge auf dem Programm. OMG, die war ja mal richtig witzig. Wir hatten richtig tolle Einfälle und es hat uns richtig Spaß gemacht. Wir gerieten mit unseren Fotos sogar unter die engere Auswahl. 

Der nächste Tag wurde spannend, da wir in die Kurse eingeteilt wurden…. Es gab drei Kurse die vom Niveau her von 1-3 abgestuft waren. Ich kam in den ersten Kurs. Dort habe ich auch gleich zwei Mädchen kennengelernt, die auch drei Wochen da waren und mit denen ich mich angefreundet habe. Nachmittags sind wir dann (mein Kurs) nach Rottingdean gefahren. Das ist ein kleines, süßes Örtchen mit alten Häusern. Dort gab es in einem süßen Garten Cream Tea. Das ist etwas typisches Englisches (ein Gebäck mit Marmelade und Cream). Wir drei haben gleich beschlossen noch einmal an einem Wochenende herzukommen. Am Abend ging es ins Kino.

Mittwoch haben wir dann das erste Mal Unterricht gehabt. Dieser fand im Brighton College statt und war in drei Stunden eingeteilt, die jedoch sehr schnell vorbeigingen. Das heißt ich hatte immer von 9 bis 12 Schule und danach haben wir immer unser Lunch gegessen.  

Nachmittags sind wir zum Greyhound Racing gegangen. Es war echt interessant, da es wie ein Pferderennen ist, nur viel kleiner, das muss man mal gesehen haben. Mittwochabends ist immer Disko für uns.

Manchmal läuft aber nicht alles nach Plan, wie an diesem Donnerstag, da man sich auch nach dem Wetter zu richten hat. Und wie man weiß, ist das Wetter in England nicht gerade das Beste. Aber als ich da war, war es überraschend gut. Nur an dem einem Tag war es etwas zu frisch, so dass wir den Wassersport um einen Tag verlegen mussten. 

Es fand ein Ersatzprogramm statt. An diesem Abend haben wir mal nichts unternommen, sondern haben uns mal ausgeruht, da es schon anstrengend aber auch schön war, soviel Neues zu sehen.

Also fand der Wassersport am Freitag statt. Und es war so witzig.  Wir sind von einem Boot, an dem zwei Reifen befestigt waren, übers Wasser gezogen worden. Das war richtig cool. Anschließend haben wir uns noch etwas an den Strand gesetzt.

Der Samstag war der Tag auf den sich vermutlich jeder gefreut hat. Es war der London-Day. Hingefahren sind wir mit dem Zug, was bedeutet, das wir auch zügig da waren. Es war echt eine coole Stadt. Wir haben den Buckingham Palace und Madame Tussauds besichtigt. Vor allem der Buckingham Palace war eine große Attraktion und es war einfach toll, ihn und auch die Guards in echt zu sehen. Ich war echt froh, dass ich noch einmal die Chance hatte, nach London zu gehen. Die Freizeit, die wir hatten, umfasste so circa eine Stunde, was definitiv nicht reicht, um viel von London zu sehen. Diese Zeit habe ich mit meinen neuen Freundinnen aus dem Kurs verbracht. Es war ein richtig aufregender Tag. Und der Sonntag verlief auch nicht anders. Es wurden uns Ausflugsziele vorgeschlagen, die am Wochenende angeboten wurden und freiwillig waren. Ich kann sie aber nur empfehlen, vor allem Oxford. Denn es hat sich richtig gelohnt. Wir haben nicht nur Oxford, sondern auch Eton und Windsor gesehen und durch die Führerin haben wir auch Sachen gesehen, die einem sonst nicht aufgefallen wären. Das heißt aber nicht, dass wir keine Zeit für uns hatten. In jeder Stadt, vor allem in Oxford, konnten wir auch alleine die Stadt erforschen. Natürlich haben wir uns erstmal einen waschechten Oxford-Pulli gekauft und dadurch dass es so viel zu entdecken gab, war der Tag natürlich auch schnell vorbei.  Aber im Bus habe ich dann wieder jemand neues kennengelernt.

Montag war natürlich wieder Schule. Aber dieses Mal hatten wir Projekttag. Das heißt wir konnten uns ein Thema aussuchen und mussten dieses in Gruppen bearbeiten und anschließend vorstellen. Wir waren völlig frei in der Art wie wir es präsentieren wollten. Da wir ziemlich rasch fertig waren, hatten wir den restlichen Tag frei. An diesem Abend waren wir bowlen und haben nochmals neue Leute kennengelernt. Also es hat echt Spaß gemacht.

Dienstag hat dann jeder seine Präsentation vorgestellt. Und abends war Laser tack. Es hat sich für mich erst komisch angehört aber es war richtig witzig. Es ist wie Paintball, nur mit Lasern. Also es      wird echt nur cooles Programm angeboten.

Die Kurslehrer waren echt nett und das Programm ist auch keine Pflicht. Zum Beispiel sind wir Mittwoch nicht hingegangen, sondern sind zusammen nach Marina gefahren und haben dort unseren Tag verbracht. Das war das coole an den Bustickets: man konnte mit jedem Bus fahren, egal wohin man wollte.

Donnerstag haben wir uns dann das Wahrzeichen von Brighton angeschaut: den Royal Pavilion! Er war auch sehr faszinierend. Am Abend gab es ein Goodbyedinner für alle die nur zwei Wochen geblieben sind aber die, die länger da waren, waren auch dabei! Wir waren in einem All You Can Eat Restaurant. Es war richtig gut. Und danach war man auch satt.

Weil für meine Zimmergenossinnen am Freitag ihr letzter Tag war, sind wir nochmal shoppen gegangen und haben ein Abschlussessen zusammen in einem Cupcakeladen gemacht. 

Als die drei dann am Samstag geflogen sind, bin ich nochmal mit den beiden aus meinem Kurs und den anderen nach London gefahren. Das war echt super, denn nun hatten wir den ganzen Tag Zeit und konnten alleine machen, was wir wollten! Das coole an London sind einfach die Tubes, mit denen man super schnell irgendwo hinkommt. Es war ein super Tag, denn wir haben alles gemacht wo wir hinwollten und haben auch voll viel von London gesehen. Als ich abends nachhause gekommen bin, waren bereits die zwei neuen Mädchen da und die waren richtig nett und wir sind gut miteinander ausgekommen. Ich habe den zwei neuen dann alles erklärt und dann sind wir auch schon so bald wie möglich ins Bett, weil wir sehr erschöpft waren. 

Den Sonntag habe ich zusammen mit meinen Freundinnen aus meinem Kurs verbracht.

Die letzten drei Tage, an denen wir Unterricht hatten, waren wir nun im Brighton College für ältere Schüler und haben also eine weitere Seite vom College gesehen. Das Schulgebäude ist so groß und toll und weil sich unsere Reise nun auch so langsam dem Ende neigte, sind wir am Nachmittag shoppen gegangen.

Dienstag sind wir zu den Seven Sisters gefahren. Wir standen auf den Klippen und konnten von da aus an der Wand runterschauen. Das war richtig beeindruckend. 

Der Mittwoch war dann tatsächlich mein letzter Tag. Es war unglaublich und auch irgendwie traurig, dass ich jetzt schon gehen musste, weil es eine super Zeit war. Wir drei sind dann zum Abschluss auch noch Cupcakes essen gegangen. Ich kann sie nur empfehlen, auch wenn man noch nicht mal eine fast aufbekommt. Am Abend sind wir auf den Pier und haben unser letztes Geld verspielt.

Es war echt traurig, als ich mich dann am nächsten Tag von meiner Gastfamilie verabschieden musste, weil sie soo nett war. Aber natürlich habe ich mich auch wieder auf zuhause gefreut.

Zusammenfassend kann ich diese Sprachreise nur empfehlen, da es eine unglaubliche Erfahrung ist und man auch neue Freunde kennenlernt. Vor allem für drei Wochen, da man da ein zweites Mal nach London gehen kann. 

Ich hoffe dieser Bericht hat euch überzeugt, jetzt auch eine Sprachreise zu machen.

Gina