Erfahrungsberichte aus Oxford

Hertford College: Lennard Henjes

Hamburg: Es war wieder soweit! Meine zweite Sprachreise mit isT stand an.

Einmal war ich schon für zwei Wochen in Oxford gewesen. Genauer gesagt im St.Hugh‘s College, für welches ich aber dieses Mal eigentlich zu alt war. Aus diesem Grund wählte ich dieses Mal das Hertford College, was im Gegensatz zum St.Hugh’s College direkt im Stadtzentrum von Oxford liegt.

Meine Erwartungen waren sehr groß, da es damals einfach unglaublich war und ich es echt schade fand, nach 2 Wochen wieder abzufahren. Dieses Mal  hatte ich direkt für vier Wochen gebucht  und zusammen mit der Aussicht auf noch mehr Freiheiten im Hertford College, was die Freizeit betrifft, fuhr ich sehr gut gelaunt zum Flughafen. Der Flug lief vollkommen reibungslos ab und schnell war ich auch schon am Flughafen London Heathrow im Taxi, was mich und  noch ein paar andere in ca. 1,5 Stunden nach Oxford brachte.

 

Angekommen im College wurden die Koffer ausgeladen und allen wurden ihre Zimmer gezeigt.
Zu den Zimmern: Es gibt im Hertford College sowohl Doppel- als auch Einzelzimmer. Wenn du nicht gerade mit einem Freund oder einer Freundin zusammen fährst, teilt man sich das Zimmer mit jemand anderem selben Geschlechts. Es ist nämlich klar unterteilt in Jungen- und Mädchenzimmer. Aber keine Sorge: Es ist durchaus möglich mal ein Mädchen (oder auch mehrere) mit aufs Zimmer zu nehmen oder selber den Zimmern der Mädchen einen Besuch abzustatten. Die Zimmer an sich sind natürlich nicht sehr luxuriös, wobei das aber vollkommen ausreichend ist. Außer genügend Betten für jeden der Bewohner gibt es noch einen Schrank und teilweise Regale für Klamotten und ein „Mini-Badezimmer“ mit Waschbecken zum Zähneputzen, etc.  Die Toilette und Dusche befinden sich auf dem Flur, sodass man seinen Duschgang manchmal etwas abpassen muss, um nicht vor der Tür warten zu müssen. Abhängig von der Anzahl der bewohnten Zimmer auf dem jeweiligen Flur, passiert dies jedoch verhältnismäßig selten.

Am Montag nach der Ankunft wurde der Placement-Test geschrieben, um einen, abhängig vom Englisch-Niveau, in den richtigen Kurs einzuteilen. Der Unterricht ist leider stark vom Lehrer abhängig. Es gibt sowohl sehr gute Lehrer, als auch Lehrer, bei denen der Unterricht weniger motivierend ist.

Zur Freizeit: Nachdem der Unterricht um 13.00 Uhr beendet ist, geht‘s erstmal zum Mittagessen in die Mensa, wobei niemand gezwungen ist, das SEHR englische Essen dort zu verzehren. In wenigen Minuten ist man auf der  Cornmarket Street, wo es von Burger King und McDonalds über Starbucks und Supermarkt bis zu richtigen Restaurants genügend Möglichkeiten gibt, satt zu werden. Angesichts der Preise und Verträglichkeit des Fastfoods, sollte man dies jedoch nur tun, wenn das Essen in der Mensa wirklich ungenießbar ist oder man sowieso grad in der Stadt ist.

Es gibt jede Menge Möglichkeiten, seinen Tag bis Abends (23:00 ist Zimmerpflicht) zu verbringen.
Tischtennis, Brett- und andere Spiele, die man im Social Commitee Office ausleihen kann, der TV-Room, Shopping oder einfach nur mit den Leuten draußen oder drinnen zu chillen sind nur einige der Möglickeiten. Mehrmals die Woche gibt es außerdem einen Sports-Afternoon in einem nahe gelegenen Sportcenter, wo man alle möglichen Sportarten ausüben kann.

Da alle Studenten in einem Alter sind in dem man auch gerne mal abends feiern geht, gibt es jeden Mittwoch und Freitag Disco im Bridgeclub, 10 min vom College entfernt. Tickets: 3 €.
Von 20.00 bis 22.00 Uhr könnt ihr im durchaus schicken Club ordentlich abfeiern. Alkohol gibt es jedoch nicht , da jegliche alkoholischen  Getränke in England erst ab 18 verkauft werden. Alkoholisiert sollte man daher auf keinen Fall ins College kommen (egal, wie man an den Alkohol gekommen ist). Rauchen hingegen ist auf dem College-Gelände gestattet.

Neben dem Verbessern des Englischen ist natürlich der soziale Aspekt das Allerbeste: Man lernt eine Menge unglaublich netter Leute aus den verschiedensten Ländern kennen. Jedoch sei dazu gesagt, dass man nicht erwarten sollte, am ersten Abend direkt jeden im College zu kennen. Kleiner Tipp: Sei bloß nicht schüchtern, sondern geh auf die Leute zu und sei offen! Du wirst sehen, man findet sehr schnell Freunde, die man am Ende SEHR schwer wieder gehen lassen möchte! Vergiss nicht E-Mail-Adressen, Facebookdaten oder sonst was auszutauschen. Apropos Internet: Solltet ihr mal den Drang verspüren, etwas zu surfen, könnt ihr euch abends für jeweils 20 Min bei einem der Computer im College eintragen oder für 1£ pro Stunde ins Internet-Cafe in der Nähe des College gehen.

Fazit:
Abgesehen davon, dass man nicht viel länger schlafen kann, als in der Schulzeit und dem manchmal wirklich schlechten Essen gibt es eigentlich nicht wirklich was Negatives zu sagen. Dein Englisch verbessert sich merklich (vorausgesetzt du sprichst auch außerhalb des Unterrichts möglichst viel Englisch), du lernst SEHR viele, nette Leute kennen, hast sehr viel Spaß und einmal Zeit, OHNE deine Eltern, was manche vielleicht auch ganz gut finden.

Das investierte Geld und die Zeit lohnen sich wirklich sehr und sind eine unvergleichliche Erfahrung für Leute, die kein ganzes Auslandsjahr machen wollen oder einfach ihr Englisch verbessern wollen.

Lennard

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