Caroline Caesar

Ich hatte mich für eine Sprachreise entschieden, da ich in Englisch Abitur machen will. Tagelang durchwälzte ich mit meinen Eltern Broschüren und schließlich blieben wir bei Jersey hängen. Wir meldeten mich an und bekamen sehr schnell weitere Informationen. Alles wurde super von „IsT“ organisiert.

Auf dem Flug von München nach Düsseldorf saß ich auch schon neben einem Mädchen, das ebenfalls nach Jersey flog. Wir kamen schnell ins Gespräch und warteten dann in Düsseldorf  gemeinsam auf den nächsten Flug.

Auf Jersey wurden wir  von unseren jeweiligen Gasteltern abgeholt. Meine „Gasteltern“ waren sehr jung und hatten zum ersten Mal Gastschüler aufgenommen. Was mir als Erstes an Jersey auffiel war, dass man wegen des Linksverkehrs umdenken musste und dass es ziemlich windig aber trotzdem sonnig war. Auf dem Weg zu „unserem“ Haus musste ich auch immer wieder über die Schönheit der kleinen Insel staunen.

Am nächsten Tag kam dann ein weiteres Mädchen zu uns und wir verstanden uns auf Anhieb, was die nächsten 2 Wochen unvergesslich machte. Überhaupt war das Verhältnis zwischen uns und unseren „Gasteltern“ angenehm und lustig.

Der erste Schultag war spannend, denn wir wurden in die verschiedenen Klassen eingeteilt. Was ich schade fand war, dass wir alle aus Deutschland kamen und so natürlich nicht Englisch miteinander reden mussten. Am meisten haben mir die Gespräche mit meinen Gasteltern weitergeholfen, da ich in der Schule selbst auch nicht soviel gesprochen habe. Morgens waren immer 2 Doppelstunden Unterricht und nachmittags wurde dann etwas unternommen, z.B. die schönen Burgen anschauen, Minigolf, Windsurfen und Bowlen.

Die „Indoor-Aktivitäten“ haben mir persönlich nicht so gefallen, weil ich eher gespannt auf die Insel war, aber sowas ist wahrscheinlich auch für die Gruppe zum besseren Kennenlernen gedacht. Mit meiner „Gastschwester“ machte ich an unserem freien Sonntag eine Bustour an der Küste entlang (eigentlich wollten wir uns Fahrräder ausleihen, aber das Wetter war nicht gut genug) und machten in einem kleinen Hafencafé Pause.

Das Faszinierende an Jersey ist vor allem der große Ebbe- und Flutunterschied und wie alles darauf abgestimmt war, z.B. fuhren zu einer Burg Amphibienfahrzeuge oder man konnte bei Ebbe den Fußweg nehmen, in den Häfen hatten die Segelschiffe extra „Parkplätze“ damit sie nicht auf dem Sand lagen, usw. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter, allerdings war es auch durchgehend windig, weshalb ich krank nach Hause zurückfliegen musste. Am letzten Abend machten unsere Gasteltern mit uns noch einen Abschiedsausflug zum Leuchtturm. Es war wunderschön.