Erfahrungsberichte aus New York

Kevin Wolf

Im Jahr zuvor war ich nach einer dreiwöchigen Sprachreise in England so begeistert, dass ich mich gleich entschied: nächstes Jahr möchte ich nach New York!

Da ich bereits volljährig bin und nicht zwingend notwendig auf ein Rund-um-die-Uhr-Beschäftigungsprogramm angewiesen bin, fand ich mit iSt die perfekte Agentur und buchte eine dreiwöchige „individuelle Sprachreise“ nach New York.

Um den Flug kümmerte ich mich selbst, allerdings muss man beachten, dass gerade über den Sommer und an Samstagen (die An- und Abreisetage) die Flugpreise nicht ganz so günstig sind.

Nach langer Vorfreude und vorab gut mit Informationen von iSt versorgt, verabschiedete ich mich am Frankfurter Flughafen von meinen Eltern, stieg in das Flugzeug und kam acht Stunden später bei herrlichem Sonnenschein am JFK Airport an. Im Flugzeug habe ich bereits ein nettes Ehepaar aus Long Island kennen gelernt, das mir gute Tipps für New York mit auf den Weg gab. Vom Flughafen aus nahm ich mir ein Taxi nach Queens, wo meine Gastfamilie wohnte (18 Dollar für etwa 15 Minuten Fahrzeit).

Ich wurde herzlich von meinen chinesischen Gasteltern, die zwei Kinder im Grundschulalter haben, begrüßt. Alles lief ganz unkompliziert ab, ich wurde so freundlich und offen wie noch nie aufgenommen und war sofort ein Freund der Familie. Außer mir lebte noch ein südkoreanischer Gastschüler in der Familie, mit dem ich mich ebenfalls super verstand.

Am ersten Schultag wurde ein Einstufungstest durchgeführt, um zu schauen, in welches sprachliche Level man eingestuft wird. Ich war im Advanced Level und in der Morning Class, was ich persönlich besser finde, so hat man die Nachmittage frei, um New Yorks unzählige Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.

Die Fahrt zur Schule, welche die komplette 63. Etage des Empire State Buildings gemietet hat (man kann also einen Rundumblick genießen), dauerte von meiner Gastfamilie mit Bus und Subway etwa eine Stunde. Obwohl die Subway immer gerammelt voll war, ist es eigentlich ein sehr ruhiger Ort, was daran liegt, dass man keinen Handyempfang hat. Die meisten Leute lesen entweder Zeitung oder schlafen. Ich habe die Fahrten mit der Subway immer sehr genossen. Holt euch am besten gleich eine Wochenkarte (etwa 25 Dollar), das Einzugsgebiet ist riesig.

Der Unterricht in der Schule war interessant und modern gestaltet. Sprachlich hat es auch wirklich etwas gebracht, da wir eine internationale Truppe aus fünfzehn Schülern waren. Man merkte, dass uns professionell ausgebildete Lehrer unterrichteten und nicht irgendwelche Studenten in ihrer Freizeit.

Zu New York selbst brauche ich wohl nichts sagen: die Stadt ist einfach überwältigend.

Als Tipp kann ich empfehlen: Schaut euch ein Broadway-Musical an. Täglich ab 15 Uhr gibt es im Ticketoffice am Times Square bis zu 50 % Rabatt auf viele Vorstellungen am selben Abend (so habe ich West Side Story für 66 Dollar statt 132 Dollar gesehen).

Am Wochenende lohnt es sich auch einmal, die Außenbezirke kennen zu lernen. Macht einen Trip nach Coney Island (direkter Subway-Anschluss), einer Halbinsel mit Vergnügungspark, Sandstrand und allem drum und dran.

Ich habe an den Wochenenden meist etwas mit meiner Gastfamilie unternommen, die für viele Museen in Manhattan und Queens eine Jahreskarte hatte und kostenlos Gäste mit ins Museum bringen durfte (so habe ich einige Dollars gespart, denn meist beträgt der Eintritt in ein Museum 15-20 Dollar; Tipp: das MoMA ist Freitag Nachmittags umsonst).

Wenn möglich, schaut euch einen richtig amerikanischen Supermarkt an. Meist kann man dort auch gleich typisch amerikanisch essen (Hotdog und Pizza). Am meisten beeindruckt war ich aber von dem Philadelphiakäse, der in Eimern verkauft wurde.

Zum Einkaufen ist New York logischerweise super. In unmittelbarer Nähe zum ESB befindet sich Macy‘s, das größte Kaufhaus der Welt. Außerdem gibt es natürlich Filialen von Hollister, A&F, GAP, H&M und vielen mehr. Wenn euch die Stores in der 5th Avenue zu überlaufen sind, dann fahrt nach SoHo. Dort haben die meisten Ketten weitere Stores (u.a. auch Apple), die etwas weniger voll sind und es hat gleich ein ganz anderes Flair, da SoHo vielleicht eher für jüngere Menschen geeignet ist als die teuren Geschäfte in der 5th Avenue.

Als weiteren Tipp empfehle ich euch, on „Top of the Rock“ zu gehen - auf die Aussichtsplattform des Rockefeller Centers. Gerade bei Sonnenuntergang kann man die tollen Lichteinfälle und Blicke auf das ESB und den Central Park bestaunen.

Aber ihr werdet eure hoffentlich ganz tollen und individuellen New York Erlebnisse machen.

Drei Wochen New York sind eine angemessene Zeit, um in aller Ruhe die Stadt zu erkunden und nicht von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit hetzen zu müssen. Kürzer sollte die Sprachreise nicht ausfallen, da sonst auch die Lernerfolge nicht so spürbar eintreten. Natürlich gäbe es noch viel viel mehr zu berichten, da ich in dieser Zeit wirklich großartiges erlebt habe.

Alles weitere werdet ihr sicherlich vor Ort erfahren, es soll ja auch noch Überraschungen geben.

Und so schließe ich meinen Erfahrungsbericht mit den wahrhaften Liedzeilen von Alicia Keys: these streets will make you feel brand new, big lights will inspire you, let‘s hear it for New York.

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