Erfahrungsberichte aus England

Ob in Brighton, Eastbourne oder Hastings, für genügend Freizeitprogramm nach den Sprachkursen ist gesorgt und Langeweile kann eigentlich nicht aufkommen. Was andere Schüler in ihren Sprachkursen alles so erlebt haben, seht ihr hier.

Harrow House: Marie Hofmann

Erfahrungsbericht Sprachreise; Harrow House, Swanage

Hey, mein Name ist Marie und ich war mit meiner Freundin Hannah zwei Wochen lang im Harrow House während der Sommerferien. Wir brauchten sehr lange, um uns zu entscheiden, wo wir unseren Sprachreiseaufenthalt verbringen wollten. Unsere Ziele waren es, flüssiger und selbstbewusster Englisch sprechen zu können, aber auch viel zu erleben und Spaß zu haben. Während unserer Zeit im Harrow House wurden unsere Erwartungen aber sogar übertroffen.

Am Flughafen in Heathrow angekommen, mussten wir uns allerdings noch mehr als drei Stunden gedulden, bis unser Bus kam, um uns abzuholen. Das ist wahrscheinlich nicht normal, doch an diesem Tag steckte er im Stau. Aber schon während dieser Wartezeit lernten wir neue Leute kennen, die allerdings größtenteils Deutsch sprachen. Und damit komme ich zu einem wichtigen Punkt, nämlich, dass man das Durchhaltevermögen haben muss, sich auch mit Leuten gleicher Nationalität auf Englisch zu unterhalten. Vorausgesetzt, man hat das Ziel, sein Englisch zu verbessern und auch Menschen anderer Nationalitäten kennenzulernen. Dies ist ein besonders wichtiger Punkt, wenn man, wie ich, mit seiner besten Freundin anreist.

 Nach unserer Anreise im Harrow House, gingen wir in die Eingangshalle, die Satoe Hall, und waren total verblüfft, wie viele Leute da waren. Und das war noch nicht einmal die gesamte Schülerschaft des Colleges, denn die Mehrzahl kam am Abend noch in großen Bussen von ihren Tagesausflügen zurück. Während unseres Aufenthaltes lag die Anzahl der Schüler bei um die 700. Aber keine Angst - man findet schnell Freunde und fühlt sich nie verloren. Man muss nur einfach immer offen und freundlich sein.

 Am ersten Abend gab der Blue Staff, unsere Freizeit- und Allroundbetreuer, eine Einführung mit allen wichtigen Zeiten und Orten, allen Do`s and Dont`s. Vor allem die Essenszeiten, die Zimmerkontrollzeiten, die Unterrichtszeiten und die Zeit, ab wann man seine Freizeit hat, würde ich mir besonders gut merken. Zudem ist es wichtig, sich gleich am Anfang zu informieren, wo die Aushängepläne sind, auf denen entweder Sportaktivitäten, Ausflüge, oder die verschiedenen Aktivitäten der unterschiedlichen Altersklassen vermerkt sind. Was die Tagesplanung angeht, ist man insofern selbstständig, als dass man immer auf den Aushangbrettern schauen muss, wann man wo sein sollte, wenn man zu seinem Nachmittagsprogramm nicht zu spät kommen will.

Als Nachmittagsprogramm haben Hannah und ich „Trips, Fun and Games“ ausgewählt. Man kann aber auch Sportarten wählen, wie Tennis, Wassersport oder Reiten, welches unseren Freunde dort auch allen gefallen hat.  Wir waren in unserer Gruppe wandern, haben Ausflüge zur wunderschönen Küste, zu einem Castle in Swanage gemacht (wo es tollen Kuchen gibt), waren bowlen, haben Filme geschaut, einmal in der Woche Sportprogramm gehabt (mit Hüpfburgen), waren im Kino, spielten Wii und machten eine Bootstour. Es hat wirklich viel „fun“ gemacht und unser zu betreuender Blue Staff war sehr lustig und freundlich.

Nach dem Nachmittagsprogramm hatten wir ab fünf Uhr Zeit zur freien Verfügung. Man konnte, wenn man über 14 war, in die Stadt gehen, die im Übrigen echt schön ist. Für die unter 14-jährigen kommen zu bestimmten Zeiten Betreuer mit, doch ich denke, man ist einfach unabhängiger und spontaner, wenn man nicht darauf angewiesen ist und dementsprechend etwas älter ist.

In der Stadt gibt es zwar einen wunderschönen Strand, aber wir durften wegen fehlender Badeaufsicht nicht baden gehen. Doch zudem gibt es dort tolles Eis, viele Restaurants und eine Drogerie. Außer dieser Option konnte man in seiner Freizeit viel Sport betreiben. Je nachdem in welcher Altersgruppe man war (wir waren Blue Wrists, also mit blauen Armbändern) hatte man verschiedene Aktivitäten wie Tischtennis, Tischfußball, Tennis und Federball im Dome, Fußball, Schwimmen oder Volleyball und Minigolf. Die verschiedenen Sportangebote waren wirklich perfekt und wir haben sie auch jeden Tag genutzt. Zudem kann man dort auch gut joggen gehen. Daher würde ich es auf jeden Fall empfehlen viele Sportsachen mitzunehmen, da ich viel zu wenig dabei hatte und oft waschen musste. Um jederzeit Tischtennis spielen zu können, würde ich noch empfehlen, eigene Schläger und Bälle mitzubringen. Wir spielten abends auch oft Tischtennis mit unserem IST-Betreuer. Bertram war super nett und war fast jeden Tag da, um sich nach uns zu erkundigen. Wir konnten ihn auch jeder Zeit, falls ein dringender Notfall eingetreten wäre, anrufen. Er hat sich sogar auch um Schüler anderer Organisationen gekümmert, wenn diese ein Problem hatten.

Nun komme ich aber zum Unterricht, der immer morgens bei den Jugendlichen und Erwachsenen und mittags bei den unter Zwölf-Jährigen stattfand. Am zweiten Tag, einem Sonntag, machten wir unseren Einstufungstest. Zunächst einmal sollte man sich davor nicht fürchten, da es sich nur um relativ einfache Grammatikaufgaben handelte. Nach den Ergebnissen wird man in verschiedene Klassen eingeteilt. Unwahrscheinlicherweise schafften meine Freundin und ich es in dieselbe Klasse. Uns wurde zuvor noch gesagt, dass die beiden Stunden von je einem strengen grammatikerpichten Lehrer und einem netten Lehrer geführt werden. Doch beide Lehrer waren unheimlich nett, lustig und wir haben sie schnell lieb gewonnen. Der Unterricht, war weniger Unterricht, als Konversationen zu führen und Grammatik und neue interessante Themen, wie Sport, mit Hilfe von Gruppenarbeiten, Aufgaben und Spielen zu wiederholen und manches sogar neu zu lernen. Die Klassen sind klein und wir haben uns schnell mit vielen angefreundet.

Und damit komme ich zu einem neuen Punkt. Ich habe unglaublich viele Menschen aus allen Teilen der Welt kennengelernt. Es war sehr interessant, sich mit ihnen über ihr Land, ihre Kultur, ihre Bräuche  und Lebensweise zu unterhalten. Auch wenn man immer denkt und von sich behauptet, viel über andere Länder zu wissen, wirst du immer Neues erfahren. Ich habe auch so viele Adressen ausgetauscht, wie es nur ging. Ich lernte neue Leute beim Essen, in der Klasse, beim Sport und bei den Nachmittagsaktivitäten kennen. Höchstwahrscheinlich teilt man sogar mit anderen das Zimmer.

Wir wohnten allerdings in einem Zweier-Zimmer. Es war angemessen groß für zwei Bewohner, ohne Bad und Toilette, nur mit Waschbecken, aber dafür gab es in unserem Flur drei Bäder für sechs Zimmer. Alles war sehr sauber, und wenn man seinen Koffer aufs Bett gelegt hat, wurde auch täglich durchgesaugt. Das Bad war auch sehr hygienisch, stand nur, wenn man nicht aufpasste, nach jedem Duschen unter Wasser, da es keinen Duschvorleger gab. Zudem würde ich es raten, Seife für das eigene Waschbecken im Zimmer mitzubringen. Außerdem gibt es abends eine Zimmerkontrolle, ob alle anwesend sind und morgens, um den Zustand des Zimmers zu prüfen. Auf Klopfen legte unser Blue Staff nur selten Wert, daher würde ich nie ganz unbekleidet herumlaufen.

Nun komme ich zum Essen. Ich fand es sehr gut, es gab sehr viel Auswahl und zum Lunch und Dinner immer zwei Fleischgerichte, eine vegetarische Variante, ein Fischgericht, viele Beilagen, eine Salatbar und mittags eine Pasta Bar.  Zum Frühstück gab es ebenfalls viel Auswahl. Alles war immer frisch und lecker. Sonntags  gab es dann auch einen Brunch, bevor man zu einem Halbtagesausflug antrat.

Mein Halbtagesausflug am Sonntag ging nach Bournemouth, einer schönen Stadt, in der man gut shoppen gehen konnte. Wir fuhren im Bus zusammen hin und zurück, konnten aber selbstständig die Stadt erkunden. Es war sehr entspannt im Gegensatz zu unserem Ganztagesausflug nach London am Samstag. Zunächst einmal fuhren wir zwei Stunden länger als geplant aufgrund des Verkehrs und hatten dementsprechend weniger Zeit in London. Wir besichtigten alle wichtigen Sehenswürdigkeiten durch eine Bootstour auf der Themse und hatten gerade einmal eine Stunde Zeit zur freien Verfügung. Wir besichtigten aber trotz Zeitmangels noch den Buckingham Palace. Auf der Rückfahrt gab jedoch unser Bus den Geist auf und wir mussten etwa zwei Stunden auf einen Ersatz warten, da der alte nicht mehr zu reparieren war. Zwar passiert dies normalerweise nie und wir wurden im Harrow House mit netten Dinnerpaketen empfangen, doch wir verbrachten leider an diesem Tag mehr als zehn Stunden im Bus und nur 2 ½ Stunden in London.

Mit Ausnahme unseres unglücklichen Ausflugtages war die Zeit im Harrow House wunderschön und ein besonderes Erlebnis, bei dem ich nicht nur mein Englisch aufbesserte, sondern auch noch mit tollen Menschen zusammen außergewöhnlich viele und wunderbare Dinge erleben durfte. Daher würde ich eine Sprachreise zum Harrow House und die Organisation IST auf jeden Fall weiterempfehlen und jeder Zeit gerne wieder an einer teilnehmen.

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