Valletta: Niklas W.

Die Entscheidung, eine Sprachreise zu machen, stand noch nicht lange fest. Zuerst wollte ich ein Jahr im Ausland verbringen aber vorher sollte ich meine Englischkenntnisse aufbessern.

Also suchte ich nach Sprachreisen, aber nach England wollte ich von Anfang an nicht, da schien mir Malta perfekt. Sonnig und liegt im Süden und die Flugzeit war mit 2,5 Stunden auch sehr vertretbar. Diesen Sommer habe ich alleine eine 3-wöchige Sprachreise nach Malta unternommen. Zuerst habe ich gedacht alleine, das könnte relativ schwierig werden aber schon am Flughafen lernte ich viele Leute kennen. Das Kennenlernen ging dann gleich im Flugzeug weiter und so verging der Flug sehr schnell. Am Flughafen wurde man von den sehr netten Mitarbeitern der Schule in Empfang genommen und bei der Gastfamilie /Residenz etc. abgeliefert.

In meinem Fall ging es zu einer Gastfamilie. Ich war sehr aufgeregt als ich vor deren Haustür stand und klingelte. Doch dies legte sich schnell als ich von der netten Gastmutter hereingebeten wurde. Sie zeigte mir das Zimmer, das ein Dreibett Zimmer war. In diesem Zimmer stand noch ein Schrank. Unser Zimmer hatte einen riesigen Balkon von dem aus man über die komplette Stadt schauen konnte. Ich war nicht der einzigste Schüler, eine halbe Stunde später kam ein zweiter Deutscher in die Gastfamilie.

Die Gastfamilie hatte ein sehr großes Haus. Es war zum Glück sehr zentral gelegen, nicht wie andere Wohnungen meiner Mitreisenden. In der Gastfamilie waren auch noch Russen und Franzosen da, insgesamt waren wir 9 Schüler in der Gastfamilie. Dann am Nachmittag hat uns der genau so nette Gastvater den Pickup Point gezeigt.

Am ersten Schultag sieht man viele Leute aus dem Flugzeug wieder. Man hat ein Welcome Meeting am Nachmittag, bei dem einem alles erklärt wurde.
Die Schule ist sehr modern und die Lehrer sind total nett und versuchen den Unterricht so spannend wie möglich zu gestalten, die meisten Lehrer sind aus Malta doch wir hatten auch eine aus England und den USA.

Das Freizeit Programm für die 3 Wochen bestand aus verschiedenen Ausflügen nach Valletta, Mdina oder Blue Grotto. Bei allen Ausflügen waren immer sehr coole Leader dabei. Man konnte auch für jede Woche kostenpflichtige Ausflüge buchen, z.B Paintball spielen. (Ein Muss, denn es macht sehr viel Spaß.)

Für alle, die nicht an den Aktivitäten teilnehmen wollten stand der Nachmittag zur freien Verfügung. So konnte man in eine Shoppingmall nach Sliema oder einfach an einen Strand gehen. Dies musste man dann aber mit den öffentlichen Bussen erledigen.

Bei den öffentlichen Bussen ist das so etwas, entweder sie sind so voll, dass er gar nicht erst hält oder er kommt zu spät oder ganz selten kommt er auch mal gar nicht.

Trotz dieses Problems ist Malta ein sehr schönes Land. Man kann an den Stränden sehr schön Schnorcheln oder Wassersport betreiben. Und abends wird einem auch nicht langweilig, man kann ins Hard Rock Cafe oder Bowlen gehen.

Das Wetter war die ganzen 3 Wochen fabelhaft. Morgens und abends etwas diesig aber sonst keine Wolke am Himmel. Als ich ankam, gab es eine Hitzewelle mit 40-45 Grad und sehr hoher Luftfeuchtigkeit und nachts war es unwesentlich kühler aber es war auszuhalten, weil immer ein leichter Wind vom Meer herein kam.

Die 3 Wochen vergingen recht schnell und der Abschied von der Gastfamilie war für beide nicht einfach. Doch ich freute mich auch auf zu Hause. Die Gastmutter sagte noch, wenn ich wieder kommen wolle, sie nehme mich erneut als Gast auf.