Sophia Otte

Zuerst war ich gar nicht so begeistert, drei Wochen meine Freunde zu verlassen. Gerade in den Sommerferien, in denen wir doch soviel unternehmen wollten! Aber das Argument meiner Eltern, dass ich das ja auch in den nächsten Ferien machen könnte und dies eine einmalige Chance wäre, hat mich überzeugt. Glücklicherweise! Denn meine 3 Wochen in Eastbourne waren super.

Am Flughafen war die Angst natürlich schon groß. Wird mir das wohl gefallen? Wie ist meine Gastfamilie? Und werd ich überhaupt irgendwelche Freunde finden? Was ist, wenn alles schief läuft? Doch direkt am Flugplatz hab ich die ersten Leute kennen gelernt. Das Einchecken war spannend. Denn ab da gab’ s kein Zurück mehr! Vor dem Sicherheitsschalter noch schnell Mama und Papa gedrückt. Drei Wochen seh ’ ich die beiden jetzt nicht. Unglaublich…

In London angekommen, ging ’ s sofort zu den Bussen. Die Landschaft wurde immer schöner und ruhiger. In Eastbourne angekommen warteten unsere Gastfamilien schon auf uns. Das Getuschel fing an, wer denn wohl mit wem in eine Familie kommt und wie die Familie überhaupt so drauf ist. Die Namen wurden vorgelesen und jeder ging zu seiner Familie, die draußen am Bus wartete. 

Wir fuhren dann mit unserer Gastmutter Carol zu unserem 3-Wochen-Haus. Glück gehabt, super Familie! Wir gingen uns erstmal im umliegenden Teil erkundigen und lernten alles kennen. Die Umstellung auf Englisch war schon etwas schwer, aber nach ein paar Stunden hatten wir es langsam drauf.

Die Schule fing am nächsten Morgen an und alles war super. Nette Lehrer und tolle Leute. Die Erfahrungen mit den Familien und der Ankunft wurden ausgetauscht.

Dass Eastbourne einen wunderschönen Strand hat, war uns natürlich nicht unbekannt. Also sind wir sofort nach der Schule los! Auf dem Pier erwarteten uns viele verschiedene Geschäfte. Und vor allem Süßigkeiten... Jeden Nachmittag gab es etwas zu tun. Es war für jeden Tag etwas geplant. Und wenn wir einmal einen Nachmittag „frei “ hatten und unsere Aktivitäten selbst aussuchen konnten, war das auch mal ganz spannend. Schnell hatten sich viele Freunde gefunden, mit denen man oft etwas unternahm. Doch auch in der Familie gab es (bei mir persönlich) überhaupt keine Probleme. Die Regeln waren schnell festgelegt und akzeptabel. Man sagt wohin es geht, wann man wieder kommt und ob man am gemeinsamen Essen teilnimmt. Böse war keiner, wenn man mal was in der Stadt gegessen hat. Aber mir persönlich gefiel es besser, in der Familie zu essen. Die Stimmung war angenehmer, man lernte sich besser kennen und konnte sich richtig in das englische Leben einfügen. Oft schien die Sonne, sodass wir ins Meer gehen konnten. Auch abends herrschte eine super Stimmung. Wir haben Ausflüge nach Hastings, Brighton und London gemacht und durften die Städte auf eigener Faust erkunden, was mir sehr gefiel. Nicht nur der Strand von Eastbourne ist wunderschön, sondern auch die Stadt an sich.

Aber diese Erfahrung solltet ihr selbst machen! Ich kann es jedem nur empfehlen, denn das werdet ihr sicher nie vergessen.

Liebe Grüße, eure Eastbourne-vernarrte Sophia