Hertford College: Alexander Hoffmann

… genau das! Mein Reisefieber plagte mich schon seit langem und in Anbetracht meines immer näher rückenden Abiturs suchte und suchte ich nach einem geeigneten Reiseziel mit jungen Leuten aus aller Welt. Nach einigem Suchen wurde ich fündig - keine gewöhnliche Stadt, kein gewöhnliches Land: OXFORD, ENGLAND.

Die berühmt, berüchtigte Universitätsstadt, die Eliten der Welt vereint und für manche einfach ein Ziel zum Träumen ist. Alte Fassaden, geheimnisumwobene Universitätsgebäude - ein Schmelztiegel der Welt. 

Mitte Juli ging es los. Der Start in zwei unvergessliche Wochen in einem der traditionellen Colleges im Herzen von Oxford: dem Hertford-College. Der Flug war nicht allzu lange und die gewöhnlichen Reisestrapazen von einer ungeheuren Spannung und Neugierde verdrängt. Was erwartete einen? Alles unbekannte Gesichter?...aber schlimme Vorahnungen lösten sich schnell in Luft auf, als alle Jugendlichen am Flughafen abgeholt wurden. Verständigung: Englisch. Spanier, Italiener, Chinesen, Russen, Japaner, aber auch Franzosen. IRRE!

Nach einer Begrüßung und Einweisung im College nahmen wir das Essen in einem Saal ein, der die meisten von euch an Harry Potter erinnern würde. Große Bilder, Holzvertäfelungen an den Wänden und ein Hirschgeweih in der Mitte des Saales. Die Gründerväter Oxfords guckten einem beim Essen zu. Warum auch nicht?!...

Positiv vom Essen überrascht wurden in rasender Schnelle neue Kontakte geknüpft und schnell wurde klar, was das Ziel des Abends werden sollte: Der nahe gelegene Park! Dort angekommen war ich überrascht wie viele Jugendliche sich dort eingefunden und in einem großen Kreis zusammengeschlossen hatten. Ich kam mit ein paar Deutschen, die ich am Flughafen kennen gelernt hatte und ein paar Franzosen zusammen. Wir waren die Neulinge und die anderen merkten dies schnell, doch kein Problem. Schnell wurden wir in die Gruppe aufgenommen und es wurde gefeiert, bevor es am nächsten Tag, nach einem mündlichen, sowie schriftlichen Test in den Unterricht ging. Eingeteilt in Leistungsgruppen bekamen wir unsere Lehrer. Aufgeschlossene, zum Teil wirklich lustige Menschen, die einem Sachen vermittelten, die einem der normale Schulunterricht nicht vermittelt. Wir hörten einen Vortrag einer Oxford-Studentin, die mir im Anschluss noch einiges über das Studieren in Oxford erzählt und sogar einige Adressen gegeben hat, bei denen ich mich bei Interesse melden könnte. In Oxford studieren – ein Traum.

Die Unterkünfte waren nicht luxuriös, boten aber alles, was ein angenehmes Leben ermöglichte. Untergebracht in Ein- oder Zweibettzimmern lebten wir in einem Trakt für Jungs. Alle Trakte waren verbunden durch mehrere große Innenhöfe, die in den Pausen eine gute Ablenkung und Entspannungsmöglichkeit darstellten.
Freizeit-Möglichkeiten hatten wir wahrlich genug. Nach dem normalen Unterricht am Vormittag, gab es an manchen Tagen auch nachmittags Unterricht, der dann konkret auf bestimmte Zweige orientiert war. So designten wir zum Beispiel eine Handtasche für Burberry und überlegten mit unserer Business-Lehrerin Vermarktungsstrategien, sowie geeignete Materialien und Produktionsstandorte. Anderweitig konnten wir Rudern, in der nahe gelegenen Halle der Studenten Sport treiben, shoppen, oder in einige der Bars gehen, die meist eh zu Beginn des Abends mit Jugendlichen gefüllt waren.

“To sum up we can say“, dass Oxford eine echt irre Zeit war, die ein absoluter Abstecher in eine andere Welt war. Selbst jetzt habe ich noch Kontakt zu einigen Freunden dort und vielleicht sieht man sich ja nächstes Jahr wieder! Und wo? In Oxford natürlich.

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