Ursula K.

Am 11.08. ging es dann endlich mit aufgeregter Stimmung los Richtung Jersey.
Meine Freundin und ich würden 3 Wochen zusammen im Guesthouse in der Nähe der Hauptstadt St.Helier wohnen und wir freuten uns schon riesig auf die bevorstehenden Erfahrungen.

Am Münchner Flughafen begegneten wir auch schon ein paar anderen Jugendlichen, die ihre Ferien mit iSt auf Jersey verbringen würden.

Nach 1h und 45 Minuten Flugzeit landeten wir zur Mittagszeit bei wunderschönem Wetter auf der Kanalinsel. Mitarbeiter der Schule fuhren meine Freundin und mich und zwei andere Mädchen zum Guesthouse, welches in St. Saviour nicht weit entfernt vom Strand, liegt.

Schon am ersten Abend lernten wir beim BBQ im Garten ein paar nette Deutsche, Franzosen und Tschechen, die auch im Guesthouse wohnten, kennen.

Nachdem wir den Sonntag mit Erkunden der Insel und Strandbesuchen verbracht hatten, waren wir am Montagmorgen ziemlich gespannt, was uns in der Schule erwarten würde.

Immer um Viertel nach 8 mussten wir das Guesthouse unter der Woche verlassen, etwa 5 Minuten zum New Era Health House laufen, wo wir von einem Schulbus abgeholt und zur Schule gebracht wurden. Die Busfahrt dauerte etwa  15-20 Minuten und war eigentlich ziemlich schön, da wir durch St Helier und St Saviour durchfuhren und einige interessante Häuser und Läden entdecken konnten.

In der Schule angekommen, schrieben wir in der ersten Unterrichtseinheit einen Einstufungstest in der großen Cafeteria mit ca 100 anderen Schülern. Ich schätze, dass  von den 100 Mitschülern etwa 40% Deutsche, 40%Franzosen, 15% Russen und 5% Tschechen waren. Im Laufe des Aufenthalts lernt man wirklich sehr viele Leute kennen, einige sind mir auch sehr ans Herz gewachsen!

Nach dem Test, der eigentlich relativ einfach war, wurden uns anhand einer PowerPoint –Präsentation die einzelnen Aktivitäten, die wir für das Nachmittagsprogramm wählen konnten, erklärt.

In der zweiten Unterrichtseinheit waren wir schon in Klassen eingeteilt, in denen man dann eine Willkommensmappe mit wichtigen Informationen (Bus, Karten, Programmübersicht für die Aktivitäten etc.) erhielt und zusammen mit einer Lehrkraft die Sicherheitsvorkehrungen angesichts Ebbe und Flut etc. durchging.

Immer vormittags kamen zwei Betreuer in den Unterricht, stellten die Aktivitäten für den Nachmittag vor und fragten jeden Einzelnen, was er machen wollte, woraufhin man ein kleines Kärtchen mit der jeweiligen Aktivität bekam. Es konnte auch passieren, dass von der Aktivität, die man eigentlich machen wollte schon alle Plätze vergeben waren, was aber kein Problem war, weil es immer mehrere Sachen gab, die einen interessierten.

Ein paar Aktivitäten waren:
Surfing, Wind-Surfing, Kayaking, Paddle-Boarding, Banana-Boat Riding, Rubber Rings, Beach Visit, Beachgames, Trampolining, Outdoor Tennis/Football, Swimming at Aquasplash, Zoobesuch, Castle Besichtigung, Living Legend (Mini Golf, Go-Cart, History Show), Adventure Park und noch vieles mehr. Die Aktivitäten sind Pflicht gewesen, dafür war freitags immer der Shopping-Nachmittag.

Abends gab es auch Aktivitäten, die waren aber freiwillig. So konnte man beispielsweise ins Kino oder in die Disko gehen. Jeden Donnerstag fand außerdem ein BBQ am Strand statt.
Abends trafen sich einige Jugendliche gerne am Liberation Square was vom Guesthouse ein gut  zu Fuß erreichbarer Treffpunkt war.  Man kann aber auch Bus fahren, was auf Jersey relativ strikt und kontrolliert abläuft.

Zum Unterricht:
Der Unterricht hat mir meist sehr gut gefallen, die Lehrer, die wir hatten,  waren alle sehr jung (Mitte 20) und gewillt, uns ein gutes Englisch beizubringen.

In jeder Stunde haben wir bei dem jeweiligen Lehrer ein bestimmtes Thema behandelt, sodass wir nicht nur unser Englisch anhand von Gruppenaufgaben, Spielen und Quizzen, Diskussionsrunden, Leseübungen, Schreibaufgaben und Listeningübungen sowie kreativen Aufgaben (wir mussten mal eine politische Rede schreiben und vortragen), verbessern konnten, sondern insgesamt viel gelernt haben. Wir haben uns beispielsweise mit Space, Drugs, Weather, Ages, Politics, Crime, Human Rights, Globalization, Advertising, Commercials und Social Network beschäftigt.
Immer freitags haben wir auf Englisch einen Film angeguckt.

Zum Guesthouse:
Das Guesthouse ist keine luxuriöse Unterbringung, die Zimmer sind einfach und ordentlich eingerichtet, trotzdem kann man hier eine schöne Zeit verbringen. Das Essen ist typisch englisch, aber eigentlich ganz okay.  Außerdem gibt es WiFi und einen Computer, der von den Schülern im Guesthouse genutzt werden kann. Der Garten ist relativ klein, aber hübsch und ist eine gute Möglichkeit,  mal draußen zu sitzen.

Jersey:
Jersey ist eine kleine, wunderhübsche Insel mit viel französischem Einfluss.
Die Natur dort ist wirklich sehr schön! Es gibt viele Hortensien, die die netten Straßen und beeindruckenden Villen zieren. Wenn man mit den Bussen, die einen nach dem Lunch von der Schule abholen, zu den Aktivitäten fährt, sieht man beeindruckende Häuser  und tolle Strände! 

Im Ganzen kann ich sagen, wenn man ein weltoffener Jugendlicher ist, der gerne neue Leute kennen lernt und dabei auch noch sein Englisch verbessern will, steht einem nichts im Weg!

Ursula K.