Erfahrungsberichte aus England

Ob in Brighton, Eastbourne oder Hastings, für genügend Freizeitprogramm nach den Sprachkursen ist gesorgt und Langeweile kann eigentlich nicht aufkommen. Was andere Schüler in ihren Sprachkursen alles so erlebt haben, seht ihr hier.

Harrow House: Sarah H.

Diesen Sommer  machte ich meine erste Sprachreise. Diese führte ins Harrow House nach Swanage. Zusammen mit meinen Eltern hatte ich das College circa ein dreiviertel Jahr vorher ausgewählt, da das College einen super Eindruck machte.

Da dies meine erste Sprachreise war, war ich schrecklich aufgeregt und nervös. Vorher hatte ich ziemliche Angst, dass ich dort vielleicht keinen kennenlerne oder Mädchen auf meinem Zimmer sind, mit denen ich mich nicht so gut verstehe. Außerdem war ich nervös, da ich alleine geflogen wäre.

Um mich also ein wenig zu beruhigen, erkundigte ich mich bei iSt, wer ebenfalls von Frankfurt aus fliegen würde. ISt erkundigte sich und gab mir ziemlich schnell Rückmeldung. ISt gab mir die Handynummer des Mädchens (natürlich mit deren Zustimmung). Durch Whats App nahm ich dann Kontakt auf und wir verstanden uns (soweit man das übers Schreiben festmachen kann) echt gut. Zusammen machten wir dann einen Treffpunkt am Flughafen aus, damit wir zusammen nach London Heathrow fliegen konnten.

Wie geplant trafen wir uns vor dem Check-In Schalter, um gemeinsam durch die Sicherheitskontrolle zu gehen. Durch Nachfrage bei der Lufthansa konnten wir sogar nebeneinander im Flieger sitzen. Am Gate trafen wir dann auch schon zwei andere Mädchen aus dem College. Auch ein paar Jungs aus dem College waren dabei. (Erkennt man an den Aufklebern und den Schildern am Gepäck)

Der Flug ging schnell vorbei, circa 1h 40min. Nachdem wir unser Gepäck vom Gepäckband geholt hatten und durch den Ausgang gingen, wurden wir direkt von einem Blue Staff abgeholt. Alle die an diesem Tag angereist waren, sammelten sich dort. ISt hat noch eine extra Betreuerin für uns zur Verfügung gestellt, die Deutsch spricht und in der Zeit, in der man dort ist, sich um einen kümmert. Sie hat uns während des Wartens schon mal ein bisschen ins Programm eingeführt. Als dann alle beisammen waren, stiegen wir in den Bus, der uns innerhalb von 3 Stunden nach Swanage brachte. Im Bus herrschte bereits gute, ausgelassene Stimmung.  

Nach der Ankunft gab es für uns erst einmal etwas zu Essen in der College Kantine. Zum Essen muss ich sagen, dass es vielleicht nicht gerade das beste ist, aber man kann es auf jeden Fall essen! Nach einiger Zeit gewöhnt man sich an die englische Küche und dann schmeckt es gar nicht mal mehr so schlecht. Außerdem hat man immer Auswahl am Buffet. Mittags und abends gibt es warmes Essen. Mittags zusätzlich noch eine Pasta-Bar. Die Salatbar ist immer geöffnet.

Nach dem Essen wurden wir in die Hausordnung eingeführt und wir wurden auf die Zimmer aufgeteilt, für die wir Zimmercodes bekamen. Und dann ging es  mit dem Gepäck ins Zimmer. Es gibt im Harrow House verschiedene Häuser mit Zimmern. Mein Zimmer war im Ballard Haus. In diesem Haus wohnten nur Mädchen. Generell wurde sowieso sehr streng darauf geachtet,  dass sich keine Jungs im Mädchenhaus oder keine Mädchen im Jungshaus aufhielten. Außerdem wurden die Zimmer international gemischt, damit man viel Englisch sprechen muss. Ich wohnte auf der Etage C, auf der gibt es nur zweier Zimmer. In meinem Zimmer wohnte mit mir zusammen ein russisches Mädchen. Wir beide verstanden uns echt super!  Wir hatten kein eigenes Bad, sondern mussten es uns mit den  anderen Mädchen am Gang teilten. Pro Gang gab es drei Bäder, in denen ein Klo, ein Waschbecken und eine Dusche waren. Die Bäder wurden mehrmals am Tag geputzt, also waren sie immer sehr sauber. Allerdings waren die Bäder nicht wirklich neu, doch dies variiert von Stockwerk zu Stockwerk. Einen Stock über uns war alles viel moderner. Deshalb benutzten wir auch die Duschen oben auf dem Gang .

Nachdem wir alle auf unsere Zimmer eingeteilt wurden, sind wir (das Mädchen  vom Flughafen und ich) zurück ins Haupthaus, wo schon gleich am ersten Abend Programm angeboten wurde.  Jeden Abend konnte man aus verschiedenen Angeboten auswählen: Schwimmen im Pool, Karaoke singen, im Billiardroom spielen, im Wessexroom oder in der Lookout-Lounge chillen, Talentshow, im Kino Filme gucken oder zweimal pro Woche in die Disco gehen. Die war natürlich immer am besten!

Gleich am ersten Abend lernten das Mädchen vom Flughafen und ich noch zwei super nette Mädchen kennen, mit denen wir die kompletten zwei Wochen zusammen blieben. Wir waren also gleich eine coole Vierergruppe, die alles zusammen unternahm. Um halb elf mussten wir dann allerdings auf unseren  Zimmern sein und um elf war dann Bettruhe. Vorher wurde nochmal Zimmerkontrolle von einem Staff gemacht. Auch morgens kommt ein Staff vorbei und kontrolliert, ob die Zimmer einigermaßen ordentlich sind.

Am ersten Tag, Sonntag, wurden wir um halb neun vom Wake-up Song geweckt, um dann den Einstufungstest zu machen. Mit diesem wurden wir dann in die verschiedenen Kurse, je nach Leistung, eingeteilt. Nach dem Test gab es Brunch, den es jeden Sonntag um halb elf gibt. Danach hat man den Rest des Tages frei.

Während unserer Freizeit gingen wir in die kleine, aber schöne Stadt am Meer hinunter. Bevor man das College verlässt muss man sich in einem Buch eintragen, wann man gegangen ist und bei Rückkehr die Ankunftszeit wieder angeben. Innerhalb von weniger als  zehn Minuten waren wir in der Stadt, wo man sich unendlich viele leckere Dinge zum Essen kaufen kann. Besonders zu empfehlen sind die Crêpes und die Milchshakes direkt auf dem Weg am Meer.

Am nächsten Morgen begann dann der Unterricht. Da ich 15 bin hatte ich vormittags Unterricht und nachmittags Sport. Wir wurden um halb acht vom Wake-up-Song geweckt, um acht mussten wir beim Frühstück  sein. Es empfiehlt sich allerdings früher aufzustehen, da sonst vor der Cafeteria eine ewige Schlange ist. Zum Frühstück gibt es Croissants und Toast mit Butter, Honig und Marmelade. Die meisten, auch wir, kauften sich Nutella, denn das gibt es dort nicht. Man bekommt dies allerdings in jedem Supermarkt, von denen es in Swanage zwei echt große und gute gibt. Nach dem Frühstück mussten wir nochmal für die Zimmerkontrolle aufs Zimmer und um neun fing dann der Unterricht an.

In den verschiedenen Klassen ist man international zusammengemischt. In meiner ersten Woche waren wir bloß drei Deutsche, in der zweiten Woche aber zwölf von insgesamt 16 Schülern. Der Unterricht geht eineinhalb Stunden und dann hat man 45min Pause und dann nochmal eineinhalb Stunden Unterricht bei einem/einer  anderen Lehrer/in. Die Lehrer sind sehr nett und der Unterricht macht echt Spaß. Häufig werden auch Spiele gespielt, in denen man immer wieder mit anderen aus der Klasse spricht und somit neue Kontakte knüpft. Dem Unterricht kann man gut folgen und falls man sich nicht wohlfühlt, kann man auch den Kurs wechseln. In den Pausen kann man sich dann auch in der Lookout-Lounge etwas Kleines zu Essen kaufen. Die Paninis sind zu empfehlen!

Jeden Donnerstag wurde dann ein Test geschrieben, über das neu gelernte in dieser Woche. Falls man in diesem Test sehr schlecht war, wurde man in einen schlechteren Kurs gesteckt oder wenn man besser war,  in einen besseren Kurs.  In meiner Klasse wurden die Tests von der Lehrerin nicht so ernst genommen und so konnten wir diese locker in Partnerarbeit lösen. (Nicht verrückt machen vorher, ist nicht so wild)

Nach Unterrichtsende gab es eine Mittagspause, in der man in der Cafeteria essen konnte und dann eine kurz Pause machen konnte, bevor es mit dem Nachmittagsprogramm weiterging. Ich hatte Sport gewählt. Dieser fing wie alle anderen Nachmittagsaktivitäten um 14 Uhr an.

Vor dem Sport musste man sich in der Eingangshalle informieren, in welcher Sportgruppe man ist und welcher Sport auf dem Programm stand. Jeden Tag hatte ich vier Stunden Sport und vier verschiedene Sportarten, die jeweils eine dreiviertel Stunde gingen. Nach zwei Sportarten hat man dann 15min Pause. Die Sportarten sind abwechslungsreich: Tennis, Badminton, Schwimmen, Walken, Dotchball, Basketball, Fitnessstudio, etc. … Allerdings sind es viele Ballsportarten!

Um fünf war der Sport dann rum und ab da hatte man Freizeit. Auch abends konnte man in die Stadt, allerdings nur bis halb zehn und mit Eintrag in das Buch.

So war dann zwei Wochen lang der Tagesablauf. Durch die verschiedenen Klassen und Sportgruppen lernte man immer und immer mehr neue Leute kennen.  Unsere anfängliche Vierergruppe gewann montags gleich noch jemanden dazu und so gingen wir zu fünft durch die Woche. Wir waren zwar nicht in denselben Klassen oder Sportgruppen, aber trotzdem trafen wir uns immer im Haus zum gemeinsamen Haare föhnen und zum gemeinsamen Essen. Schließlich gibt es ja auch Handys, mit denen man sich im WLAN schreiben kann.

Am Donnerstag hing dann aus, in welche Stadt man mit der samstags Exkursion fährt. Fast alle Deutschen sind nach London gefahren. Morgens um sieben ging es dann mit dem Bus los, nachdem wir unsere Betten abgezogen hatten. Nach nur zwei Stunden erreichten wir dann London und machten eine Bootsrundfahrt auf der Themse. Danach hatten wir noch Freizeit zum Shoppen. Allerdings wurden wir nicht in der Stadtmitte rausgelassen, so dass man zur Shoppingstraße ein Taxi nehmen müsste. Das wird dann allerdings  mit der Zeit sehr knapp, manche haben es aber tatsächlich zu Viktoria Secret geschafft! Spät nachmittags ging es dann wieder Heim und als wir ankamen, waren schon die ganzen Neuankömmlinge da. Dadurch, dass jede Woche Neue kommen, lernt man immer mehr Leute kennen.

Sonntags ging es dann nach dem Brunch für uns nach Bournemouth. Dort hatten wir vier Stunden Zeit um Shoppen zu gehen, was man dort echt ganz gut kann.  Nach diesem Wochenende ist unsere Gruppe nochmals auf 7 gewachsen und zu 7. verbrachten wir dann die zweite Woche. Unsere siebener Gruppe waren nur Mädchen, allerdings gab es mit anderen  zusammen  eine riesige Gruppe auch mit Jungs und wir haben uns alle so super verstanden. Immer gab es etwas zu lachen. Jeden Abend hat man etwas mit anderen aus der großen Gruppe gemacht.

Montags ging der Ablauf von neuem los. Ab Donnerstag  hingen dann für uns bzw. für die, die zwei Wochen bleiben, die Aushänge aus, mit welchen Bussen sie Samstagmorgen zum Bahnhof gebracht werden.  

Freitagabend gab es dann eine Abschlussdisco für die, die am nächsten Tag fahren. Beim Abschlusslied „Stay with me“ sind viele Tränen geflossen, denn niemand wollte am nächsten Morgen hier weg.

Samstagmorgen war es dann allerdings auch schon soweit und es ging ab nach Hause. Ich flog wieder mit den Mädchen vom Hinflug Heim. Um sieben kam unser Bus. Doch viele mussten schon früher gehen und so sind wir auch schon alle so früh aufgestanden um ein letztes Mal tschüss zu sagen.

Mit dem Bus am Flughafen angekommen, mussten wir allerdings mit noch anderen fünf Stunden warten, bis unser Flieger kam. Das war das einzige, was nicht so toll an dem Transfer war. Der Flug ging dann sicher Heim. Kaum gelandet, holten wir unser Gepäck und lagen uns noch einmal in den Armen bevor es dann endgültig nach Hause ging.

Ich habe auch heute noch viel Kontakt mit denen, die ich kennengelernt habe, außerdem wollen wir uns alle nochmal treffen.

Alles in allem waren es wunderschöne Ferien in Swanage und es ist echt zu empfehlen, dort hinzufahren. Selbst bei Problemen helfen dir die unglaublich netten Blue Staffs und sind immer bereit, einen kleinen Spaß mit dir zu machen. Ich habe so viele nette Leute kennengelernt und echt wahnsinnig gute Ehrfahrungen dort gemacht.

Also freut euch auf die Ferien dort, sie werden unvergesslich schön!
 

 

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