Erfahrungsberichte aus London Covent Garden

Vanessa Boss

Hallo, mein Name ist Vanessa, ich bin 16 Jahre alt und möchte euch ein bisschen etwas über meine 2-wöchige individuelle Sprachreise nach London/Covent Garden erzählen.

Nachdem ich meinen Eltern jahrelang in den Ohren gelegen hatte, dass ich nach England wolle, haben sie endlich nachgegeben und gemeint ich solle mir eine Organisation aussuchen und dann würden wir weiterschauen. Meine Entscheidung stand allerdings schon lange, ich wollte mit iSt Sprachreisen eine individuelle Sprachreise nach London machen. Meine Eltern waren mit der Organisation einverstanden und wir buchten einen 2-wöchigen Sprachkurs. Von da an hieß es warten bis zum 16. April.

Die Zeit verging wahnsinnig schnell und dann war der 16. April auch schon da. An diesem Morgen war ich extrem aufgeregt. Ich würde das erste Mal ganz alleine in eine Großstadt in einem fremden Land gehen und auch das erste Mal fliegen. Der Flug nach London war toll, man konnte vom Flieger aus bereits Sehenswürdigkeiten wie das London Eye oder die Houses of Parliament sehen. Die Ankunft auf dem Flughafen war also völlig entspannt, das änderte sich aber ziemlich schnell, da London Heathrow wirklich riesig ist. Allerdings gab es keinen wirklichen Grund zur Aufregung, da alles sehr gut ausgeschildert ist und man wirklich keine Probleme hat sich zurechtzufinden. Nachdem ich meinen Koffer vom Band geholt hatte suchte ich meinen Transfer, was wirklich kein Problem war. Eine junge Frau hielt ein Schild mit dem Namen der Schule in die Luft und nachdem ich mich vorgestellt hatte begrüßte sie mich freundlich und hieß mich herzlich in London willkommen. Sie half mir auch gleich ein Ticket für die Tube zu kaufen und gab mich schließlich an die Taxifahrerin weiter, die mich in meine Gastfamilie bringen sollte. Die Taxifahrt zu meiner Gastfamilie war toll, die Taxifahrerin erzählte mir viel über die Stadt und die Schule. Sie war sehr nett und wir redeten die ganze Fahrt, was mich auch ein bisschen von der Ankunft in der Gastfamilie ablenkte, auf die ich bereits sehr gespannt war.

Meine Ankunft  in der Gastfamilie war ziemlich freundlich. Meine Gastmutter zeigte mir das Haus, erklärte mir den Weg zur Schule und erzählte mir viel über den Stadtteil in dem ich für 2 Wochen leben sollte. Nachdem ich meinen Koffer ausgepackt hatte, lief ich zu dem 15 Minuten entfernten Supermarkt und kaufte mir ein bisschen was zu trinken und ein paar kleine Snacks, da normalerweise nur Frühstück und Abendessen im Preis mit inbegriffen sind. Die Preise für das Essen waren auch okay. Am ersten Abend habe ich auch das Mädchen getroffen, mit dem ich mir für die nächsten zwei Wochen das Zimmer teilen sollte. Ich hatte absolutes Glück, da sie wirklich sehr nett war und auch gleich anbot mich am nächsten Tag mit zum London-Marathon mitzunehmen. Ich nahm das Angebot natürlich gerne an und so ging ich am nächsten Tag mit meiner Gastschwester nach London, schaute den Marathon an und erkundete ein bisschen die Gegend der Schule. Am Montag war dann mein erster Schultag. Ich hatte ein wenig Angst vor dem Test, aber der Test war wirklich okay, also man muss sich wirklich nicht davor fürchten. Man erklärte uns die Regeln im Haus, die verschiedenen Anlaufstellen im Haus bei Problemen mit dem Unterricht, mit der Gastfamilie, wenn man Informationen zur Stadt braucht oder sonst ein Problem hat. Die Lehrer und das sonstige Personal waren wirklich alle sehr freundlich und haben einem immer geholfen wenn man eine Frage oder ein Problem hatte. Nach der Einführung durften wir Mittagspause machen bevor wir um 14.00 Uhr unsere Stundenpläne ausgehändigt bekamen und unser Level gesagt bekamen. Die Lehrer führten uns dann noch durch das Schulgebäude und dann durften wir den Tag so ausklingen lassen wie wir wollten oder waren auch dazu eingeladen eine „Kennlernveranstaltung“ der Schule zu besuchen. Mein erster Tag war sehr informativ, und hat trotz des Tests wirklich Spaß gemacht.

Ab dem 2. Schultag hätte ich theoretisch ausschlafen können, da ich erst nachmittags Unterricht hatte. Aber ich bin jeden Morgen so aufgestanden, wie ich hätte aufstehen müssen, wenn ich morgens Unterricht gehabt hätte. Die Morgen der ersten Woche nutzte ich für Sightseeing. Ich war bei den Houses of Parliament, Big Ben, dem London Eye, Madame Tussauds, dem London Dungeon, Camden Town, dem Tower of London, der Tower Bridge, Piccadilly Circus und noch vielen anderen Sehenswürdigkeiten. In meiner Klasse waren 12 Schüler (wenn ich richtig gezählt habe) und auch 12 Nationen, so dass wir wirklich gezwungen waren Englisch zu reden, was aber für mich und auch alle anderen kein Problem war, da wir ja da waren um unser Englisch zu verbessern. Meine Klasse war wirklich toll, sie waren alle sehr nett und ich wurde bereits an meinem ersten Tag in der Klasse von den anderen dazu aufgefordert, am Freitag mit ihnen nach Brighton ans Meer zu fahren. Da ich für den Karfreitag keine anderen Pläne hatte, stimmte ich zu und ich freute mich auch wirklich riesig darauf. Der Ausflug war auch wirklich toll und wir hatten eine Menge Spaß am Meer, auch wenn es trotz fast 30°C Temperatur viel zu kalt zum Baden war. Das Osterwochenende war ein Bank-Holiday Wochenende das auch noch den Montag als Feiertag hatte, weshalb ich am Wochenende mein geplantes Sightseeing beenden konnte. In der nächsten Woche hatte ich dann noch Zeit die Sehenswürdigkeiten noch mal zu besuchen die mir am besten gefallen hatten und natürlich auch zum Shoppen. Die Zeit in der Schule verging fast gleich schnell wie die Morgen, an denen ich mir mein Programm ja selbst zusammen stellen konnte, da der Unterricht wirklich interessant gestaltet war. Ich lernte zwar sehr viel musste aber auch viel lachen, da unser Lehrer wirklich lustig war und immer eine witzige Geschichte erzählte. Auch die 2. Schulwoche verging sehr schnell, was natürlich auch ein bisschen an der royalen Hochzeit am 29. April lag, an der wieder ein Bank-Holiday Tag war und die Schule somit ausfiel. Die Hochzeit war toll, ich war eine Weile beim Public Viewing am Trafalgar Square musste dann aber nach Hause weil ich krank geworden bin. War zwar schade aber die Stimmung, die ich bis ich heim gegangen bin erlebt habe war wirklich toll und  es war ein unvergessliches Erlebnis dabei zu sein. Am Tag nach der Hochzeit musste ich leider schon wieder nach Hause, aber ich war mir sicher und bin es immer noch: Das war nicht mein letztes Mal in London.

Also noch mal eine kleine Wiederholung in Kurzform:

Organisation:

Alles hat super geklappt. Sowohl der Transfer vom Flughafen zur Gastfamilie, als auch der Transfer von der Gastfamilie zum Flughafen. Ich war vor meiner Abreise durch iSt Sprachreisen und meine Schule sehr gut informiert.

Schule: 

Die Schule war in einem tollen Gebäude nahe der Holborn Tube Station. Diese ist mit der Central Line und der Piccadilly Line erreichbar. In der Nähe der Schule befinden sich viele Restaurants, ein Supermarkt und Coffeeshops. Nur 1 Minute von der Schule entfernt sind auch die „Bloomsbury Square Gardens“, ein Park, indem man gut sein Mittagessen verspeisen kann.

Unterricht:

Der Unterricht war in meiner Klasse immer sehr interessant, wir haben Spiele gespielt, geredet, geschrieben, über Grammatik geredet und Arbeitsblätter ausgefüllt. Aber jede Unterrichtsstunde war lustig und die Schule hat mir viel Spaß gemacht und ich hab sehr viel gelernt.

Freizeitangebot:

Das Freizeitangebot war sehr vielfältig. Es gab die Möglichkeit mit der Schule ein Musical zu besuchen, eine Radtour, einen Ausflug nach Greenwich, abends gab es Karaoke Abende, Treffen in Pubs und Bars (allerdings erst ab 18!) und eine Royal Tee Party. Einige der Angebote sind kostenlos, andere kosten etwas. Das Programm wechselt jede Woche, aber laut den anderen, die schon länger an der Schule waren, gibt es jede Woche, wenn die neuen Schüler kommen Welcome Drinks (in einem Cafe, einem Pub oder einer Bar). Zu diesen Welcome Drinks sind alle eingeladen. Bei diesem Event treffen sich die Schüler nach der Schule an der Rezeption und gehen dann gemeinsam weg. Über die Wochenenden kann man immer Reisen buchen. Diese gehen nach Schottland, Deutschland, Frankreich, Irland… Die Angebote sind eigentlich wirklich interessant, da sie jede Woche neu gestaltet werden und es somit jede Woche ein neues Programm gibt. Was ich schade fand, war dass das Programm abends meist in Pubs oder Bars stattfand und so die unter 18-jährigen nicht mitgehen konnten. Aber im allgemeinen gab es für jeden etwas auf dem Programm, egal ob man morgens oder nachmittags Schule hatte, man konnte in seiner freien Zeit immer an irgendwelchen Aktivitäten teilnehmen.

Gastfamilie:

Ich hatte mit meiner Gastfamilie wirklich Glück. Meine Gastmutter war wahnsinnig freundlich, kochte uns jeden Abend wirklich leckeres Essen und redete auch viel mit uns, wenn wir uns sahen. Dadurch konnte ich natürlich mein Englisch sehr gut üben. Auch ihre Enkelin, die von Donnerstag bis zum Dienstag der nächsten Woche bei uns gewohnt hat, sprach viel mit mir und ich lernte beim spielen mit ihr viele neue Wörter. Mein Zimmer war wirklich tadellos. Wie hatten genügend Steckdosen, einen Schreibtisch, einen großen Kleiderschrank, eine Kommode, Schubladen unter den (sehr bequemen) Betten und sogar einen Fernseher. Also man merkt, ich hatte wirklich genügend Stauraum und unser Zimmer war trotz der vielen Möbel nicht so zugebaut, dass man sich fast nicht bewegen konnte. Ich bekam die Bettwäsche und die Handtücher von meiner Gastmutter geliehen, was wirklich gut war, da ich nicht allzu viel Freigepäck hatte (da ich ja mit dem Flieger gereist bin) und somit schon eine Menge Gewicht sparen konnte. Die Gastfamilie von mir lag etwa 40 Minuten mit der Tube (Zeit zum Umsteigen mitgerechnet) von der Schule entfernt.

Stadt -> Kamera nicht vergessen!

Die Stadt ist der Wahnsinn. Ganz wie man sich London vorstellt, ist die Stadt riesig, ich würde also auf jeden Fall einen Stadtplan mitnehmen. Auch ein Reiseführer ist keine schlechte Idee. Bei den Sehenswürdigkeiten denke ich immer zuerst an die “klassischen“ Sehenswürdigkeiten wie

o   Houses of Parliament

o   Big Ben

o   Westminster Abbey

o   London Eye

o   Madame Tussauds

o   St. Pauls Cathedral

o   Tower of London

o   Tower Bridge

o   Oxford Street (lohnt sich auch für Jungs)

o   Millenium Bridge

o   Piccadilly Circus

o   Covent Garden

o   Buckingham Palace

o   The Mall

o   Hyde Park

o   …

Also man sieht wirklich viel in London. Es lohnt sich auf die Karte zu schauen, bevor man mit dem Sightseeing startet, da es wirklich geschickter ist, nach einem Plan alles anzuschauen was nah beieinander liegt und sich dann für diese Sehenswürdigkeiten auch Zeit lässt. Man sollte nicht versuchen alle „wichtigen“ Sehenswürdigkeiten an einem Tag anzuschauen, sondern sich wirklich Zeit lassen.

Noch ein kleiner Tipp von mir: Seid früh, und zwar wirklich SEHR früh bei Sehenswürdigkeiten wie Madame Tussauds, dem London Dungeon oder dem London Eye. Man sollte lieber eine Stunde früher da sein, denn dann wartet man halt wirklich NUR die Stunde bis die Türen aufgehen und nicht noch 3 Stunden oder länger (oder manchmal auch kürzer) in der Schlange.

In London von A nach B kommen:

Meine Empfehlung ist die Tube. Die Tickets sind als Wochenticket vom Preis her echt okay, wenn man bedenkt wohin man mit der Tube überall kann und dass man unbegrenzt oft fahren kann. Ich konnte mit meinen 2 Wochentickets auch alle Busse in London mitbenutzen, was wirklich geschickt war. Die Tube ist schnell und auch leicht zu verstehen. Das einzige was man beachten muss ist die Tube-Map. Diese gibt es kostenlos an jeder Station und sie zeigt die einzelnen Zonen und alle Tube-Lines an. Die Stationen sind gut ausgeschildert, was vor allem beim Umsteigen von einer Line auf die andere hilfreich ist, da die Stationen teilweise echt groß sind.

Wetter:

Ich hatte Glück, während meiner 2 Wochen in London hat es nur einmal 10 Minuten geregnet, und dass so spät abends dass ich sowieso schon zu Hause war. Ich hatte die ganzen 2 Wochen Temperaturen von 19°C- 29°C und die meiste Zeit strahlenden Sonnenschein. Allerdings würde ich London nicht ohne Regenschirm besuchen, da es dort laut den Infos meiner Gastfamilie und fast allen Londonern, mit denen ich geredet habe, eigentlich jeden Tag regnen kann. Meine Gastschwester meinte, sie hätte eigentlich immer einen Regenschirm dabei und ich hatte meinen auch immer in der Tasche.

Ich würde jederzeit wieder mit iSt Sprachreisen nach London gehen.

Liebe Grüße

Vanessa

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