Markus Ernst

Es war Anfang Juni und es machte sich zum großen Missfallen unseres Rektors die große Ferienstimmung an unserer Schule breit, als ich anfing mir erstmals Gedanken über meine damals noch 2 Wochen in der Zukunft liegende New York Reise zu machen. Dies war auch der Zeitpunkt, als ich beschloss meinen New York-Blog auf subway.markopolo.org einzurichten.

Merkwürdigerweise wurde mir erst am eigentlichen Abflugtermin, am 21. Juni am Frankfurter Flughafen die Bedeutung dessen bewusst, was ich hier mache.

Ich besuche das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, eine Stadt, der schon so viele Songwriter ihre Texte gewidmet haben, eine Stadt die Persönlichkeiten, wie Woody Allen, Thomas Edison und Andy Warhol hervorgebracht hat. Überwältigt von diesem erhebenden Gefühl kam ich 7 Stunden später im John F. Kennedy Airport an.

Von dort aus, mit einem der berühmten Yellow Cabs, ab zu meiner Gastfamilie in die Bronx; hierbei sei erwähnt, dass das Image der Bronx in Europa weitaus schlechter ist, als es dieser Stadtteil New Yorks verdient hat. In unserem weitgehend eigenen Apartment verbrachte ich den Rest des wohl längsten Tages meines bisherigen Lebens (21. Juni - längster Tag des Jahres + 6 Stunden Zeitverschiebung) mit meiner sympathischen Gastmutter Jesse, von der ich herzlich empfangen wurde.

45 geschlagene Minuten dauert es, die New Yorker Metro von der Bronx bis in die Innenstadt zu nehmen. Doch diese Zeit nimmt man gerne in Kauf, wenn man einmal aus der Grand Central Station herausgelaufen ist und den überwältigenden Anblick genossen hat.

Dank IST durfte ich von dem unglaublichen Privileg Gebrauch machen in dem momentan größten Gebäude New Yorks, im Empire State Building, den Englischunterricht zu besuchen. Nun könnte man meinen, wenn man aus der Metro aussteigt, dass die Silhouette dieses markanten Gebäudes sich einem direkt offenbaren würde. Nein, dem ist nicht so.

Die Gebäude New Yorks sind so groß, dass sich vor einem lediglich riesige Häuserschluchten auftun, dennoch fällt es nicht schwer, sich in New York zu orientieren, denn die gesamte Stadt ist in ein übersichtliches Raster von Streets und Avenues eingeteilt, was ein Verirren in der Stadt nahezu unmöglich macht.

Vor dem Einstufungstest am ersten Schultag muss man sich nun wirklich nicht fürchten, eher doch vor der Bürokratie und dem gewaltigen Berg an Dokumenten, die man bearbeiten, ausfüllen und unterschreiben muss. Obwohl ich von mir selbst behaupte nur 60% der gesamten Dokumente wirklich verstanden zu haben, scheine ich dennoch alles richtig gemacht zu haben. Einen ganzen Tag mit der Erfassung von Personalien und Versicherungsnummern zu verbringen erscheint für den 2-Wöchigen Aufenthalt zwar lächerlich, macht allerdings Sinn sobald man sich klar macht, dass jene Personen, die mit dir eingeschult werden durchaus auch ein halbes Jahr dort bleiben.

Ich hatte das große Glück den von mir gewünschten Vormittagskurs im 63. Stock zu belegen und der Unterricht war mit eines der Highlights der Stadt, denn man lernt viele neue Leute aus ganz unterschiedlichen Teilen der Welt kennen.

In New York wird man übrigens gezwungenermaßen zum Kaffeetrinker, denn wenn man früh-morgens aus der Metro aussteigt und die Tausenden Anzugträger um sich herum mit ihren Kaffeebechern von Starbucks oder Dunkin‘ Donuts sieht, wächst automatisch ein Bedürfnis nach einem frisch gebrühten Kaffee. Dabei sei mal die Frage in den Raum gestellt, wie es diese Menschenmassen schaffen, sich nicht mit ihrem heißen morgendlichen Getränk zu bekleckern, ich schaffte das nämlich ganze 2 mal.

Meine Theorien darüber reichen vom Anzug mit Lotusblüteneffekt, an dem jegliche Flüssigkeit einfach abperlt, bis hin zu einem speziellen NewYorkCity-Gen.

So viele Menschen verschiedener Herkunft bekommt man sonst nie zu sehen: Hellhäutige, Dunkelhäutige, Hispanos, Chinesen, Thailänder, Kambotschaner. Und doch ist ihnen allen eines gemein, sie haben diese aufgeschlossene und freundliche New Yorker Art.

Ich hatte zudem das Glück auf einem Wochenend-Ausflug nach Washington teilzunehmen und die Welthauptstadt in all Ihren Facetten auf mich wirken zu lassen. Beeindruckende Monumente versetzen einen in ein großes andauerndes Staunen und die kostenlosen Smithonian Museen sind allemal einen Besuch wert.

Washington ist wunderschön, doch im Sommer sehr heiß und man sollte deshalb immer eine Wasserflasche bei sich haben, zudem muss man sich daran gewöhnen, dass alle Klimaanlagen in Autos, Bussen und der Bahn auf der Einstellung „schockfrosten“ stehen.

Meine zwei Wochen in New York vergingen wie im Flug.

In diesen 2 Wochen besuchte ich die Freiheitsstatue, das Museum of Modern Art, ich stand auf der Aussichtsplattform des Empire State Buildings, bin durch den Central Park und über die Brooklyn Bridge gelaufen, es gibt Fotos von mir auf der Wallstreet und auf dem Broadway und ich habe neue Freunde kennengelernt und meine ganz besondere Empfehlung an künftige Besucher der Stadt die niemals schläft: Begebt euch einmal auf die Aussichtsplattform des Rockefeller Centers und genießt von dort oben den Sonnenuntergang, denn es gibt wirklich nichts romantischeres.

Nach 2 wunderschönen Wochen war der letzte Schultag ein sehr trauriger Tag, zwar verbrachten wir alle noch den mit Sehnsucht erwarteten Independence Day in New York, doch wussten wir, dass für manche dies der große Abschied sein würde. Zwar tauchten an diesem Tag keine Außerirdischen auf, die die Weltherrschaft an sich reißen wollten, doch werde ich das riesige Feuerwerk dieses Tages nicht so schnell vergessen.

Doch meine Reise durch die Vereinigten Staaten von Amerika war noch nicht zu Ende, an diesem Wochenende flog ich nicht nach Hause, sondern fuhr mit der Amtrak-Bahn nach Albany, der Hauptstadt des Staates New York zu Verwandten und besuchte von dort aus noch Boston (Harvard), Saratoga (Erfindung des Kartoffelchips), Albany und die Niagara Fälle, was sich alles auf meinem Blog nachlesen lässt.

Dies war bei weitem die beeindruckenste und erfahrungsreichste Reise, die ich jemals gemacht habe, und ich kann jedem nur einen Besuch in der Stadt der Städte, dem Big Apple empfehlen und einmal Baseball, Root-Beer und amerikanische Lebenskultur auf einen wirken zu lassen.

Mein Name ist Markus Ernst, ich bin 18 Jahre alt und die Reise nach New York mit IST ist und bleibt ein unvergessliches Erlebnis, das ich niemals bereuen werde.

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