Eva-Maria Niehoff

Anfang Juli hieß es für mich ´Welcome to Brighton`. Ein dreiwöchiger Intensiv-Sprachkurs sollte mir helfen, meine Englischkenntnisse aufzubessern.

Meine Reise begann am Düsseldorfer Flughafen. Nach einer Flugzeit von ungefähr eineinhalb Stunden erreichten wir den Flughafen London Heathrow, einen der größten Flughäfen der Welt. Da ich schon im Voraus die passenden Busverbindungen nach Brighton herausgesucht hatte, kam ich nach zwei Stunden in Brighton an und nahm von der Busstation ein Taxi zu meiner Gastfamilie. Dort wurde ich von meinen Gasteltern freundlich empfangen, sie zeigten mir das Haus und ich lernte schnell die anderen (ungefähr zehn) Austauschschüler kennen, die ebenfalls dort untergebracht waren.

Am nächsten Morgen wurde mir der Weg zur Schule von ihnen gezeigt, da sie schon einige Monate in der Gastfamilie gelebt hatten. Die Entfernung zur Schule war zu Fuß fast eine halbe Stunde. Durch einen Einführungstest wurden wir, die neuen Schüler, in verschiedene Lerngruppen eingeteilt, in denen wir für die nächste Zeit unterrichtet werden sollten. Der Unterricht wurde meistens interessant und mit vielseitigen Materialien gestaltet und ich denke, dass die Lehrer den Unterricht sehr gut vorbereitet haben. Man kann dem Unterricht auch relativ gut folgen, weil die Lehrer deutlich und nicht zu schnell sprechen. In meiner Lerngruppe war außer mir noch eine andere aus Deutschland, ansonsten kamen die Leute aus aller Welt. Neben Schweizern, Spaniern, Ungarn und Polen waren auch Jugendliche aus Brasilien und sogar China und Korea in meiner Gruppe, sodass der Unterricht schon dadurch ganz anders war, als hier in Deutschland. Viele aus meiner Gruppe waren älter als ich, fast alle um die zwanzig oder älter.

Nach dem Unterricht, der um kurz vor vier endete, bin ich häufig mit zwei Mädchen aus Deutschland in die Stadt gegangen. Ich hätte nicht gedacht, dass Brighton so schön ist und solch ein großes Freizeitprogramm bietet. Von der Churchill-Square, wo sich das Shoppingcenter befindet und es viele weitere kleine Läden gibt, ist es nicht weit zum Strand. Das Meer ist zwar wirklich kalt aber trotzdem eine angenehme Abkühlung, wenn im Sommer die Sonne scheint. Direkt am Strand findet man den berühmten ´Brighton Pier`, ein langer Steg, auf dem ein kleiner Freizeitpark ist. Leider konnte ich am Freizeitprogramm der Schule nur selten teilnehmen, da ich einen Intensivkurs gebucht hatte und viele der Angebote schon mittags begonnen haben, als ich noch Unterricht hatte. Das war eigentlich schade, aber es gab trotzdem genug Möglichkeiten sich nachmittags zu beschäftigen.

Auch am Wochenende werden von der Schule Ausflüge in Städte organisiert, die in der Umgebung von Brighton liegen. An einem der Wochenenden bin ich zum Beispiel nach London gefahren, allerdings nicht mit der Schulorganisation, sondern mit dem Zug (die Fahrt dauert nur 50 Minuten). Es werden auch ganz viele andere Ausflugziele angeboten, wie beispielsweise Oxford, Stonehenge, Cambridge oder Bournemouth.

Abends gibt es natürlich auch Möglichkeiten etwas zu unternehmen. Zwei mal wöchentlich findet eine Party am Strand statt (in der Babylon Lounge), die von der Schule mitorganisiert ist, es gibt Salsa -und Latin Partys, in der Stadt sind viele Cafés und Pubs, die immer zahlreich besucht sind, und der Strand bietet auch immer eine Gelegenheit den Abend schön zu verbringen. Um in die meisten Nachtclubs zu kommen muss man allerdings über 18 Jahre alt sein und alkoholische Getränke sind unter 18 auch nicht erlaubt.

Meine Gastfamilie war zufriedenstellend. Glücklicherweise wohnten dort auch viele andere Jugendliche in meinem Alter und ich lernte sofort viele Leute kennen. Auch die Austauschschüler aus meiner Gastfamilie kamen von überall her. Außer mir waren noch zwei Studenten aus Deutschland da. Die meisten der Austauschschüler dieser Gastfamilie blieben jedoch nicht nur für einige Wochen, sondern verbrachten ein ganzes Jahr hier.
Ich hatte ziemlich viele Freiheiten in der Gastfamilie, da ich einen eigenen Haustürschlüssel bekommen hatte und es keine festen Ausgangszeiten für mich gab. Sogar die Mahlzeiten konnte ich zu verschiedenen Zeiten einnehmen, so, wie es mir gerade passte. Ich denke, dass das Essen gar nicht so ungesund ist, wie häufig gesagt wird. In meiner Gastfamilie gab es oft Gemüse und Kartoffeln und es schmeckte gut.

Nach drei Wochen musste ich Brighton wieder verlassen. Der Flughafen London Heathrow ist zwar groß und unübersichtlich, doch man findet sich trotzdem schnell zurecht.

Zusammenfassend kann ich jetzt sagen, dass diese Sprachreise in mehreren Hinsichten erfolgreich für mich war und mir in vielen Dingen geholfen hat. Zum einen habe ich durch das Englischsprechen mein Englisch verbessert und viel Neues dazu gelernt. Zum anderen glaube ich, dass ich jetzt mehr Selbstbewusstsein habe als vorher. Es ist etwas ganz anderes alleine, ohne irgendeine Begleitung, zu reisen, als mit der Familie oder Freunden. Für mich war das die erste Reise, bei der ich auf mich selbst gestellt war, und ich habe sehr viele neue Erfahrungen gesammelt. Deshalb kann ich es nur empfehlen an einer Sprachreise teilzunehmen. Man muss ja nicht gleich für ein Jahr ins Ausland gehen; einige Wochen reichen auch. Brighton ist ein sehr geeigneter Ort für eine Sprachreise: Die Lage der Stadt ist hervorragend, da man nicht weit entfernt von vielen großen Städten ist, Brighton liegt direkt am Meer und ist eben ein Anziehungsort für junge Menschen aus aller Welt, dadurch lernt man viele verschiedene Menschen kennen.

Ich hoffe, dass ich euch etwas helfen konnte und dass ihr euch jetzt ein Bild von Brighton machen könnt. Meldet euch einfach, wenn ihr noch etwas wissen wollt (ipsy-@web.de). Ansonsten wünsche ich euch ganz viel Spaß bei eurer Sprachreise!

Liebe Grüße
Eva-Maria Niehoff