Royal Russell College: Rebecca J.

Am 08.07. stieg ich am Frankfurter Flughafen in den Flieger nach London Heathrow. Ich war ziemlich aufgeregt, da ich zum ersten Mal ganz alleine flog und zudem auch noch zwei Wochen in einem College in England verbringen würde, an dem ich überhaupt niemanden kannte.

Zum Glück traf ich schon an meinem Gate ein Mädchen, sie war älter als ich, das den bekannten roten iSt-Aufkleber am Rucksack trug, wie ich auch. Wir warteten gemeinsam auf unseren Flieger, der ein bisschen Verspätung hatte, und unterhielten uns dabei.

Der einstündige Flug zur Hauptstadt von England verlief ziemlich ruhig und so kam ich gut am Flughafen an. Hier musste ich mich von dem anderen Mädchen leider verabschieden, da sie in ein College in Oxford gehen würde, während ich mich für Croydon entschieden hatte.

Am Ausgang des Flughafens warteten auch schon zwei Frauen mit einem „Churchill House“-Schild und eine kleine Gruppe von jungen Leuten. Wir wurden dann von einem Bus abgeholt und ins „Royal Russel College“ gebracht.

Der wunderschöne Campus mit Schwimmbecken, Turnhalle und Tennisplätzen, befand sich ein bisschen außerhalb von Croydon. Er kam mir, als ich dort ankam, ziemlich groß vor, mit den vielen Rasenflächen und vereinzelten alten Gebäuden.

Nachdem jeder ein paar Zettel ausgefüllt hatte, begleiteten uns ein paar Staff-Leute zu unseren Zimmern. Es gab für uns Schüler im „Churchill House“ fünf Gebäude, drei für die Mädchen und zwei für die Jungs. Ich war im „Annox“-Haus untergebracht, was früher einmal ein Krankenhaus gewesen sein musste, da die Zimmer und Flure einem Hospital sehr ähnlich sahen. Da es auch das kleinste Gebäude war, gab es nur vier Duschen und sechs Toiletten auf dem Gang. Die Toiletten waren ziemlich eng, und die Waschbecken, von dem jeder eins in seinem Zimmer hatte, waren sehr klein und machten auch oft sehr seltsame Geräusche. Zwischendurch sind auch mal drei der vier Duschen kaputt gegangen.

Ich war in einem Viererzimmer, mit einer anderen Deutschen und zwei Mädchen aus der Slowakei. Die andere Deutsche und ich verstanden uns von Anfang an sehr gut. Insgesamt gab es vier deutsche Mädchen und fünf deutsche Jungs, ein Junge und ein Mädchen aus Holland, eine Gruppe Brasilianer und eine Gruppe Mexikaner, etwas 30 italienische Mädchen, mehrere aus Slowenien und der Slowakei und auch einige Russen und Russinnen. Die meisten Leute waren auch sehr offen und freundlich, sodass man sehr gut neue Freunde finden konnte. 

Während der Woche von Montag bis Freitag gab es jeweils einen festen Wochenplan. Der Tag begann um 7:30 mit Frühstück. Danach waren drei Stunden English Lessons und anschließend Lunch & House Time von 12:30 – 14:00 Uhr. Von 14:00 – 17:00 konnte man sich zwischen mehreren Aktivitäten entscheiden. Dinner & House Time war von 18:00 – 20:00 Uhr. Danach gab es noch ein Abendprogramm bis 22:00 und um 23:00 sollte jeder in seinem Bett liegen.

Von Montag bis Samstag gab es normales Frühstück, bei dem es alles von Croissants bis Obst und Cornflakes gab. Am Sonntag gab es das traditionelle englische Frühstück mit Eiern, Speck und Würstchen. Die Getränke waren ziemlich gewöhnungsbedürftig. Tee, Kaffee oder Schokolade schmeckten aus dem Automaten eigentlich ziemlich gleich und die Säfte konnte man gar nicht trinken.

Am ersten Tag musste jeder einen Einstufungstest machen. Dann wurde man in Klassen eingeteilt, die jeweils zwei Lehrer hatten, die sich abgewechselt haben. Der Unterricht war sehr abwechslungsreich, neben Grammatik haben wir auch viele Spiele gespielt, Texte gelesen, Videos geschaut oder über verschiedene Themen geredet.

Bei den Aktivitäten am Nachmittag konnte man sich zwei Sachen aussuchen; Sport oder etwas Kreatives. Allerdings hat es auch niemand gemerkt wenn man mal nicht mitgemacht hat.

Bei den Aktivitäten am Abend haben die Staff-Leute verschiedene Sachen vorbereitet wie: International Quiz, Murder Mystery Night, Karaoke Night. Jeden Freitag gab es abends eine Party mit Musik und nach jedem Ausflug fielen die Abendaktivitäten aus und es gab eine Barbecue Night. Da hat man statt dem üblichen Abendessen Würstchen und Hamburger gegessen. Insgesamt waren die Abendaktivitäten nicht so der Hammer und eher langweilig.

Jede Woche gab es zwei Ausflüge. Einen Halbtags-Ausflug am Mittwoch und einen Ganztags-Ausflug am Sonntag. Außerdem konnte man sich aussuchen, ob man am Montag statt Afternoon Activities nicht lieber in Croydon shoppen gehen will, allerding musste man die Fahrtkosten selbst bezahlen.

Die Ausflüge haben richtig Spaß gemacht und waren wirklich toll. So war ich zum Beispiel in Brighton, Oxford und mehrmals in London. Dort ist man in kleinen Gruppen und jeweils einem Staff rumgelaufen und hatte auch viel freie Zeit. 

Am letzten Tag der zwei Wochen war ich wirklich traurig, dass ich abreisen musste. Ich hatte tolle Freunde gefunden und eine wundervolle Zeit in England gehabt.

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