Simone Hauber

Hallo,

Die Abschlussprüfungen standen kurz bevor, doch meine Englischnoten haben sich auf 3er und 4er festgesetzt. Aus diesem Grund hab ich beschlossen, mit meiner Freundin eine Sprachreise zu machen.

Wir flogen also von München nach London, wo wir schon die ersten Jugendlichen mit Hilfe des Rucksacks kennen gelernt haben. Von dort aus ging es dann in der Gruppe weiter nach Jersey. Das Umsteigen zwischen den Flughäfen London Heathrow und London Gatwick war zwar etwas kompliziert, doch zusammen konnten wir auch dieses Problem meistern. Außerdem konnte man bei den Flughafenpersonal anfragen und es wurde einem auch immer weitergeholfen.

Als wir in Jersey ankamen standen schon die Gastfamilien am Ende des Ausgangs und warteten auf ihre Gastschüler. Es war also auch kein Problem, die richtige Familie zu finden. Die Familie war sehr freundlich und unterhielt sich auch sofort mit uns. Wir wurden also super aufgenommen. Klar, war es so manches Mal nicht leicht, die Familie zu verstehen, besonders bei den Kindern war es manchmal schwer, aber man konnte bedenkenlos mehrmals nachfragen und es wurde einem auch so gut wie möglich erklärt. Am Montag begann die Schule, jedoch lief das nicht so ab, wie man das in Deutschland gewohnt ist. Wir hatten eine Stunde Grammatik, wo wir sehr viel lernten und zwei Stunden Aussprache, in denen wir vor allem mit unseren Klassenkameraden redeten. Dies hat mir super für meinen Speakingtest in der Schule geholfen. Am ersten Tag kam hinzu, dass alle neuen Schüler einen kurzen Test machen mussten, dieser wurde dann ausgewertet und man wurde aufgrund dieses Ergebnisses in unterschiedliche Klassen eingeteilt. Das heißt aber nicht, dass man die ganze Zeit in dieser Klasse verbringt, sondern man kann auch wechseln, wenn der Lehrer der Meinung ist, dass das Niveau zu hoch oder zu niedrig für einen ist. In der Klasse habe ich viele nette Leute kennen gelernt. Das waren unter anderem Polen, Franzosen aber auch Schweizer.

Was mir aber besonders gut gefiel, war die große Vielfalt an Aktivitäten, die nachmittags angeboten wurden. Das waren zum Beispiel Minigolf, Volleyball, Bowling, Windsurfen und noch vieles mehr. Aber nicht nur Sport wurde angeboten, sondern auch zum Beispiel die Besichtigung des Underground Museum oder auch einfach eine Fahrt an die Westküste. Jedoch muss man an diesen Aktivitäten teilnehmen, da die Gastfamilie es nicht gerne sieht, wenn man vor 16:00 Uhr von der Schule nach Hause kommt. Ich persönlich fand das aber nicht schlimm, da man nach der Schule sowieso eine kurze Lunchpause hatte, in der man das Lunchpaket der Familie essen konnte und außerdem bekommt man auf diese Weise viel mehr von der Insel mit. Abends hatte man dann auch noch genug Zeit, um sich mit Freunden zu treffen oder selbst etwas zu unternehmen. Einmal in der Woche wurde abends auch Kino, Barbecue oder ähnliches angeboten, was auch sehr schön war.

Die Gastfamilie machte uns den Aufenthalt so schön wie möglich und gab und die Möglichkeit, das Essen der Bewohner von Jersey zu probieren. Aber auch wir haben der Gastmutter deutsche Gerichte gezeigt, was ganz lustig war. Das englische Essen war echt lecker und die Gastfamilie nahm auch Rücksicht auf Dinge, die einem nicht schmeckten. Insgesamt würde ich unserer Gastfamilie auf jeden Fall die Note Eins geben. Sie haben sich echt super um uns bemüht und haben uns wie ein Familienmitglied behandelt. Nicht nur, dass sie uns ihre Fahrräder geliehen haben, sondern sie haben uns auch hin und wieder gefahren und und und…

Zusammengefasst kann ich also sagen, dass es eine wunderschöne Reise war, bei der ich neben der Sprache auch viele andere Dinge gelernt habe, zum Beispiel, wie man selbstständig ohne seine Eltern auskommt. Landschaftlich ist die Kanalinsel ein Traum, es gibt dort wunderbare Sandstrände, aber auch Felsenküsten und das Klima ist relativ mild; jedoch geht oft ein starker Wind.

Jersey ist also nur zu empfehlen. Ich selbst vermisse Jersey sehr und habe mir fest vorgenommen, noch einmal in meinem Leben dort hinzufliegen.

Mit freundlichen Grüßen, Simone Hauber

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