Erfahrungsberichte aus England

Ob in Brighton, Eastbourne oder Hastings, für genügend Freizeitprogramm nach den Sprachkursen ist gesorgt und Langeweile kann eigentlich nicht aufkommen. Was andere Schüler in ihren Sprachkursen alles so erlebt haben, seht ihr hier.

Royal Alexandra & Albert School: Amelie Mielitz

Mein Erfahrungsbericht England

Zunächst einmal: Hallo!

Wahrscheinlich interessiertst du dich für eine Sprachreise, ich möchte dir helfen dich zur informieren und habe deshalb diesen Bericht geschrieben, mit all meinen Erlebnissen und Erfahrungen, die ich in England gemacht habe!

Okay. Mein Name ist Amelie und ich komme aus Bielefeld. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht genau, warum ich mich letztendlich dazu entschlossen habe, eine Sprachreise zu machen, aber es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung! Alles hat, glaube ich, damit angefangen, dass ich etwas mit meiner Freundin machen wollte. Da kam meine Mutter auf die Idee, dass wir ja eine Sprachreise machen könnten- da hat man Ferien und lernt gleichzeitig ein bisschen Englisch! Hört sich doch super an, oder? Naja, wir haben hin und her überlegt mit welcher Organisation wir fahren sollten, sie durfte schließlich nicht allzu teuer sein, sollte aber auch was bieten! So kamen wir dann zu iST. Da entstand dann wiederum die Frage wohin genau: England sollte es auf jeden Fall sein, außerdem mussten auch schon 13 jährige mitfahren können, da meine Freundin 13 war und –es sollte KEINE Gastfamilie sein! Entschieden haben wir uns letztendlich für die Royal Alexandra and Albert School, weil sie einerseits für Jüngere geeignet war und außerdem nicht zu weit entfernt von London.

Dann endlich war es soweit! Es konnte losgehen, die Unterlagen hatten wir beisammen, Formalitäten geregelt. Da die Teilnehmer beim Flug nach England nicht begleitet werden und meine Mutter schon einen Anfall hatte vor lauter Sorge, wie das denn gehen sollte, wenn wir mutterseelenallein in Heathrow stehen würden, buchten wir einen Begleitservice, der uns direkt nach dem Flug abholen sollte und uns sicher zu den anderen bringen würde.

So stiegen ich und meine Freundin –das erste Mal wirklich frei –an einem schönen Morgen in den Ferien ins Flugzeug. Natürlich hatte ich Angst, denn ich habe schon immer Probleme gehabt neue Freunde zu finden- ich bin einfach so unglaublich schüchtern-, außerdem hatte ich auch schon immer ein ziemlich bedenkliches Heimwehproblem. Aber gut- wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Ich hatte schließlich meine Freundin dabei.

Nach ungefähr 1/1/2 Stunden Flug kamen wir in Heathrow an. Eine nette deutsche Stewardess führte uns durch den ersten Teil des Flughafens. Nach kurzer Zeit wurden wir an einem Gate von einem englischsprechenden Inder abgeholt, der so nuschelte, dass wir kein einziges Wort verstanden. Das war ein Problem, vor allem an der Passkontrolle, da wir einen Bogen ausfüllen mussten, der nur leider aus tausend Fremdwörtern bestand. Wie weiß ich auch nicht mehr, aber wir haben auch diese Hürde gemeistert. Am Eingang bzw. Ausgang des Flughafens standen schon ganz viele kleine Grüppchen von Austauschschülern etc. ,. Vergeblich haben wir nach Leuten Ausschau gehalten, die wie wir iST Rucksäcke hatten, auch war dort niemand mit einem Schild, das uns gezeigt hätte, wo wir hin sollten. Der Inder war schon weg.

Aber dann, als uns schon recht mulmig wurde, tauchte ein Taxifahrer auf, der ein Blatt mit unseren Namen drauf, hinhielt. Eigentlich haben wir gedacht, wir würden mit ‚den anderen’ in einem Bus zu unserem College gebracht werden. Taxifahren war aber auch okay.

So, ein kleiner Zwischenstopp meines Berichtes: Mit der Hinreise bin ich fertig, und ich muss sagen, dass sich das ziemlich chaotisch anhört. War es ja auch ein bisschen, aber dennoch- allein der Flug mit allem drum und dran wäre ein Grund für mich gewesen, eine solche Reise zu machen. Ich habe mich bereits zu dem Zeitpunkt, als wir im Taxi saßen, verdammt erwachsen und frei gefühlt- es war wirklich unglaublich. Wie wir mehr oder weniger selbst unsere Koffer abholen mussten- der Inder dachte nämlich, wir hätten sie schon geholt?- wie wir durch die Passkontrolle gingen. Das hört sich so vielleicht noch nicht ganz so toll an- aber das war es-toll! Selbst in diesen wenigen Minuten bin ich gealtert( positiv gemeint).

Weiter geht’s:

Irgendwann gegen Mittag kamen wir an unserem College an. Sofort kamen andere deutsche Schüler zu uns gerannt, ein paar von ihnen waren auch gerade erst angekommen, andere waren schon seit einer Woche dort. Wir wurden in unsere Zimmer gebracht und konnten uns erst einmal frisch machen. Meine Freundin und ich hatten ein Zweierzimmer gebucht, kamen allerdings in ein Vierer-Zimmer und hatten somit zwei Mitbewohner- das fanden wir ziemlich doof, denn wir mochten die beiden überhaupt nicht- allerdings haben wir uns auch irgendwie aneinander gewöhnt und am Ende unseres Aufenthalts waren wir so etwas wir Schwestern, die sich nur nicht so gut verstehen.

Ich weiß gar nicht mehr genau, was dann kam, ich glaube wir mussten uns einmal alle vorstellen. Naja, am nächsten Tag hatten wir Schule und das ist ja viel wichtiger und interessanter. Bis dahin kannten wir nämlich nur die Leute aus unserem „deutschen Haus“, jedoch gab es auch noch ein Haus für die Spanier und Kolumbianer und eins für die Chinesen etc.

Ich denke, es würde sehr ermüdend werden, wenn ich jetzt auch noch meinen ersten Schulalltag genau beschreibe, also fasse ich mich mal kürzer.

Zuerst mussten, nach Altersgruppe geordnet, alle Neuen einen Test machen, einen schriftlichen und einen mündlichen, um zu sehen, in welche Klasse man kommt. Ganz ehrlich, von dem Test hat uns niemand was erzählt- ich habe höllische Angst vor Tests, und meine Laune lief sekundenschnell den Bach runter. Aber so schlimm war es dann gar nicht- ich habe die Hälfte bei meinem Sitznachbarn abgeschrieben und kam so dann auch in eine gute Klasse.

Zum Unterricht kann ich leider nicht so viel sagen, da wir alle nicht sehr viel davon mitbekommen haben. Es war viel interessanter, mit den neuen Freunden aus China, Spanien und Kolumbien zu quatschen.  Der Lehrer sprach selbstverständlich Englisch, aber die Spanier und Kolumbianer redeten  selbst mit dem Lehrer Spanisch, die Chinesen konnten die meisten nicht so recht verstehen, auch wenn sie Englisch sprachen, und die Deutschen redeten auf Deutsch.

Nach dem Unterricht gingen die meisten in den Gemeinschaftsraum, wo man einfach nur die ganze Zeit auf den Sofas rumsaß oder Tischtennis spielte.

Ja, das also zu meinem normalen Schulalltag. Natürlich gabs zwischendurch auch Ausflüge, die ich wie auch meine Freundin meistens nicht ganz so genossen, da man als Deutscher  nur unter Deutschen Ausflüge unternahm, wir hingegen schon sehr gute Freundschaften mit den Chinesen, zum Beispiel, geschlossen hatten.

Ich denke, jetzt reicht es erst mal.  Abschließend kann ich sagen, dass ich

-Heimweh hatte- aber das überhaupt gar nichts ausmachte

-Jeder Zweite von uns unter Liebeskummer litt

-Wir sowohl Chinesisch als  auch Englisch gelernt haben

-Und vor allem: Dass ich es jederzeit wiederholen würde, denn ich habe unglaubliche Freunde gefunden ( der eine kommt aus China und ich schreibe ihm immer noch regelmäßig), bin viel selbstbewusster geworden- total viel selbstbewusster und es war einfach mal etwas völlig anderes!

Also auch wenn du noch zweifelst! Tu es einfach- es ist eine tolle Erfahrung und im Nachhinein wollten wir alle zwei Wochen länger bleiben!

Klar, es ist manchmal schwer, eine solche Entscheidung zu fällen, aber es sind- leider- nur zwei Wochen, zwei Wochen, die man niemals vergessen wird!

Schöne Grüße

Amelie Mielitz

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