Annika Hafner

Ihr wollt ins Ausland? Aber nicht zu lange? Na dann macht doch eine Sprachreise!

Genau diese Entscheidung habe ich vor ungefähr einem Jahr getroffen, als ich mir überlegt habe, für ein Jahr ins Ausland zu gehen. Da ich dann aber wegen schulischer Gründe von der Idee des Auslandjahres abgekommen bin, beschloss ich, um wenigstens ein bisschen Auslandserfahrung zu sammeln, eine Sprachreise nach England zu machen.

Ich informierte mich sehr intensiv über mögliche Veranstalter, entschied mich jedoch letztendlich für „iSt“ . Und wie sich dann herausstellte, war das auch eine sehr gut Entscheidung!

Aber jetzt zu meinem dreiwöchigen Aufenthalt in Brighton. Fangen wir von vorne an...

Da ich beschlossen habe, ohne eine Freundin nach England zu reisen, war ich am Abflugtag schon ein bisschen aufgeregt. Aber ich habe mir gesagt: “Du wolltest das, also machst du das auch! Sei offen, dann passt das schon!“ Ja, gesagt, getan. Schon am Flughafen (eigentlich meine erste Begegnung am Flughafen) lernte ich meine, ja man kann im Nachhinein schon sagen, beste „Englandfreundin“ kennen. Das war schon mal ein guter Start!

Sicher am Flughafen in London Heathrow angekommen, stiegen wir dann in den Bus und fuhren nach Brighton.

Dort wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt.

Ich war bei einem älteren Ehepaar, das wirklich sehr, sehr nett war und sich auch viel Mühe gab, dass ich mich wohlfühlte. Ich war mit zwei Italienern (einem Pärchen) in der Gastfamilie (ich hatte „Unterbringung als einziger deutschsprachiger Gast“ gebucht), die allerdings schon über 20 waren. Das war aber nicht von großer Bedeutung, da wir uns sehr gut verstanden. Zudem hatte ich ein Einzelzimmer (was die Sache diesbezüglich auch ein bisschen erleichterte). Das Essen war auch sehr gut und immer die perfekte Portion (nicht zu viel und nicht zu wenig). Schon nach 2 Tagen fühlte ich mich bei meiner Gastfamilie wie zu Hause, vielleicht auch, weil meine Gast(groß)eltern zu meinen, ja man kann sagen, englischen Großeltern geworden sind.

Obwohl ich großen „Bammel“ vor dem Busfahren hatte, klappte alles (nach stundenlangem Studieren des Busfahrplans) super! Ich muss dazu sagen, dass die Busse auch relativ sicher sind und die Busfahrer vor allem sehr nett!

Auch die Schule, in der wir waren, war toll! Die neuesten Medien kamen zum Einsatz (Stichpunkt Powerpoint; touchscreen Tafel). Auch die Lehrer (2 „native speaker“ und 1 deutschsprachiger Lehrer, der gleichzeitig unser Kursleiter war) waren ok. Die einen besser (bis sehr gut) die anderen nicht so. Aber gelernt, und das ist doch was, haben wir auf jeden Fall etwas und das zum Teil auch noch mit Spaß! Da ich im Intensivkurs war, hatte ich immer von 9:15 Uhr bis 14:00Uhr Unterricht. Die anderen, die keinen Intensivkurs machten, hatten nur bis 12:00 Uhr Unterricht.

Schulgebäude:

Kurz gesagt: Der Unterricht war locker, „ganz gut“ und lehrreich!

Nach der Schule waren dann meistens Aktivitäten, wie Besichtigung des Royal Pavilion, Wassersport, Minigolf, Cream tea (eine englische Spezialität) oder Bowlen angesagt!

Abends war natürlich auch manchmal was geboten, wie z.B.: Disco (der DJ war aber schlecht), „Belly Dancing“ (ich fand es langweilig), Volleyball bei Flutlicht (fun!) oder Salsa!

Kurz: Das Freizeitprogramm war abwechslungsreich und bot für jeden Geschmack etwas!

Auch wenn einmal keine Aktivitäten geplant waren, konnte man sich prima in Brighton beschäftigen! Am Strand liegen, schwimmen, shoppen (z.B. in den Lanes), im Park ein Buch lesen,...

An den Samstagen waren wir immer in London (also insgesamt 2mal), wobei wir beim ersten Besuch eine kleine Stadtführung machten und Madame Tussaud‘s besuchten, was wirklich gut war!

Beim zweiten Besuch durften wir London selber erkunden, wobei ich mich für „sightseeing“ entschied, was aber sehr anstrengend war!

Am zweiten Sonntag war ich (es war freiwillig und man konnte zwischen mehreren Zielen auswählen) in Windsor und Oxford, was sich als das beste Erlebnis meines Aufenthalts herausstellte!

Oxford:

Fazit: Mit der richtigen Einstellung (offen sein heißt die Devise!) ist schon ein großer Schritt getan! Man lernt viele, viele nette Leute und vor allem die englische Lebensweise (was sich zum Teil als ziemlich „crazy“ herausstellt!) kennen. Genießt euren Aufenthalt und verbringt nicht zu viel Zeit mit „an zu Hause denken“ (kleiner Tipp von mir!) denn da seid ihr wieder früh genug! Glaubt es mir! Die Zeit vergeht nämlich sehr schnell!

Liebe Grüße und ganz viel Spaß wünscht euch

Annika H.

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