Erfahrungsberichte aus Toronto

Louisa Nowalder

Der 19. Juli  war mein Abreisetermin. Drei Wochen in Toronto lagen vor mir. Das erste Mal ohne Familie, das  erste Mal außerhalb von Europa. Ich hatte mich für einen Ferienkurs entschieden, was heißt, dass ich Montags bis Freitags von 9 bis 12 Uhr Schule hatte.

Ich hatte den Abholservice bezahlt, wodurch ich nicht von meiner Gastfamilie direkt abgeholt wurde. Dort jedoch angekommen wurde ich freundlich empfangen. Meine Familie bestand aus 3 bzw. 4 Personen. Meine Eltern Baby und Leonard, ihre Tochter Angelica (12) und einer Brasilianerin. Sie ging auf die selbe Schule wie ich und konnte mir so einiges zeigen. Meine Gastfamilie kam ursprünglich von den Philippinen, sprach aber sehr gut Englisch. Facebook-Adressen wurden direkt ausgetauscht um auch noch nach meinem Aufenthalt in Kontakt zu bleiben.

Der erste Schultag kam. Nachdem mir die jeweiligen Bushaltestellen gezeigt wurden machte ich mich mit Gabi (der Brasilianerin) auf den Weg. Zuvor hatte mir meine Gastmutter $3 gegeben um die Busfahrt zur Warden-Subwaystation zu bezahlen. Warden liegt so ziemlich ganz im Osten Torontos, womit sich die Dauer meines täglichen Schulwegs auf 45 Minuten erstreckte. Dazu kam, dass ich 3 Wochentickets zu je $36 bezahlen musste und man sich jeden Morgen fragte wie so viele Menschen in eine Subway passen. Die Schule liegt jedoch direkt an der Subwaystation und ist so nicht zu verfehlen.

Nach dem Einstufungstest konnte ich erst mal die Stadt erkunden, da mein Kurs schon so gut wie zuende war.

Man bekommt ein Programm für die Freizeitmöglichkeiten – von Touren durch Chinatown, Little Italy, Little India und Greektown bis zu 4-tägigien French-Canada, New York oder Chicago Aufenthalten. Obwohl ich noch keinen kannte war mir klar, dass ich keine Zeit für Langeweile haben werde.

Dass ich keine Leute kannte änderte sich sehr schnell. Schon am nächsten Tag gab es ein Meet&Greet und in meiner Klasse wurde ich schnell aufgenommen. Mit 16 war ich mit Abstand die jüngste und so blieb ich mit meinen Bekanntschaften vom vorherigen Treffen in Kontakt. Ausflüge auf den CN-Tower, Boat-Cruise-Partys, Baseballspiele und Strandtage folgten. Obwohl die Meisten bis 4 Uhr Schule hatten, fühlte ich mich in meiner übrigen Zeit nicht einsam. Abends gab es in meiner Familie immer etwas zu essen und manchmal kamen auch Freunde vorbei, die ebenfalls Interesse zeigten.

Die Nachmittage waren also schon vollgepackt. Da ich nur zwei Wochenenden zu Verfügung hatte, entschied ich mich schnell. Tagesausflüge zu den Niagara-Fällen mit vielen Zwischenstops (unteranderem im Weinland inklusive Weinprobe) und in Canada’s Wonderland füllten das erste Wochenende. Danach entschied ich mich für den 4-tägigien Ausflug nach French-Canada (Ottawa, Québec, Montréal, ,,The thousand Islands“ und nochmals etwas kleinere Wasserfälle).  Wir hatten sogar das Glück, dass wir umsonst den ,,Cirque du soleil" besuchen konnten. Trotz der hohen Preise sind Ausflüge dieser Art nur zu empfehlen. Die Tourführer sind immer gut drauf, man lernt noch mehr Leute kennen und  hat jede Menge Spaß. Das Nachtleben ist übrigens auch sehr gut! 

Ausflüge und Tickets sind nicht die einzigen Nebenkosten. Das Essen während den Mittagspausen ist auf Dauer etwas kostspielig, weshalb man versuchen sollte sich ab und zu ein Lunch-Paket von Zuhause mitzunehmen.

Abschließend kann ich sagen, dass ich nichts bereue – vielleicht nur, dass ich nicht länger geblieben bin. Kanada ist wirklich schön. Überall begrüßt einen die Natur und die Menschen sind sehr nett. Natürlich hat mir mein Aufenthalt auch beim Thema Englisch geholfen. Ich kann jetzt besser verstehen und muss nicht mehr erst überlegen bevor ich was sagen kann. Auch die Schulzeit an sich hat sich gelohnt. Mein Lehrer war mehr als locker was Pünktlichkeit und Hausaufgaben angeht, hat geredet wie ein Wasserfall und man hat dennoch viel gelernt.

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