Teresa Ruberg

Nach langer Vorfreude war es dann im August endlich so weit: meine Cousine und ich machten uns auf den Weg nach New York, wo wir einen dreiwöchigen Sprachkurs im Empire State Building und die Unterkunft in einer Gastfamilie gebucht hatten.

Nach einem langen Flug kamen wir dann bei unserer Gastfamilie in Queens an. Die Familie war recht nett, jedoch sollte man von der Ausstattung der Zimmer, der Größe des Hauses und dem Essen nicht allzu viel erwarten.

Schon am nächsten Tag kauften wir uns eine U-Bahn Karte und begannen, Manhattan auf eigene Faust zu erkunden.

Obwohl wir die ersten beiden Wochen nachmittags Unterricht hatten, hat dies unsere Sightseeing- und Shoppingpläne nicht beeinflusst. Jeden Tag nahmen wir uns eine andere Sehenswürdigkeit oder ein anderes Stadtviertel vor. Die meiste Zeit haben wir die Stadt zu Fuß erkundet, bequeme Schuhe sind da wirklich Pflicht.

Da wir viele Aktivitäten der Schule nicht wahrnehmen konnten, da wir zum Einen noch keine 21 Jahre alt waren und zum anderen recht weit außerhalb gewohnt haben und deshalb nicht nach Mitternacht nach Hause kommen wollten, organisierten wir uns selbst Tickets für ein Spiel der New York Yankees (Baseball) oder für eine Vorführung vom 'Phantom der Oper' am Broadway.

Von der Schule aus sind wir dann aber doch einen Samstag mit dem Bus nach Philadelphia gefahren. Dort haben wir zunächst eine Stadtrundfahrt gemacht und sind dann in den Museumspark der 'Independence Hall' gegangen. Anschließend hatten wir auch noch Freitzeit.

Der Ausflug hat sich auf jeden Fall gelohnt, da man für 89$ wirklich etwas geboten bekommen hat und Amerika auch nochmal von einer anderen Seite kennengelernt hat.

Die Schule war wirklich immer super. Der Unterricht ist sehr stark auf Sprechen und Kommunikation ausgelegt, was meiner Meinung im regulären Sprachunterricht an Schulen etc. viel zu kurz kommt. Schon nach nur drei Wochen kann ich wirklich einen riesigen Unterschied in meiner Fähigkeit, freu zu sprechen, feststellen. Ebenso lernt man quasi fast nebenbei eine Menge neuer Vokabeln und vor allem amerikanischer Redewendungen. Die meisten Lehrer sind wirklich total nett und immer zuvorkommend und verständnisvoll.

Der Blick aus meinem Klassenraum war auch wirklich unbeschreiblich, da musste man sich manchmal schon zusammenreißen, dem Unterricht voll und ganz zu folgen.

Auch der Kontakt zu und der Austausch mit Menschen aus den verschiedensten Kulturen und Nationen ist wirklich etwas ganz Besonderes und eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

New York ist wirklich eine super tolle Stadt, die unglaublich viel zu bieten hat.

Meiner Meinung sind vor allem die Brooklyn Bridge, das MoMA, die Aussichtsplattform des Rockefeller Centers bei Nacht und die kleineren Viertel wie Greenwich oder SoHo Dinge, die man auf keinen Fall verpassen sollte.

Auch das Gefühl, über den Times Square zu gehen, über die Fifth Avenue zu flanieren oder die Statue of Liberty live zu sehen ist unbeschreiblich.

Ebenso schlägt da wirklich das Shopping-Herz höher und meine Cousine und ich hatten enorme Angst vor möglichem Übergepäck auf dem Rückflug :).

Jeden Tag hat man dort so viel gelernt und erlebt. Es war wirklich eine Reise, die ich mein Leben lang nicht vergessen werde.