Katharina Sommer

Aufgeregt standen meine Freundin und ich am Flughafen München. Wir hatten uns für eine 2-wöchige Sprachreise mit iSt im August nach Jersey entschieden. Zum Glück flogen aber noch andere Jugendliche von München aus, sodass wir auch mit dem Umsteigen in Düsseldorf keine Probleme hatten. In Jersey angekommen empfing uns nicht allzu gutes Wetter und unsere Gastmutter.

Ich verstand mich sofort gut mit ihr, da ich  gleich versucht hatte, auf der Fahrerseite ins Auto einzusteigen! In Jersey ist Linksverkehr, doch daran hatte ich in diesem Moment nicht gedacht...

Zu Hause begrüßte uns dann unser Gastvater und unser Gastbruder. Danach gab's auch schon Abendessen. Zum Dinner gab es immer eine warme Mahlzeit. Und allen Vorurteilen entgegen schmeckte das Essen auf Jersey eigentlich recht gut.

Am nächsten Morgen, an dem das Wetter schon gleich viel besser war, zeigte uns unsere Gastmutter ein wenig die Insel. Jersey ist echt wunderschön: Es gibt viele bezaubernde Pflanzen (es wachsen sogar Palmen!) und paradiesische Strände und Klippen. Danach fuhr sie uns an den Strand, wo sich sonntags immer die Sprachschüler trafen. Hier wurden schon erste Freundschaften geschlossen, und wir erfuhren, dass man sich am Abend immer am "Liberation Square" verabredete. Dorthin gingen wir dann auch jeden Abend.

 

Am nächsten Tag war dann unser 1.Schultag. Ein Schulbus fuhr uns zum "Highlands College". Nach einem schriftlichen Einstufungstest, der wirklich nicht schwer war, wurden wir in unsere Klassen eingeteilt und bekamen die Unterrichtsmaterialien . Nach der Schule  blieben wir gleich am College, von wo aus uns die Busse zu den jeweiligen "Activities" transportierten.

Unser Mittagessen gab's als "Packed Lunch". Jeden Tag gab es ein anderes Programm, aber unter anderem wurden angeboten: Surfen, Kajak fahren, Banana Riding, Bowlen, Living Legend, Tennis spielen, Jersey Zoo, Kart fahren, Minigolf, verschiedene Museen (z.B. die Jersey War Tunnels) oder einfach nur Strand. Man hatte aber nicht jeden Tag die Qual der Wahl, da für alle Aktivitäten nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen frei war.

Abends wurde dann Disco, Kino, Sport oder ein Barbecue organisiert. Die Abendaktivitäten waren aber nicht Pflicht, man konnte mit seinen Freunden auch einfach zum "Liberation Square" oder zum Strand gehen. Mit den Leuten, die wir in Jersey kennen gelernt haben, halten wir immer noch Kontakt und die Sprachreise hat wirklich geholfen, mein Englisch zu verbessern, denn wir freundeten uns ja nicht nur mit deutschen Sprachschülern an.

Auf Empfehlung unserer französischen Freunde meldeten wir uns für den Ausflug nach St. Malo an. Am Samstag fuhren wir also für einen Tag lang in die Bretagne. So konnte ich sogar mein Französisch noch verbessern. St. Malo ist eine wunderschöne Stadt am Meer mit tollen Geschäften und Crèpes-Ständen alle 200m. Den Sonntag verbrachten wir ganz mit unseren Freunden. Die erste Woche war wie im Flug vergangen. In der nächsten Woche bekamen wir dann neue Lehrer, die alle sehr nett waren. Sie bemühten sich wirklich, durch Rollenspiele und Lieder ihren Unterricht interressant zu gestalten.

Alles in allem war meine Sprachreise nach Jersey eins meiner schönsten Erlebnisse überhaupt, und ich kann Jersey nur weiterempfehlen.

Hier noch ein paar Tips:

- packt nicht (wie ich) nur Anziehsachen für Sommerwetter ein, oft weht ein ziemlich kühler Wind.

- hütet euch vor "Salt & Vinegar"-Chips, die schmecken wirklich furchtbar , und vor hungrigen Möwen (eine hat mir doch tatsächlich das Würstchen aus meinem Hot Dog stiebitzt)

- macht unbedingt mal Surfen oder Banana Riding als "Activity"!