Stefan Willeke

Auch ich möchte von meinem 2- wöchigen Aufenthalt auf Jersey berichten…

Ich verreiste mit 2 Freundinnen aus meiner Klasse und es war unsere erste Sprachreise.

Natürlich waren wir sehr gespannt, was uns erwarten wird - vielleicht nur lernen? Doch es kam ganz anders…

Wir flogen am Samstagmorgen am Flughafen von Hannover los und hatten einen Zwischenstopp auf Guernsey und waren nach gut 2 Stunden an unserem Ziel angekommen. Uns wurde gesagt, dass uns unsere Familien vom Flughafen abholen wollten. Nachdem das Gepäck entgegengenommen worden war, trafen wir sofort unsere Gastmütter (ich war allein als einziger Deutscher in einer Familie – das Beste, was mir hatte passieren können!) und fuhren in das 30 Min von St. Helier entfernte St. Clement. Meine Gastmutter Sue war sehr interessiert an mir und man vertiefte sich die ganze Autofahrt in ein Gespräch. Die anfangs befürchteten Sprachschwierigkeiten waren verflogen! Das Haus war dem Strand ziemlich nahe und sehr schön eingerichtet...uns sollte es an nichts fehlen. Dort angekommen wurde ich meinem Gastvater Vince vorgestellt, welcher mir gleich das Haus zeigte. Den ersten Tag war ich mit einem Spanier in einem Zimmer, aber am darauf folgenden Tag traf Pierre ein – ein Franzose, mit dem ich heute immer noch in engem Kontakt stehe. Wir beide teilten uns ein Zimmer und lernten uns sehr schnell sehr gut kennen. Auch unseren Gesprächen stand nichts im Wege. Wir konnten uns alles erklären, wenn anfangs vielleicht auch mit kleinen Schwierigkeiten! Meine Freundinnen wohnten nur 5 Min entfernt und so gingen wir zu viert oft an den Strand (das Wetter war unvorstellbar gut). Auch das Essen war sehr gut! Es wurde jeden Tag für uns gekocht und die Familie aß immer mit uns zusammen! Für den Tag wurde mir immer ein riesiges Lunch-Paket mitgegeben (Getränk, Sandwich, Chips, Snack, Süßigkeiten und was Gesundes!)

Am Montag wurden wir von einem speziellen Schulbus fast direkt vor der Haustür abgeholt und zu unserer Schule, dem St. Brelades College, gebracht. Dort wartete ein Einstufungstest auf uns. Keine Angst! Der Test ist nicht schwierig und es sind alles Ankreuzfragen! Nach diesem Ergebnis wurden wir in ca. 15 Gruppen eingeteilt. Dann begann der Unterricht… ich war in einer Gruppe mit Deutschen und Schweden. Man hatte jeden Tag die ersten 1,5 Stunden eine Lehrkraft, danach 30 Min Pause, und darauf hin wieder dieselbe Zeit aber mit einer anderen Lehrerin. Diese Lehrerinnen wechselten jede Woche. Der Unterricht ist nicht mit Schule zu vergleichen. Es geht wesentlich lockerer zu und natürlich gibt es auch keine Hausaufgaben. Es wird über aktuelle Themen geredet, Spiele gespielt, aber auch die Grammatik aufgefrischt! In der Pause konnte man in der Kantine für wenig Geld warmes Essen oder auch Snacks kaufen. Während des Unterrichts kam der Aktivitäten-Manager herum und hat gefragt, welche angebotenen Aktivitäten wir an dem jeweiligen Tag machen wollten. Anfangs bekamen wir ein Blatt mit den Angeboten für jeden Tag. Man konnte auswählen zwischen Minigolf, Surfen, Schwimmbad, Kulturangeboten, Bananaboot, Tennis und noch viel mehr…!

Nach den 3 Stunden Unterricht gab es wieder eine Pause und so gegen 13 Uhr kamen mehrere Busse, die uns zu unseren jeweiligen Aktivitäten brachten….Man muss sagen, dass dies sehr gut organisiert wird!!!

Die Aktivitäten waren immer sehr lustig und man hatte Spaß sich mit den „Nicht-Deutschen“ auszutauschen. Besichtigt wurden z.B. die Jersey War Tunnels oder das Jersey Museum.

Danach wurden wir zu einem anderen College gebracht, von wo dann Busse uns wieder nach Hause brachten. So waren wir meist gegen 18 Uhr in unseren Familien und aßen zu Abend.

Jede Woche am Freitag gibt es Barbeque am College, wozu alle Schüler sehr herzlich eingeladen wurden. An einem Samstag fuhren wir mit noch 10 deutschen Schülern mit unserer Betreuerin Connie von iSt mit dem Schnellboot nach St. Malo (Fun Pack St. Malo).

Die Zeit dort verging viel zu schnell vorbei. Man knüpfte viele Kontakte und hatte sehr viel Spaß. Somit fiel auch der Abschied sehr schwer. Meine Familie war das Beste, was mir hatte passieren können und das habe ich ihnen auch gesagt. Auch sie waren traurig, dass ich fort musste, aber auch ich habe ihnen ein Wiedersehen versprochen.

Insgesamt empfehle ich jedem eine Sprachreise, vor allem nach Jersey (wegen der netten Leute). Man kann sich immer verständigen, hat Spaß und tut auch noch was für sein Englisch!

Mein Tipp: Als einziger Deutscher in eine Familie – bringt am meisten!!!

Weitere Informationen oder spezielle Fragen können mir an Hannover96fan@gmx.de zugeschickt werden!

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