Nicolas Patzelt

Weil ich vom Grundkurs Englisch in den Leistungskurs wechseln wollte, beschloss ich mit meinen Eltern, dass ich mehr Übung im Sprechen brauche. Aus diesem Grund entschied ich mich für eine Sprachreise. Eine Möglichkeit wäre Malta gewesen, doch dies wäre zu teuer geworden. Von Schottland wurde mir wegen dem Dialekt abgeraten. Ich entschied mich für die Insel Jersey, die mir damals noch unbekannt war. Ich beschloss, dass zwei Wochen ausreichen würden. Ich erhielt schon bald eine Antwort von iSt mit einem Rucksack, der sich später als nützlich erweisen sollte.

Meine Gastfamilie war sehr freundlich. Sie nehmen regelmäßig bis zu drei Gastkinder auf und haben deshalb schon sehr viel Erfahrung. Eigene Kinder hatten sie nicht, da sie noch ein sehr junges Ehepaar waren. Bei ihnen angekommen zeigten sie mir mein Zimmer und sagten mir, dass morgen noch ein Franzose kommen würde und nächste Woche ein Deutscher. Sie führten mich durch ihre Wohnung und erklärten mir, wie man Playstation, Sat-TV und den Kühlschrank mit Eiswürfeln bediente. Sie zeigten mir, wo ich in der Woche zum Schulbus laufen müsste und besprachen alles andere, was für das Zusammenleben wichtig war.

Zur Schule wurden wir mit einem Schulbus gebracht. Dort angekommen, mussten wir einen Test ausfüllen, damit unser Können eingeschätzt werden konnte, und wir in etwa gleich starke Klassen eingeteilt wurden. Es wurde auch sehr darauf geachtet, dass es nicht zu viele einer Nation waren. Auch bei Gruppenarbeiten achtete man sehr darauf, dass nicht Deutsche und Spanier in je einer Gruppe arbeiten, sondern es möglichst international ist. Die Gruppen hatten eine ideale Größe. Lehrer und Betreuer waren sehr aufgeschlossen, hilfsbereit und freundlich. Vormittags hatten wir zwei Unterrichtseinheiten von etwa je zwei Stunden. Mittags bekamen wir kleine Lunchpacks und aßen das, was uns unsere Gastfamilien mitgegeben hatten. Nachmittags machten wir dann verschiedene Aktivitäten. Die Aktivitäten variierten von Tag zu Tag und man konnte sich entscheiden, ob man lieber an den Strand ging oder Bowlen oder sich Sehenswürdigkeiten anschauen. Am Strand wurden Aktivitäten wie (Wind)Surfen, Segeln, Beachvolleyball angeboten. Sehr gefallen haben mir auch die Ausflüge in die Stadt, bei denen man viel shoppen gehen konnte. Einmal in der Woche hatte man die Möglichkeit, sich gemeinsam einen Film im Kino anzusehen.

Nach den Aktivitäten wurden alle wieder zur Schule gebracht und von dort aus wieder nach Hause. Abends traf ich mich mit Jugendlichen von der Schule und Einheimischen am Stand. Negativ fiel mir auf, dass am Wochenende einige betrunkene Engländer sehr handgreiflich wurden.

In der zweiten Woche mussten wir wegen weiteren Schülern in eine größere Schule wechseln. Das hatte zur Folge, dass der Schulbus früher abfuhr, ansonsten blieb alles gleich. Ein Highlight in der zweiten Woche war die öffentliche Liveübertragung des „Liveaid“. Fast die gesamte Insel versammelte sich im „Peoplespark“, um das Konzert auf der großen Leinwand mitzuverfolgen.

Die Reise nach Jersey brachte mir neue Erfahrungen, sowie Freunde und verbesserte meine Sprachkenntnisse. Die netten Lehrer, die Gastfreundschaft meiner Gastfamilie, die interessanten Mitschüler und die tollen Aktivitäten gefielen mir sehr. Durch diese angenehme Atmosphäre kam kein Heimweh bei mir auf und ich konnte meine Reise genießen. Traurig fand ich, dass wir am letzten Abend von betrunkenen Engländern angepöbelt wurden und, dass die Anreise nicht nahtlos funktionierte.

Ich würde die Reise weiter empfehlen, dennoch gebe ich den Tipp drei Wochen zu buchen, da ich gerne noch eine Woche länger geblieben wäre.

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