Christina Markloff

Ein Trip ins „Ungewisse“

Am Samstag, den 12.7., war es endlich soweit. Die Aufregung war nicht mehr zu bändigen und die Neugier wuchs mit jedem Kilometer, mit dem wir uns dem Flughafen in Leipzig näherten. Mit dem zuvor sorgfältig beklebten iSt- Rucksack waren die anderen Teilnehmer und ich bestens ausgerüstet und das gegenseitige Erkennen wurde uns so enorm erleichtert. Ich knüpfte gleich zu Beginn Kontakte und sicherte mir somit eine Flugnachbarin, welcher es gelang, mich von meiner Flugangst abzulenken. Leider stellte sich bald heraus, dass sie die folgenden zwei Wochen nicht wie ich in Brighton, sondern in Eastbourne verbringen wird. Aber nichts desto trotz bin ich unversehrt in London gelandet und nach 1½- stündiger Fahrt im Reisebus in Brighton angekommen.

Nun stand uns dieses grausame Warten bevor. Jeder fragte Jeden nach der Gastadresse, um seine „Geschwister für 2 Wochen“ ausfindig zu machen (oder weniger Sympathische schon einmal ausschließen zu können). Dann war es soweit, ein gewisser Aart rief meinen Namen, ich trug aufgeregt meinen Koffer zum Taxi und wurde mit 2 weiteren Mädchen in die Haybourne Road 24 chauffiert. Als das Auto hielt, begrüßte uns gleich eine sympathisch wirkende Frau. Es war wirklich ein sehr herzlicher Empfang und ich wusste sofort, dass mir eine schöne Zeit bevorstehen würde.

Um das Ganze nun etwas zu verkürzen und keine Langeweile aufkommen zu lassen, werde ich die vielen Ereignisse der darauf folgenden Tage ein wenig zusammenfassen.

Nach einem ausgiebigen Stadtrundgang erwartete uns zu Hause das erste „Dinner“. Wie ihr vielleicht wisst, ist das Abendbrot in England eine Art deutsches Mittagessen (oder besser die Entschädigung für das fehlende Mittagessen), nur um einiges geschmackloser. Allgemein gesagt, waren „breakfast“, „lunchpaket“ und „dinner“ gewöhnungsbedürftig. (Schraubt also eure Ansprüche im Voraus ein wenig herunter).

Die Zeit in der Schule war eigentlich immer aufregend, vor allem der Weg dorthin. Aber eine kleine Kritik möchte ich noch üben, denn der Lerneffekt hat sich nicht ganz so realisieren lassen wie ich mir das vorgestellt hatte. Neben zahlreichen Aktivitäten wie Minigolf, Volleyball, „watersports“, Kino und Disko, bestand die Möglichkeit, an zusätzlichen Reisen teilzunehmen. So besuchte ich Oxford, Eton&Windsor und London bei Nacht. Diese Angebote sind auf jeden Fall empfehlenswert, solange es der „körperliche Zustand“ noch hergibt. Denn im Nachhinein kann ich nur sagen, dass nie Langeweile aufkam, da es täglich nur so von Angeboten wimmelte. Um ehrlich zu sein, war man froh, abends im Bett liegen zu dürfen.

Zum Abschluss möchte ich noch kurz auf das Miteinander in der Gastfamilie eingehen. Ich hatte wirklich Glück, denn meine Gastmutter war sehr interessiert und aufgeschlossen. Das hat sicherlich dazu beigetragen, weshalb ich mich wohl gefühlt habe. Bei einer „cup of tea“ ließ es sich aber auch gut plaudern.

Naja, wie ihr euch denken könnt, hat mich die Zeit in Brighton um einige Erfahrungen reicher gemacht und ich erinnere mich immer wieder gern daran zurück.

Ich hoffe, ihr habt einen kleinen Einblick erhalten und mein Bericht konnte eure Entscheidung erleichtern.

Liebe Grüße

Christina

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