Charlotte Doll

Ungefähr so lässt sich mein 2-wöchiger Aufenthalt auf Malta / Valletta beschreiben.

Aber jetzt noch mal etwas genauer:

Ich hatte also den Entschluss gefasst, ohne Eltern zu verreisen und mich (auch wegen meiner Eltern) für eine Sprachreise entschieden und da ich nicht nur lernen, sondern auch Urlaub machen wollte, entschied ich mich für Malta, eine Insel im Mittelmeer.

Ich hatte etwas Angst vorm Fliegen, da ich ganz alleine unterwegs war. Doch schon im Flugzeug lernte ich die ersten „Mitschüler“ kennen. Auf Malta angekommen wurden wir von iSt / ESE empfangen und zu unseren Familien gebracht. Dort wurde ich auch freundlich empfangen und meine Gastmutter zeigte mir mein Zimmer, das ich mir mit einem Mädchen aus Spanien teilte. Danach zeigte sie mir die Schule und den Strand. Als ich dann allein einen Spaziergang durch die Stadt unternahm, fand ich auf den ersten Anlauf unser Haus nicht mehr, was mir dann aber dank Stadtplan und anderen Austauschschülern, die mir halfen, gelang. Beim Abendessen lernte ich dann die ganze Familie und die 4 weiteren Austauschschüler kennen. So wurde es einem nie langweilig, weil jeder von seinem Tag und dem Erlebten erzählen konnte. Abends nahm mich meine Gastschwester dann mit nach Paceville, wo ich gleich noch viel mehr Austauschschüler kennen lernte.

Am nächsten Morgen in der Schule musste ich dann den Einstufungstest machen und wurde meiner Klasse zugeteilt, die aus 10 Schülern bestand, die aus verschiedenen Ländern kamen. So lernte man auch gleich etwas über die unterschiedlichen Länder, da wir im Unterricht viel sprachen und kreativ gearbeitet haben, was mir viel besser gefallen hat, als ständig nur Grammatik zu wiederholen. Außerdem waren die Lehrer nett und bearbeiteten auch Themen, die wir z.T. selbst vorschlagen konnten.

Mittags wurde dann am Strand gefaulenzt. Wobei man dazu sagen muss, dass es ein Felsstrand ist und kein Sandstrand. Wer keine Lust auf baden oder sonnen hatte, konnte auch eine von ESE angebotene Tour mitmachen und z.B. die Nachbarinsel Gozo besichtigen. Auch hier wurde Abwechslung angeboten.

Abends ging es dann wieder ab nach Paceville, das ein sehr aktives Nachtleben hat ;) und man auch hier sein Englisch verbessern kann, da im Sommer mehr Austauschschüler als normale Bewohner auf Malta ein zuhause finden und man leicht mit anderen ins Gespräch kommt. So lernte ich u.a. auch etwas Japanisch =)

An den Wochenenden wurden meist Ganztagesausflüge von ESE angeboten, wobei man Malta auch ganz gut auf eigene Faust erkunden kann. So haben wir uns Fahrräder gemietet und sind von Swieqi zur „blue grotto“ und den Tempeln geradelt, was sich als Abenteuer herausstellte, da man sich erst an den Linksverkehr, den Fahrstil der Malteser, das Fahren auf den Straßen / dem Highway und die extrem hügelige Landschaft gewöhnen musste. (Ich glaube, das ist auch der Grund, warum mich meine Gastmutter etwas irritiert angeschaut hatte, als ich ihr erzählt habe, dass ich Fahrrad fahren möchte.) Doch der Ausflug hat sich gelohnt. Wir haben noch Mdina und Valletta, die Hauptstadt, besichtigt. Überhaupt gibt es auf Malta viele nette Städtchen, die sehenswert sind.

Leider gingen die 2 Wochen viiiel zu schnell um. Aber ich kann nur sagen: ich würde jederzeit wieder einen Sprachurlaub auf Malta machen!