Daniela Grüßem

Ich (15 Jahre) war diesen Sommer auf Jersey und es war ein tolles Erlebnis. Nun von Anfang an. Meine Eltern und ich beschlossen im Herbst, dass ich im Sommer eine Sprachreise machen dürfe. Da sie selbst einmal dort gewesen waren, empfahlen sie mir die Insel Jersey. Sicher hatte ich vor der Reise ein wenig Bedenken wegen dem Leben in der Gastfamilie, aber das stellte sich nach dem Infotreffen in Düsseldorf ein, da uns versichert wurde, dass bei Problemen jeder Zeit ein Wechsel möglich sei.

Im Sommer trat ich also meine Reise an. Am Flughafen war leider kein anderer iST-Reisender, aber das war kein Problem.

Schon im Anflug mit einer Baby-Boing sah ich die wunderschönen Buchten Jerseys und freute mich, meine Gastfamilie kennen zu lernen. Diese stellte sich als Gastoma heraus, aber im Nachhinein bin ich absolut glücklich, dass ich bei ihr wohnen durfte. Sie hat sich total um meine französische Mitbewohnerin und mich gekümmert und auch nur das gekocht, was wir mochten. Das hieß, uns blieben Jerseyspezialitäten wie Krabben und Muscheln erspart =)Durch meine Gastoma erfuhren wir auch viel über die Traditionen Jerseys wie auch z B. über Jerseycows. Am Ankunftstag selbst fuhr sie mit mir sogar auf der Insel herum, um mir die schönsten Ecken zu zeigen und stellte mich direkt ein paar Bekannten vor.

In den ersten zwei Tagen hab ich sicherlich 100-mal „Yes“ gesagt, weil ich das Sprechen im englischen Lebensalltag nicht kannte, aber ich merkte nach und nach wie flüssiger und selbstverständlicher das freie Englischsprechen doch wurde. Am Sonntag lernte ich dann endlich auch die anderen Schüler am Beach kennen, bei dem schon direkt Bekanntschaften geschlossen wurden.

Montags war dann um 9am Schule, zu der wir mit verschiedenen Schulbussen gebracht wurden. Im Highlands College machten wir einen Einstufungstest und wurden in Klassen eingeteilt. Meine Klasse war echt gut gemixt, da alle Nationalitäten enthalten waren und wir auf einem Level waren. Dadurch waren wir gezwungen, Englisch zu sprechen. Aber der Unterricht war so abwechslungsreich und mit vielen, auch freiwilligen Diskussionen, dass wir dieses gar nicht merkten.

Im Unterricht wählten wir auch aus 4-5 Möglichkeiten unsere Activities für den jeweiligen Nachmittag aus. Die Busse holten uns dann nach der Lunchbreak ab und fuhren uns zu den verschiedenen Plätzen, dadurch hatte man die Möglichkeit, sich Sachen anzusehen, Sport zu treiben oder einfach nur sich am Strand einmal auszuruhen.

Abends war auch immer etwas von der Schule organisiert wie Disco, Kino- oder Sportabend, wobei dies keine Pflicht war und ich mich auch einmal mit neu gefundenen Freunden am Liberations Square (weil dort alle Buslinien halten) in St. Helier getroffen habe und wir zusammen zum Beach oder zum Pizza essen gegangen sind. Nur freitags abends war Barbecue Pflicht, was aber immer durch die Menschenmassen und vielen Nationalitäten sehr lustig war.

Angenehm überrascht war ich von den hilfsbereiten, freundlichen Bewohnern auf der Insel, so dass es auch einmal vorkam, dass ich fremde Locals angesprochen habe. Das tat sicherlich auch meinem Englisch gut ? Das Wetter war toll, da durch die Lage der Insel (Golfstrom) möglicher Regen nur kurz andauerte. Aber man musste immer mit Insektenspray, Sonnenmilch, Regenschirm und Jacke für alles gewappnet sein.

Ich möchte diese Erfahrung, die mir wirklich viel gebracht hat, nicht missen. Durch die Reise habe ich Freude am Englisch sprechen bekommen und neue deutsche und ausländische Freunde gefunden. Zu guter Letzt war es sicherlich auch einfach nur stressfreier Urlaub und anders als richtige Schule in Deutschland =)

In den nächsten Jahren wird man mich sicher noch einmal mit iST auf Reisen antreffen, da echt alles topp organisiert war =) Viele Grüße an meine Gastoma Mrs.Tourtel und an alle, die ich auf der Insel getroffen habe, Daniela Grüßem